Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

MIKE
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon MIKE » Mi 8. Jan 2020, 16:33

Mistral hat geschrieben:Bis zum finalen Aufschlag wird auch das noch richtig Spaß bereiten.


Benz'ler, Bosch'ler und LuK'ler geht es doch gut. Brot und Spiele passen und dafür sorgen die Konzerne, denen es auch gut geht, ebenso den Aktionären.
Es gibt überhaupt NICHTS, was negativ sein könnte. Es gibt auch keine Kritik, wenn dann nur von alten weißen Männern, aber die sind auch schon gespalten und wenn: In ein paar Jahren gibt es die auch nicht mehr.
So lange die Massen in gleichförmiger Saturiertheit dahinvegetieren können und mehr wird ja nicht von ihnen verlangt und die Mittel dafür reichen aus - so lange bleibt die Lage entspannt auch und gerade für die Obengenannten.

Sten
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Sten » Fr 10. Jan 2020, 06:09

Ganz so entspannt ist die Lage nicht mehr.
Es traut sich nur keiner das Maul aufzumachen.
Das kann sich aber auch noch ändern.
LG Sten

Urbadener
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Urbadener » Di 14. Jan 2020, 09:05

Jeder vernünftige Zeitgenosse sollte wissen, die Salamitaktik hat sich schon immer bewährt. Opel macht es vor, die anderen Hersteller werden es nach machen.

Kahlschlag bei Opel: Autohersteller streicht Tausende weitere Stellen
Der Autobauer Opel will über freiwillige Programme bis zu 4100 weitere Stellen abbauen. Im Gegenzug wird der Kündigungsschutz verlängert.
https://www.handelsblatt.com/unternehme ... 1578941817

Ist doch nett, diejenigen die übrig bleiben kriegen die Beruhigungspille Kündigungsschutz bis 2025 und danach wird weiter ausgemistet.

Aber auch in nicht KFZ-abhängigen Branchen wird es zur Sache gehen:

„Es wird ein Drama“: Real-Gesamtbetriebsrat sieht 10.000 Arbeitsplätze bedroht
"Der Gesamtbetriebsrat rechnet mit etwa 10.000 Arbeitslosen", sagte Klockhaus der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). "Das heißt, fast jede dritte Stelle ist in akuter Gefahr. Es wird ein Drama."
https://www.epochtimes.de/wirtschaft/un ... 24564.html

Das alles haben unsere mutigen weitsichtigen und kompetenten Politiker*innen bestimmt alles schon lange vorhergesehen und deshalb werden die kritischen Blindgänger unserer Zeit sicherlich noch mit einem bereits in allen Rathäusern in den Schublage liegenden Patentrezept positiv von ihnen überrascht.

MIKE
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon MIKE » Di 14. Jan 2020, 09:32

Urbadener hat geschrieben:„Es wird ein Drama“


"Hoffentlich" kann man da nur sagen, denn die Menschen merken zwischen all dem Entertainment, vom Skizirkus angefangen bis hin zum Ballermann, nicht mehr , was abgeht. Die Masse ist einfach so verblödet worden, dass sie nicht mehr mitdenkt, geschweige sich eine Meinung bilden kann. Sie läuft hinter irgendwelchen Demagogen so lange her, bis sie am eigenen Leib spürt, dass es an den Kragen geht.
Der Umbruch ist nicht mehr aufzuhalten und das ist gut so. Das Falsche ist so falsch, dass es weg muss, meint Andreas Popp und fügt hinzu: Man kann sich nur freuen, wenn der Wahnsinn mal zu Ende geht.
Gucken wir weiterhin zu.
Zuletzt geändert von MIKE am Di 14. Jan 2020, 10:55, insgesamt 2-mal geändert.

Mistral
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Mistral » Di 14. Jan 2020, 10:21

MIKE hat geschrieben:Die Masse ist einfach so verblödet worden, dass sie nicht mehr mitdenkt, geschweige sich eine Meinung bilden kann.

Vertrauen sinkt
Berlin (dpa) - Das Vertrauen der Bürger in fast alle politischen Institutionen ist laut einer Umfrage weiter gesunken. Einzige Ausnahme ist das Amt des Bundespräsidenten, in das weiterhin 73 Prozent der Befragten Vertrauen haben. Dieser Wert hat sich gegenüber der Jahreswende 2018/19 nicht verändert, wie aus dem RTL/ntv-Trendbarometer hervorgeht, das gestern veröffentlicht wurde. Das Vertrauen in die Kanzlerin ging um fünf Prozentpunkte auf 50 Prozent zurück. Kommunalpolitiker verlieren leicht auf 48 Prozent, der Bundestag kommt auf 41 Prozent (minus vier), die EU auf 40 Prozent (minus ein Prozent), die Bundesregierung auf 34 Prozent (minus drei). Am Ende liegen die Parteien, denen 16 Prozent vertrauen (minus zwei).
Quelle: heutige Heimatzeitung.

Ausnahmen bestätigen die Regel!

MIKE
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon MIKE » Mi 15. Jan 2020, 06:13

Wenn Bertelsmann untersucht:
Bei uns ist alles besser als bei den anderen

"Aus dem Staatsministerium Baden-Württemberg
Bertelsmann-Studie sieht starken gesellschaftlichen Zusammenhalt in Baden-Württemberg – Winfried Kretschmann: ´Fundament intakt´."

https://www.goodnews4.de/nachrichten/al ... gory_id=22

Mistral
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Mistral » Mi 15. Jan 2020, 09:58

MIKE hat geschrieben:Bei uns ist alles besser als bei den anderen

Wieder einmal eine Erfolgsstory aus dem Musterländle, die nicht nur „goodnews“, sondern auch die Heimatzeitungen in identischem Wortlaut verkünden. Uns geht es wirklich gut, wir leben in einer vom lieben Gott geküssten Region. Deshalb funktionieren – laut Bertelsmann - bei uns auch die drei Bereiche «soziale Beziehungen», «Verbundenheit» und «Gemeinwohlorientierung» vorzüglich.

Unter sozialer Beziehung verstehe ich das klassische Familienleben, denn ohne feste Wurzeln sind auch keine Verbundenheit mit der Gesellschaft und eine Gemeinwohlorientierung zu erhalten. Leider wird die normale soziale Beziehung immer mehr als nationalistisch gebrandmarkt und deshalb sollte es auch nicht verwundern, wenn Vereine und ehrenamtliche Hilfskräfte, die wohl zur Gemeinwohlorientierung gezählt werden dürfen, immer mehr unter Nachwuchsmangel klagen und sich auch keine Bürger mehr finden, die ehrenamtlich Verantwortung in den Vereinsführungen übernehmen möchten. Die Verbundenheit mit der Region und regionaler Gesellschaft wird durch solch eine Entwicklung sicherlich nicht gefördert, schon aus diesem Grund stellt sich die Frage, wie lange noch das Fundament unseres Gemeinwesens intakt bleiben wird, wenn der Nachwuchs für das Ehrenamt fehlt und gleichzeitig die alten weißen nützlichen Idioten aussterben.

«Mehr als drei Viertel der Menschen in unserem Land schätzen eine offene und tolerante Gesellschaft. Die Akzeptanz von Menschen mit anderen Wertvorstellungen und Lebensweisen ist in den vergangenen zwei Jahren stark gewachsen»

Die Mehrheit unserer Gesellschaft war schon immer offen und tolerant. In meinem bisherigen Leben, also einem Zeitraum von über sechs Jahrzehnten, habe ich die Integration von vielen Nationalitäten miterleben dürfen. Diese Menschen kamen nicht um Deutschland aufzubauen, das war ab den 1960-er Jahren bereits wieder aufgebaut, es kamen Menschen zu uns, die mehr Geld verdienen wollten als sie das in ihren Heimatländern tun konnten. Viele gingen nach einigen Jahren wieder in ihre Heimat zurück, viele blieben aber auch bei uns, weil sie sich integriert und sich eine ordentliche Existenz geschaffen hatten. Sie haben sich – trotz Beibehaltung eigener traditioneller Werte - unserer Lebensweise und unseren Wertvorstellungen angepasst. Das alles hat erwiesenermaßen ganz ordentlich funktioniert, sogar die Verbundenheit und Gemeinwohlorientierung gefördert, und kann auch weiterhin funktionieren, wenn der bis vor 2015 gelebte erfolgreiche Weg auch weiterhin eingehalten wird. Dafür benötigt es klarer Regeln, an die sich alle zu halten haben und keiner einseitigen Toleranz.

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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Urbadener » Mi 15. Jan 2020, 15:43

Mistral hat geschrieben:Das Vertrauen der Bürger in fast alle politischen Institutionen ist laut einer Umfrage weiter gesunken. Ausnahmen bestätigen die Regel!

15,4 % Haben nichts verstanden und erklären sich 100%ig einverstanden.
21,3 % Haben ebenfalls nichts verstanden und stimmen unter Vorbehalt zu.
49,9 % Haben nur die Hälfte verstanden und stimmen daher der anderen Hälfte zu.
13,4 % Glauben, alles verstanden zu haben und verweigern die Aussage.
0,0958773 % Fühlen sich durch den Artikel diskriminiert und werden klagen.

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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Urbadener » Mi 22. Jan 2020, 08:36

Umfrage im Rems-Murr-Kreis: Kaum Optimismus bei M+E-Unternehmen
Einer aktuellen Umfrage der Bezirksgruppe zufolge erwarten für 2020 nur noch 22,2 Prozent der Metall- und Elektroindustrie (M+E)-Unternehmen eine ansteigende Geschäftsentwicklung. In der Vorjahresumfrage hatten dies noch 30,8 Prozent gesagt, ein Jahr davor 48,5. Im Gegenzug stieg der Anteil der Unternehmen, die zurückgehende Geschäfte erwarten, von 30,8 auf jetzt 55,6 Prozent. 22,2 Prozent der Unternehmen gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus (Vorjahresumfrage: 38,5 Prozent).

Nur noch 20 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihren Auftragsbestand als gut (Vorjahr 42,3). 44,4 Prozent bewerten ihn als befriedigend (Vorjahr 46,2) und 33,3 Prozent beurteilen ihn als schlecht (11,5).

Lediglich 18,8 Prozent der Maschinenbauer erwarten fürs laufende Jahr steigende Geschäfte (Vorjahr 40), ebenfalls 18,8 Prozent gleichbleibende (Vorjahr 40) und 62,5 Prozent rückläufige (Vorjahr 20 Prozent).

Unter den Elektro-Unternehmen gehen nur 37,5 Prozent von steigenden Geschäften aus (Vorjahr 20). 25 Prozent erwarten inzwischen nur noch gleichbleibende Geschäfte (Vorjahr 60) und 37,5 Prozent sogar rückläufige (Vorjahr 20 Prozent).

In der Metallbranche erwarten nur 10 Prozent der Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, eine steigende Geschäftsentwicklung (Vorjahr 0 Prozent). 20 Prozent sehen nun eine gleichbleibende Geschäftsentwicklung (Vorjahr 57,1 Prozent) und 70 Prozent sogar eine rückläufige Entwicklung (Vorjahr 42,9 Prozent).

Bei den Automobilzulieferern zeigt sich ein ähnliches Bild: Keines der befragten Unternehmen erwartet hier steigende Geschäfte (Vorjahr 50), 40 Prozent gleichbleibende (Vorjahr 16,7) und 60 Prozent rechnen mit einem Rückgang (Vorjahr 33,3 Prozent).

Lediglich 13,3 Prozent aller befragten Unternehmen erwarten steigende Beschäftigungszahlen (Vorjahr 23,1), 35,6 Prozent gehen von gleichbleibenden Beschäftigungszahlen aus (Vorjahr 38,5) und 51,1 Prozent planen sogar mit rückläufigen Beschäftigungszahlen (Vorjahr 23,1 Prozent).

Die Umfrage hat die Südwestmetall-Bezirksgruppe Rems-Murr Ende vergangenen Jahres unter ihren Mitgliedsbetrieben durchgeführt. Von den 69 angeschriebenen Unternehmen haben 45 geantwortet.
Quelle: Backnanger Zeitung
https://www.bkz.de/nachrichten/konjunkt ... 60251.html

Sten
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Sten » Fr 31. Jan 2020, 08:17

Stück für Stück wird abgebaut. Heute Haldex und morgen?
Die Arbeitsplätze in Heidelberg werden nach Ungarn und England verlegt.
Das sind doch die Länder die unser Problem sind.

https://www.rnz.de/wirtschaft/wirtschaf ... 94707.html

Unsere Wirtschaft wird wachsen sagt unser Wirtschaftsminister.
LG Sten


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