Kommunalwahlen in Hessen: Der Niedergang der Etablierten beginnt

Urbadener
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Re: Kommunalwahlen in Hessen: Der Niedergang der Etablierten beginnt

Beitragvon Urbadener » Mi 17. Aug 2016, 14:11

Vor Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern - Forscher warnt Wahlkämpfer: „Ängste der Menschen lassen sich nicht wegdiskutieren“

Der Berliner Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer geht davon aus, dass zwei Themen aus der Bundespolitik eine große Rolle bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern spielen werden: Die Terrorgefahr – und Flüchtlinge. Für die Bevölkerung gehörten die Themen zusammen – egal, was Politiker sagten, so Niedermayer im Interview. Er warnt: Das Thema auszuklammern, nütze nur der AfD.

Ängste in der Bevölkerung lassen sich nicht einfach wegdiskutieren. Diese Ängste sind da, und wenn man das nicht akzeptiert, löst das bei den Betroffenen Abwehr aus: Die lassen uns fallen. Die sind abgehoben und wissen nichts von unseren wirklichen Problemen. Das führt zu noch stärkerer Solidarisierung, und dann kann es gefährlich werden.


http://www.focus.de/politik/deutschland ... 30591.html

Für Frau Merkel ist es schon zu spät! Wird sie von der CDU nicht abgesetzt, wird das der Wähler tun:

Dirk Müller (Mister Dax) spricht Klartext. Nach seiner Meinung wird es bereits 2016 Neuwahlen geben.
https://haunebu7.wordpress.com/2016/08/ ... zu-halten/

Urbadener
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Re: Kommunalwahlen in Hessen: Der Niedergang der Etablierten beginnt

Beitragvon Urbadener » Do 1. Sep 2016, 10:45

Mecklenburg-Vorpommern - AfD in Umfrage erstmals vor CDU

Zum ersten Mal liegt die AfD in einer Umfrage im Landtagswahlkampf vor der CDU. Die Christdemokraten kommen danach auf 20 Prozent Zustimmung in Mecklenburg-Vorpommern, die AfD erreicht 23 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der Zeitschrift „Cicero“.

Laut der Insa-Umfrage würden 28 Prozent der Bewohner von Mecklenburg-Vorpommern die SPD wählen. Die Partei von Ministerpräsident Erwin Sellering würde damit stärkste Kraft werden. Die Linkspartei erreicht 15 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen kommen auf 6 Prozent und würden den Sprung in den Landtag schaffen. Die Demoskopen von Insa sehen FDP und NPD bei zwei Prozent, der Sprung in den Landtag würde nicht gelingen. Die Ergebnisse sind am 29. August erhoben worden.

Für die neue repräsentative Erhebung wurden am Montag 1031 Menschen telefonisch befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei drei Prozentpunkten.
http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl ... 14275.html

Wir schaffen das!!! Mehr fällt mir dazu nicht ein!!

Mistral
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Re: Kommunalwahlen in Hessen: Der Niedergang der Etablierten beginnt

Beitragvon Mistral » Fr 2. Sep 2016, 08:13

Die anstehenden Landtagswahlen haben bestimmt eine Brisanz, sind jedoch größtenteils kein ernst zu nehmendes Stimmungsbarometer, für die im nächsten Jahr anstehende Bundestagswahl. Bestes Beispiel lieferte die Wahl in Baden-Württemberg, die der fleißig wandernde Grünonkel Winfried Kretschmann fast alleine für sich entschieden hat.

In diesem Jahr dürfen 2,2 Millionen Berliner und 1,4 Millionen Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern ihre Landesparlamente wählen.
Im nächsten Jahr sind 0,8 Millionen Saarländer, 2,2 Millionen Schleswig-Holsteiner und 13,2 Millionen Wähler aus Nordrhein-Westphalen dran, ihre Landesregierungen neu zu wählen. Alleine in NRW gibt es doppelt so viele Wähler als in den restlichen zur Wahl aufgerufenen Bundesländern zusammen. Daher wird es sich erst am 14. Mai 2017 in NRW zeigen, mit welchem Trend zur Bundestagswahl zu rechnen ist.

Gerade in NRW läuft derzeit eine sehr peinliche Komödie, da pinkelt eine Sozi-Ratte der anderen ans Bein. Gerd Bollermann, Ex-Regierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg, hat subjektiv den Eindruck, dass man bei den Silvester-Sex-Attacken in Köln mehr hätte tun können.
Dieser Herr Bollermann (SPD) wurde von seinem Chef Ralf Jäger (SPD), wegen den Vorfällen in Köln als Bauernopfer auserkoren und der bedankt sich jetzt sehr herzlich dafür, wie die WAZ recht ausführlich berichtet.

http://www.derwesten.de/region/innenmin ... 55133.html

Gerade solche Eskapaden, irgendwelcher Ex-Politiker (Bosbach könnte auch so ein Fall werden) können den Altparteien anständig Stimmen kosten. Was der AfD nicht geglaubt wird, solchen Leuten glaubt das veräppelte Volk mit Sicherheit und dann stellt sich für CDU und SPD wirklich die Frage: „Schaffen wir das?“

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Re: Kommunalwahlen in Hessen: Der Niedergang der Etablierten beginnt

Beitragvon Urbadener » Sa 3. Sep 2016, 08:29

Es mag ja sein, dass die Wahlergebnisse der kleinen Bundesländer nicht so wichtig sind, allerdings gibt es dort, wie bei den großen Bundesländern, nicht nur die Parlamente, sondern auch Ausschüsse und als größtes Pfund, die Sitze im Bundesrat, bei dem die Größe des Bundeslandes keine Rolle spielt.

Bisher haben die alten Parteien diese Pfründe unter sich aufgeteilt und ihre Macht nach dem Krähenprinzip verteidigt. Bestes Beispiel lieferte Baden-Württemberg, das auf einmal mit einem Stellvertreter des Landtagspräsidenten auskommen möchte, weil der zweite Stellvertreter von der AfD gestellt werden sollte. Diese politische Entscheidung muss man aushalten, ob es einem gefällt oder nicht. Allerdings ist es dann mehr als Recht, wenn die ausgebremste Partei ihre demokratischen Rechte ebenfalls im gesetzlich möglichen Rahmen ausschöpft.

Ein Parlament besteht nicht nur aus der Regierung, da gehört auch eine anständige Opposition dazu und wie die sich zusammensetzt, bestimmen alleine die Wähler und nicht irgendwelche Krakeeler irgendeiner Partei. Das muss in einer Demokratie ebenfalls ausgehalten werden, ganz egal ob eine Partei wegen ihrem bunten Parteiprogramm, oder nur aus Protest gewählt wird.

Gerade die Summe der Protestwähler sollte doch für die Altparteien ein Alarmsignal sein, denn diese Wähler sagen mit ihrem Wahlverhalten ganz deutlich aus: wir sind mit euren Leistungen nicht einverstanden, oder schlimmer noch, wir trauen euch nicht mehr.

Daher sind sämtliche Landtagswahlen wohl kein verlässliches Stimmungsbarometer, sie signalisieren jedoch sehr deutlich, in welche Richtung die weitere politische Entwicklung erfolgen kann. Genau aus diesem Grund, erwarte ich mit Spannung den morgigen Wahlausgang in Mecklenburg-Vorpommern.

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Re: Kommunalwahlen in Hessen: Der Niedergang der Etablierten beginnt

Beitragvon Sten » Sa 3. Sep 2016, 10:41

Die Ossis kennen keine Schmerzen:

Sonntag: Fotofinish

Kurz vor der Wahl in MeckPomm ist noch eine Wahlergebnisvorhersage von Prognos aufgetaucht. Es wird vorne ganz eng.

SPD 26,0% -9,6%
AfD 25,0% +25,0%
CDU 18,5% -4,5%
LINKE 14,5% -3,9%


NPD und Grüne werden wahrscheinlich aus dem Landtag fliegen, die FDP ist schon draußen.

Auch wenn es nach der Wahlbörse PESM geht, ist die CDU abgeschlagen auf Platz 3: Die SPD kommt am 3.9.2016 um 7 Uhr auf 27,2%, die AfD auf 22,7%, die CDU auf 20,1% und für die Linke werden 14,1% ermittelt.

Prognos war bei den letzten Landtagswahlen im März am nächsten an den Endergebnissen dran. Also es wird spannend! Es mehren sich die Zeichen, daß die Kanzlerpartei CDU pulverisiert wird.

http://www.prabelsblog.de/2016/09/sonntag-fotofinish/

Am Sonntagabend wird Hilfmar Gabriel wieder seinen berühmten Spruch loslassen.
Sämtliche Demokraten (SPD+CDU+Linke) müssen jetzt zusammen stehen.
War die Linke bisher noch nicht demokratisch, dann wird sie es ab sofort.
LG Sten

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Re: Kommunalwahlen in Hessen: Der Niedergang der Etablierten beginnt

Beitragvon Sten » Sa 3. Sep 2016, 10:57

Urbadener hat geschrieben:Bestes Beispiel lieferte Baden-Württemberg, das auf einmal mit einem Stellvertreter des Landtagspräsidenten auskommen möchte, weil der zweite Stellvertreter von der AfD gestellt werden sollte.


Die Ossis schaffen, geht die Wahl wie vermutet aus, den stellvertretenden Landtagspräsidenten bestimmt ab. :roll:
LG Sten

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Re: Kommunalwahlen in Hessen: Der Niedergang der Etablierten beginnt

Beitragvon Urbadener » Sa 3. Sep 2016, 13:19

@ Sten - vielen Dank für deine obigen Beiträge.

Sollte es wirklich so kommen, wie es Prognos prognostiziert, wäre das eine Klatsche der Sonderklasse, die sich die selbsternannten Superdemokraten selbst zuzuschreiben hätten. Solch ein Wahlergebnis wäre nicht nur alleine mit Protestwählern, Globalisierungsverlierern, Eurohassern oder ungebildeten Männern über 50 Jahre zu entschuldigen, weil in dem Moment unsere Republik ja aus einem Viertel von Vollidioten – nach der Auffassung von Herrn Gabriel & Co. - bestehen müsste und die hätten bisher CDU-SPD-FDP-GRÜNE-LINKE und die ganz schlimmen Finger die NPD gewählt.

Was den bisherigen „Machtbehaltenwollenden“ nach der Wahl einfallen wird um die AfD auszubremsen, wird mit Sicherheit ein Schauspiel der Sonderklasse. Richtig prickelnd würde es werden, wenn SPD + CDU + Linke eine Regierungskoalition bilden müssten. Die CDU im Einklang mit den Linken, einfach nur zum Hinschmeißen!!!!

Letztendlich wird wieder einmal – wie du schon richtig festgehalten hast – der Obersozi um Solidarität bitten, damit sämtlichen überdemokratischen Parteien die Macht erhalten bleibt. Dafür schlüpft man doch gerne mit der hässlichsten Braut unter die Decke, selbst wenn die bis noch vor nicht zu langer Zeit einfach tot ignoriert werden sollte. Ob das dann die Wähler genau so sehen, wird wiederum bei den nächsten Wahlen entschieden.
Für einen ordentlichen Schuss ins linke Knie, ist das prognostizierte Wahlergebnis allemal gut.
Morgen Abend ab 18.00 Uhr wissen wir mehr.

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Re: Kommunalwahlen in Hessen: Der Niedergang der Etablierten beginnt

Beitragvon Mistral » So 4. Sep 2016, 08:37

Den Prognosen nach zu urteilen, können 4 Parteien in Meck-Pomm darauf hoffen, ein Wahlergebnis im zweistelligen Prozentbereich zu erhalten. Ob die FDP, die Grünen und auch die NPD über die 5% Hürde kommen, ist nur noch als reine Glückssache zu bezeichnen.

Jedenfalls müssen die Altparteien SPD und CDU damit rechnen, heute ihr blaues Wunder zu erleben: Bei der letzten Rekord Wahl im März in Sachsen-Anhalt gaben die Prognosen der AfD 15 Prozent – am Ende lag sie bei über 24! Wenn sich eine ähnliche „Zugabe“ auch in MeckPomm ergäbe, käme die AfD auf etwa 30 Prozent! Das wäre nicht nur für die SPD und CDU eine Klatsche der Sonderklasse, auch Angelika Merkel kann - trotz Kanzlerbonus - zusätzlich noch ihr persönliches Waterloo erleben, wenn ihr CDU-Heimatverband in Bad Doberan unter die Räder käme.

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Re: Kommunalwahlen in Hessen: Der Niedergang der Etablierten beginnt

Beitragvon Urbadener » So 4. Sep 2016, 18:55

Nach den ersten Hochrechnungen, ist es in Mecklenburg-Vorpommern für die Altparteien doch nicht ganz so schlecht gelaufen wie befürchtet:

Dritte Hochrechnung laut ZDF: SPD 30,4%, CDU 19,4%, Linke 12,1%, Grüne 5,0%, NPD 3,0%, FDP 3,0%, AfD 21,4%

Ob die Grünen noch über die 5% Hürde kommen bleibt abzuwarten. Laut den Hochrechnungen der ARD kommt die Alternative-Verbotspartei nur noch auf 4,9 %. Das wäre nun wirklich mal ein Segen und würde beweisen, dass die Wahl in Baden-Württemberg eine reine Persönlichkeitswahl war.

Natürlich hat die AfD nur wegen der Flüchtlingsproblematik zulegen können, aber nicht so stark wie es die Superdemokraten noch gestern befürchtet haben. Das ist doch ein wirklicher Erfolg der einzigen demokratischen Einheitsparteien, den die jetzt mit Recht gebührend feiern dürfen. Kein Wort über den vermurksten Euro, die desaströse EU und weitere Fehlentwicklungen, für die hauptsächlich die CDU und die SPD die Verantwortung tragen. Der phänomenale AfD-Erfolg von NULL auf über 21% ist nur der Willkommenskultur von Angela Merkel anzulasten. Das ist das was die Menschen hören wollen und die Demontage von Angela Merkel nach vorne treibt. Ach – wie schön einfach ist doch diese Welt.

Mistral
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Re: Kommunalwahlen in Hessen: Der Niedergang der Etablierten beginnt

Beitragvon Mistral » Mo 5. Sep 2016, 09:10

Grünen-Politiker Mack: "Mecklenburg-Vorpommern, das am dümmsten besiedelte Bundesland"

Besser kann man Frust nicht ausdrücken, den Grünen fehlten am Ende 1.622 Stimmen um die 5% Hürde zu nehmen.

Das ist jetzt aber auch mal richtig ärgerlich, denn die fehlenden Stimmen kann nicht nur die AfD geklaut haben. Die FDP hat exakt die 0,2 Prozent hinzugewonnen, die den Grünen letztendlich fehlen. Aber auch die Tierschutzpartei konnte 1,2% oder 9.732 Wähler aus dem Stand gewinnen. Darum ist die Aussage vom Grünen Mack doch sehr suspekt, weil anständige Grüne niemals Rechts wählen. Die wählen auch nicht Liberal, dafür eher ihren Afghanen oder Roten Milan. Dementsprechend müssen die Dümmsten in Mecklenburg-Vorpommern die Tierschützer sein. Das wiederum ist auch kein Wunder, weil sich die Grünen heute nicht mehr um ökologische Themen kümmern, dafür fehlt ihnen die Zeit, die verplempern sie viel lieber mit Planungen, ab September 2017 mit der CDU die Bundesregierung zu bilden. Dieser hehre Traum kann jedoch sehr schnell platzen, wie die Wahl im Mecklenburg-Vorpommern gezeigt hat.

Ansonsten wird die Wahl in Mecklenburg (meines Erachtens) keine größeren Änderungen bringen, es wird bei der bisherigen SPD-CDU-Koalition bleiben, die Opposition ist ein klein wenig größer geworden und die muss erst einmal zeigen was sie drauf hat.

Daher warten wir auf die nächsten Wahlerfolge von SPD und CDU bei der Wahl in Berlin. Auch wenn die beiden Parteien jeweils 5% und mehr in der Wählergunst verlieren, ist das völlig zweitrangig, Priorität hat nur das Ziel an der Macht zu bleiben.


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