Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Urbadener
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Urbadener » Mi 11. Mär 2020, 08:15

Ländle zittert! Das fällt jetzt sogar schon den Bayern auf.

Baden-Württemberg gilt als deutsches Musterländle: wirtschaftlich stark mit einer wohlhabenden Bevölkerung. Doch die Automobilbranche bricht ein, Daimler macht Verluste, streicht tausende Arbeitsplätze. Wird der Südwesten bald das neue Ruhrgebiet?
https://www.br.de/nachrichten/deutschla ... ng,RsUynlA


„Grüner Ministerpräsident sorgt sich um Autobauer...“. Dabei haben gerade die Grünen ja wirklich alles dafür getan, dass es so kommen musste. Von Autoscham bis Dieselscham, mit dem Grünen-Alphabet halt... A wie Atomausstieg und Asylwahn, B wie Bienenschutz, C wie CO2-Wahn, D wie Diesel-Bashing, E wie EEG, F wie FFF und Fahrradwahn, G wie Greta und Gendervorschriften, H wie Hass auf Autos, I wie Invasorenkosten + Investoren-Abschreckung durch Juchtenkäferschutz, K wie Kohleausstieg, L wie LGBT-Kosten, M wie Migration, N wie Nazi-Obsession, T wie Tempo 30, U wie unfähige Politiker, X wie Xenophobie-Wahn.

Nicht Herr Kretschmann hat bis zu 750.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen, sondern innovative Unternehmen.

Urbadener
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Urbadener » Mi 18. Mär 2020, 10:18

Heidelberger Druck will bis zu 2000 Stellen abbauen

Die Heidelberger Druckmaschinen AG plant angesichts schwächelnder Geschäfte in Europa massive Stellenstreichungen und zieht auch die Schließung von Standorten in Betracht. Es sei „eine nachhaltige Anpassung von Produktions- und Strukturkosten geplant, die einen Stellenabbau von insgesamt bis zu 2000 Stellen weltweit beinhaltet und auch zu Betriebsschließungen führen kann“, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Demnach sollen „kurzfristig Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen über die konkrete und möglichst sozialverträgliche Ausgestaltung“ aufgenommen werden.
https://www.wiwo.de/unternehmen/industr ... 55062.html

Die nächste Salamischeibe. Was sagte doch unser Wirtschaftsminister am Montag bei hart aber fair? Kein Arbeitsplatz wird verloren gehen!

Sten
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Sten » So 29. Mär 2020, 12:02

Die Hiobsbotschaften werden immer schlimmer:

Deutsche Hersteller in der Krise: 100.000 Auto-Jobs fallen weg

Die deutschen Automobilhersteller müssen sich dem Experten Dudenhöffer zufolge wegen der Corona-Krise auf viele Jahre mit schlechten Verkaufszahlen einstellen. Das werde allein in Deutschland mindestens 100.000 Arbeitsplätze kosten - das wäre jeder achte Job in der Branche.

In den deutschen Werken gebe es über Nacht Überkapazitäten von 1,3 bis 1,7 Millionen Fahrzeugen.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Studie-1 ... 76729.html

ÜBER NACHT! Das ich nicht lache. Das zeichnet sich schon über 2 Jahre ab.

Und was sagt unser Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dazu:

„Wir brauchen ein umfassendes Fitnessprogramm für die deutsche Wirtschaft."

Erst würgen die Knallkörper unsere Wirtschaft ab und jetzt wollen sie die wieder fit machen. Gehts noch?
Die wissen doch nicht mehr was sie tun.
LG Sten

MIKE
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon MIKE » So 29. Mär 2020, 16:19

Das Fitnessprogramm heißt:
1. Geld drucken und nochmals Geld drucken*
2. Anzeigeblätter in Klopapiergröße schnipfeln**
3. Garten umgraben, Setzlinge ziehen und pflanzen
4. Hasenstall bauen
5. Grundstück gut bewachen

* was aber auch nicht mehr viel nützt

MIKE
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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon MIKE » Mo 30. Mär 2020, 15:46

Autos en masse

https://www.google.de/search?q=Dallas+n ... BHoECAEQBA

https://www.google.de/search?q=neuwagen ... 33&bih=654

Deindustrialisierung ist angesichts der Überschüsse an Waren nötig.
Alternativen bieten sich nur sehr begrenzt an, nachdem die in Aussicht gestellten Arbeitsplätze der Sonnen- und Windpropheten nicht im Land geschaffen wurden. Andreas Popp: "Die Industrie hat ein Interesse daran, herunterzufahren. Das sind nicht die Leute, die dort arbeiten, sondern die Leute, die mit diesen Industrien Rendite machen, um letztendlich die Macht des Kapitals an sich zu binden."

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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Urbadener » Mo 27. Apr 2020, 07:52

Jobabbau bei Daimler: Betriebsrat lehnt „Drohkulissen“ ab
Der Vorstand hatte Führungskräfte aufgerufen, den Personalabbau entschlossen durchzusetzen. Wer stur bleibt, dem solle die Botschaft übermittelt werden, es könne sein, dass sich „alles für dich verändert. Dann musst du in Zukunft sehen, wie du mit dieser Unsicherheit im beruflichen Umfeld umgehen kannst.“ Zudem müssten Auswirkungen der Situation auf die Gespräche zur Leistungsbeurteilung geprüft werden.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 58fc9.html

Lassen wir das doch mal den Betriebsrat machen!

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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Urbadener » Fr 1. Mai 2020, 11:12

Autozulieferer Mahle - Unternehmen schreibt Verlust – 2019 rund 2500 Stellen abgebaut

Der Umbruch in der Autoindustrie und die Wirtschaftsflaute haben den Zulieferer Mahle mit voller Wucht getroffen. Im vergangenen Jahr machte das Stiftungsunternehmen einen Verlust von 212 Millionen Euro nach einem Gewinn von 446 Millionen Euro 2018.

Die aktuelle Situation werde durch die Corona-Pandemie zusätzlich erschwert, hieß es weiter. Im März und April 2020 seien drastische Umsatzrückgänge verzeichnet worden, es sei mit einem überaus schwierigen Jahr zu rechnen. Derzeit arbeite das Unternehmen nach der nahezu weltweiten Schließung seiner Werke mit Hochdruck am Wiederanlauf der Produktion in Europa. In Deutschland ist ein Großteil der 12 960 Beschäftigten in Kurzarbeit. Für sie gilt noch eine Beschäftigungsgarantie bis Ende Mai.

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... 4440b.html

Ab Ende Mai dürfte eine neue Ära beginnen. Nicht nur wegen Corona, jetzt eitern die vielen Fehler der letzten Jahre aus der mit sozialistischer Planwirtschaft infizierten Wunde.

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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Urbadener » Do 28. Mai 2020, 11:12

Der Autozulieferer Eberspächer verlagert die Fertigung von Standheizungen nach Polen. 300 Mitarbeiter am Firmensitz in Esslingen verlieren ihre Beschäftigung. Grund für die Entscheidung seien strukturelle Probleme, das Coronavirus habe das Aus lediglich beschleunigt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Zuerst hatten "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" berichtet.

Die IG Metall warnt vor 100.000 neuen Arbeitslosen durch Probleme der Autoindustrie in Zeiten von Corona und Wirtschaftskrise. "Diejenigen, die bei den Herstellern selbst arbeiten, haben wir über Tarifverträge recht gut abgesichert. In Gefahr sind vor allem diejenigen, die für Zuliefererbetriebe arbeiten", sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochausgaben).

"Rund 10 Prozent der Betriebe in unseren Branchen sind bereits jetzt akut von Insolvenz bedroht. Das trifft über 100.000 Beschäftigte, die schnell in die Arbeitslosigkeit fallen könnten."
Hofmann sagte: "Noch können wir gegensteuern. Tun wir es nicht, kann es zu einer Spirale nach unten kommen." Der Gewerkschaftschef sagte: "Die Autoindustrie ist Deutschlands Schlüsselindustrie. Wenn zu wenig Autos gekauft werden, trifft das nicht nur die Beschäftigten in den Autofabriken und Zulieferbetrieben." Es fehlten dann Aufträge und Arbeit für viele andere: vom Werkzeugmaschinenbau bis hin zur Stahlindustrie.

Wie gut das wir in Deutschland solche Kapazitäten in den Gewerkschaften haben. Stellt sich nur die Frage, was passiert bei beschleunigten Firmenpleiten mit den recht gut abgesicherten Tarifverträgen? Ich vermute, dann kommt wie immer das:

Kurz nach 12 Uhr an diesem Mittwoch trillern Dutzende Beschäftigte des Frankfurter Werkzeugbauers Günther & Co. gegen die geplante Schließung ihres Betriebs an. Andere buhen durch ihren Mundschutz hindurch. Rote Fahnen der an ihrer Seite stehenden IG Metall wehen im Sonnenschein. Die Mitarbeiter strahlen durchaus Zuversicht aus, obwohl sich der Arbeitgeber seit der Verkündung des Schließungsplans im Januar aller Proteste und Verhandlungen mit der Geschäftsführung nicht zu ihren Gunsten bewegt hat.
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/ ... 88456.html

Mehr ist von absoluten Vollpfosten auch nicht zu erwarten.

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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon MIKE » Do 28. Mai 2020, 19:06

Urbadener hat geschrieben:Mehr ist von absoluten Vollpfosten auch nicht zu erwarten.

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Die Chinesen freuen sich. BAIC und Geely besitzen etwa ein Achtel von Daimler. Der Konzern des Milliardärs Li Shufu ist seither größter Einzelaktionär der Stuttgarter und besitzt in Europa zusätzlich noch den Autobauer Volvo, die London Taxi Company mit den berühmten Black Cabs sowie eine Mehrheit am Sportwagenbauer Lotus.
Wie lange da noch Standheizungen aus Polen und ... und ... geliefert werden, dürfte kein schweres Rätsel sein.

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Re: Baden-Württemberg – Nimbus Musterländle ade?

Beitragvon Urbadener » Fr 29. Mai 2020, 06:02

MIKE hat geschrieben:Die Chinesen freuen sich.

So ist es @MIKE.
Es wird höchste Zeit für unsere Sozialisten nach China zu reisen, um die Chinesen an Mao zu erinnern, denn dessen Konzepte für eine bessere Menschheit werden bei uns viel effizienter umgesetzt. Wie wäre es mit einem langen Marsch von Berlin nach Peking? Die Gewerkschaften stellen bestimmt rote Kappen, Fahnen und vorallem Pfeifen in allen Kalibern zur Verfügung.


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