Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

MIKE
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Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon MIKE » So 16. Jun 2019, 06:58

Von der „Autostadt“ zur „Umweltstadt“?

Die Grünen flogen von Berlin nach Baden-Württemberg und wieder zurück. Welch eine Aufregung. Ein ICE hätte auch genügt. Aber was war denn der Anlass ihres Kurzbesuches und ihres doch sehr verlotterten Auftritts?
Waren Sie auch in Bühl bei der Demo? Brachten Sie den Schaeffler - Mitarbeitern die neuen Jobs in der Umweltbranche, die nicht nur von ihnen sondern auch von Franz Alt aus Ebersteinburg so großspurig verkündet werden?

Sicher ist, die Milliardärs-Familie Schaeffler, zahlreich bedacht mit Orden und Ehren, darunter auch eine Ehrenbürgerwürde in Bühl, wird nicht lange fackeln, wenn keine Folgeaufträge in Aussicht stehen. Sie wird auch die Verlegung von Produktionen nach Rumänien vornehmen, wenn sie damit ihr Milliardenvermögen (rd. 9 Milliarden Euro) aufstocken kann.

Bühl bangt derweil um seinen Titel als „Autostadt“. Vielleicht sollte in Zukunft wieder mehr der Schwerpunkt auf Obstanbau und Bio überhaupt gelegt werden. „Lust auf Zukunft“ (Franz Alt) pur - für die Bühler die Nagelprobe.

Zur Sache:
Dass ein Entwicklungszentrum für Elektromobilität Schaeffler aus der Krise helfen kann, wird bezweifelt. Die Unternehmensleitung in Bühl geht auf Tauchstation. Pressesprecherin Petra Wolf schrieb von einer „herausfordernden Situation“. Matthias Zink, Vorstand Automotive bei Schaeffler in Bühl, trat zuletzt Ende Januar 2019 vor die Presse. Dabei wurde deutlich, dass er im Elektroauto kein Allheilmittel sieht. „Das Batterieauto wird mit der heutigen Energiestruktur unsere Umweltprobleme nicht lösen“, meinte er. KIT-Professor Albert Albers, der das Institut für Produktentwicklung leitet, sah dies bereits 2017 ähnlich. Er kritisiert die schlechte Ökobilanz des Elektroautos und setzt auf saubere synthetische Kraftstoffe. Göbelsmann hält das Batterieauto nur für eine mittelfristige Lösung und nennt für die Zukunft die Brennstoffzellentechnik. Die Elektromobilität sei aber auch wegen des chinesischen Marktes das Thema der nächsten zehn Jahre. „Wer auf der Party nicht dabei ist, bleibt auch bei späteren Entwicklungen der Mobilität der Zukunft mit anderen Technologien draußen.“ Volker Robl, Betriebsratsvorsitzender bei Schaeffler in Bühl, analysiert die Lage und hinterfragt die Politik.
Bis 2024 sollen insgesamt 1 200 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Mistral
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Mistral » So 16. Jun 2019, 07:53

Plädoyer für eine sonnige Zukunft» setzt der Baden-Badener Bestseller-Autor Franz Alt vor allem auf Fakten.Zum Inhalt schreibt der Verlag edition chrismon:Sind globale Entwicklungen wie der Klimawandel noch steuerbar? «Die effektivste Art, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten», sagt der Baden-Badener Autor und Theologe Franz Alt in seinem neuen Buch.Die Welt ist im Umbruch. Sind globale Entwicklungen wie der Klimawandel oder die Digitalisierung überhaupt noch steuerbar? In welcher Welt werden unsere Kinder leben?«Die effektivste Art, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten», sagt Franz Alt. Sein Buch will erste Antworten auf die großen Zukunftsfragen gebenWie geht ein gutes Leben für alle bei mehr Gerechtigkeit? Wie organisieren wir die weltweiten Wanderbewegungen ohne Bürgerkriege? Wie lösen wir die Überlebensfrage der Klimaerhitzung? Wie lernen wir, was nachhaltiges Wirtschaften ist? Und was bedeuten im Zeitalter der Digitalisierung Wert und Würde des Menschen?80 Jahre geballte Lebenserfahrung, über 55 Jahre Erfahrungen im politischen Journalismus und ein überzeugter christlicher Glaube machen Franz Alt zu einem unverzichtbaren Mahner und einer engagierten Stimme in den Debatten unserer Zeit.

Unsere Zukunft wird theologisch gestaltet. Was das bedeutet, lehren uns die Kreuzzüge..
Krieger dürfen nicht zimperlich sein, jede List ist erlaubt, wie der nachstehend verlinkte Artikel beweist.

https://www.journalistenwatch.com/2019/ ... e-prof-dr/

MIKE
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon MIKE » So 16. Jun 2019, 08:56

“Nicht an ihren Worten, sondern ihren Taten sollt ihr sie erkennen”
Alle salbungsvolle Worte nützen nichts, wenn keine Taten folgen. Nun können wir vor der Haustür mit erleben, wie für viele Menschen gekämpft wird oder auch nicht. Wer dann noch beginnt, von geistigen und metaphysischen Bindungen zu philosophieren, befindet sich auf dem Holzweg. Der Glaube an eine höhere Wirklichkeit ist kein Mittel, um dem kalten Erwerbsinstinkt in einem durch und durch kapitalistischen System zu begegnen. Die Franzosen haben das erkannt.
Man verfolge nur einmal das im Link genannte Gespräch, mit welcher Leichtigkeit die Veränderngen kommentiert werden. Statt zu den Fridays-Kids in Baden-Baden zu stehen, ist Rat und Tat bei Betroffenen angesagt. Leider bisher Fehlanzeige.
://kenfm.de/franz-alt-lust-auf-zukunft/

Mistral
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Mistral » Mo 17. Jun 2019, 07:19

Ich setze den Link von MIKE nochmals, damit mit einem Klick eine Verbindung hergestellt werden kann:

https://kenfm.de/franz-alt-lust-auf-zukunft

MIKE
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon MIKE » Mo 17. Jun 2019, 09:16

@Mistral
Vielen Dank für die Ergänzung.

Rund 160 Beschäftigte der Automobil-Zulieferer Schaeffler und Bosch haben in Bühl (Kreis Rastatt) für die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze protestiert - deutlich weniger als erwartet.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wue ... l-100.html

Betrachten sich weitere tausend Stelleninhaber betrachten nicht als potentiell betroffen?
Wo bleibt die Solidarität, derjenigen die fest im Sattel sitzen?
Oder wurde von der Presse übertrieben und im Endeffekt ist alles gar nicht so schlimm?
Gerade weist mich jemand auf weitere mögliche Gründe für die miese Beteiligung hin:
►Mangelnde Unterstützung durch Gewerkschaft?
►Samstag ist kein Arbeitstag.
►Pfingstferienzeit – Grüße aus Bari. Wir sind in Gedanken bei euch.
►Sowieso nicht vollbeschäftigt oder in einem Zeitvertrag oder Leiharbeiter … .

Jeder kann sich seinen eigenen Reim darauf machen.

Arminius
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Arminius » Mo 17. Jun 2019, 12:15

Aus dem näheren unterrichteten Umfeld mag ich nur so viel verlautbaren, dass die Situation dort mit dem Portraitbild dieses Forums in Zusammenhang steht: Der Eisberg zeigt nur 1/8 seiner wahren Größe. Auf unserem Konterfei sieht man auch den sonst verborgen bleibenden. Bei Schäffler und Bosch sieht man die restlichen 7/8 nicht. Es kommt aber schlimmer als bekanntgegeben wird. Weshalb sollten die beiden Firmen jetzt schon die Pferde scheu machen. Krisenmanagement wird noch genug gefragt sein, wenn man notgedrungen mit den Fakten an die Öffentlichkeit muss.

Es ist der Startschuss sowohl für die beginnende Talfahrt der Branche als auch für das Ende des Booms, trotz Nullzinspolitik. Der Peak ist hinter uns. Vielleicht auch der Startschuss für das Ende der Vormachtstellung der deutschen Automobilindustrie in der globalen Automobilwelt. Das sollte nicht nur und allzu sehr unter dem Aspekt der Eitelkeit gesehen werden, sondern viel mehr, dass diesem Land der Wohlstandsmotor ausgeht. Die Zeiten von lässiger Ausgabenpolitik im Sozialbereich ist damit vorbei. Ebenfalls das Problem vom Facharbeitermangel(!!!). Denn Heerscharen von ihnen (die nicht "fest im Sattel sitzen") werden arbeitslos werden und nach neuen Einkommensquellen aufgrund ehrlicher Arbeit suchen müssen. Wenn man dann immer noch den Zustrom von jährlich 200.000 Migranten akzeptiert, steckt der perfide Plan einer Umvolkung dahinter.

MIKE
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon MIKE » Mo 17. Jun 2019, 12:46

Arminius hat geschrieben:Wenn man dann immer noch den Zustrom von jährlich 200.000 Migranten akzeptiert, steckt der perfide Plan einer Umvolkung dahinter.

An diesem Plan hege ich nicht den geringsten Zweifel. Er wurde ja mehrfach öffentlich erklärt und wird derzeit ohne Abstriche praktiziert.

Mistral
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Mistral » Mo 17. Jun 2019, 13:26

Ich habe schon immer die Meinung vertreten, kriegt die Automobilindustrie den Schnupfen, bekommt unsere Region die Schwindsucht. Es sind ja nicht nur die Autobauer, die Zulieferer und Dienstleister wird es genauso hart treffen. Die weitere Entwicklung müssen wir abwarten, allerdings sehe ich der mit einigen Bauchschmerzen entgegen, wenn die derzeitige Marschrichtung sich nicht auf weniger radikale Einschnitte reduziert.

Das Video mit dem Gespräch zwischen dem grünen „Realpazifisten“ Franz Alt und KenFM habe ich mir in aller Ruhe angesehen. Vieles was Franz Alt sagt ist sicherlich richtig, allerdings auch sehr vieles graue Theorie. So ist er der Meinung, dass Millionen Menschen noch leben könnten, bzw. nicht umgebracht worden wären, wenn Heckler & Koch sein G3 nicht in alle Welt liefern würde. Ist der im Schwarzwald produzierende Waffenhersteller weltweit der einzige Hersteller von Gewehren? Gleiches auch beim Auto, durch den Verkehr sollen schon doppelt so viele Menschen ums Leben gekommen sein als im 2. Weltkrieg. Wie viele Menschen verdanken Fahrzeugen von Rettungsdiensten, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk etc. ihr Leben? 42% der bei uns erzeugten Energie wäre heute schon auf alternative Erzeugung zurückzuführen. Das mag stimmen, allerdings versäumt er zu sagen, wie viel davon verschenkt werden muss weil nur zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten im Überfluss vorhanden.

Selbstverständlich ist es wichtig sich weiter zu entwickeln, das hat die Menschheit immer schon getan, jedoch in vernünftigen Bahnen. Was bringt es eine sinnvolle Landwirtschaft anzumahnen, wenn gleichzeitig Monokulturen gefördert werden um damit Bio-Energie zu erzeugen. Dass Biosprit, mit Palmöl angereichert, irgendwo auf der Welt neue ökologische Wunden reißt, das müsste doch auch ein Herr Alt in seine philosophischen Überlegungen einbeziehen.

Wo es viel Sonnenschein gibt, gibt es auch viel Schatten. Das gilt für alle Lebensanschauungen, auch für die alternativen Theorien eines Herrn Alt, der übrigens eine Zuwanderung befürwortet.

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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Arminius » Mo 17. Jun 2019, 14:27

Franz Alt's Philosophie ist mir schlicht zu flach und eindimensional. Nicht zuletzt, weil sie die das Ritual des "Die Deutschen sind schuld an allem Schlechten auf der Welt" kultiviert. Egal ob in China ein Sack Reis umfällt und aufplatzt oder ob es der Klimawandel ist, es muss immer den Deutschen eine Mitschuld und einschlechtes Gewissen eingeredet werden. Wenn einer so mit einer Argumentation anfängt, hat er bei mir sofort verloren. Diesen Stuss höre ich mir nicht an.

Wenn die Firma Heckler&Koch nicht liefert, dann macht es eben die Konkurenz. Die Chinesen, Russen, Franzosen, Amerikaner, Italiener und Engländer
reiben sich schon die Hände und sabbern Speichel. Genauso im Automobilsektor. Da man dort den großen Vorsprung der Deutschen nie mehr einholen kann, muss man die gesamte Branche ausradieren und durch eine noch viel schlimmer umweltschädliche ersetzen. In der Rüstungsindustrie wird ein anderer Weg gegangen. Man fusioniert mit anderen europäischen "Partnern", um Projekte zu realisieren. Wie üblich lässt sich die deutsche Seite hier aber, nicht zuletzt wegen des im Unterbewusstsein verewigten schlechten Gewissens und einer Mitschuld an allem Schlimmen, über den Tisch ziehen. Sei es durch die Projektführung oder durch die Mehrheitsverhältnisse in einer eigens neu gegründeten Firma. Die deutschen ihr kostbarstes Gut, das Know How, und bekommen dafür den Platz am Katzentisch. Darin sind vor allem die Franzosen Meister. Ob es die Luftfahrt ist oder TGV versus ICE, in vielen Bereichen wird die Position Deutschlands bewußt und vorsätzlich unterminiert. Die Politik protegiert das sogar noch mit ihrer korrupten Ideologie

Hier, wenn es ums Kleinmachen Deutschland geht durch ihre EU-"Partner", hört man niemanden aus der Katastrophenregierung Merkels, der auf eine "europäische Lösung" wartet. Deutschland muss um jeden Preis niedergemacht, verdummt und demontiert werden. Der Bevölkerungsaustausch ist der einer der hierzu zählenden Schritte. Denn danach ist es dann auch mit den deutschen Tugenden, Anstand, Fleiß, Höflichkeit, Pünktlichkeit, Ordnung, Toleranz und Gerechtigkeit endgültig vorbei, wenn die Imame und Mullahs das Sagen bekommen.

MIKE
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon MIKE » Fr 21. Jun 2019, 05:31

Sinnlos und ungerecht.
Das Bevölkerungswachstum muss oft stolz als ein wesentliches Indiz für eine angeblich prosperierende Gemeinde herhalten.
Da wird gern mit Hilfe des Gesetzes und der Verwaltungsgerichte eine sinnlose Nachverdichtung unterstützt, die Unruhe
ins Revier bringt und eindeutig unwiderruflich Schaden anrichtet.

Beispiel Nelkenstraße im Mittelzentrum Bühl:

„Stoppt endlich den Flächenfraß“
„Hier entsteht ein Projekt der Ungerechtigkeit“

Hinweise auf Pappschilder, die einen Bauzaun im Stadtteil Kappelwindeck zieren. Hier soll ein Fünffamilienhaus gebaut werden, das den Nachbarn viel zu groß und zu wuchtig erscheint.
Sie beklagen: „Bühl hatte mal Flair. Jetzt entstehen überall nur noch Klötze.“

Das Verwaltungsgericht entscheidet sich regelmäßig gegen die Anwohner und für die Projektträger, weil die gesetzlichen Vorgaben angeblich kaum eine andere Möglichkeit offen lassen, obwohl in das Quartier mit seiner überwiegend kleinteiligen Bebauung mit zahlreichen Einfamilienhäusern aus den 1920er bis 1970er Jahren mit großen Gärten ohne einen gültigen Bebauungsplan keine Mehrfamilienhäuser passen.

Die Anwohner haben ihre Einsprüche in Erkenntnis des mangelnden Erfolges zurückgezogen.
Die Insekten und die Vögel auf dem 560 qm großen Gartengrundstück suchen Asyl in der Nachbarschaft. Die-Sauerstoffproduktion der Bäume und Sträucher wurde ersatzlos gestrichen und die Ruhe in der Nachbarschaft ist auch dahin.
So kommt nicht nur Wohnqualität unter die Räder, sondern werden auch die Belange der Menschen mißachtet.


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