Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Friedrich von Hayek
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Friedrich von Hayek » Mi 9. Okt 2019, 11:30

Dieses Kartenhaus der teuren Immobilien könnte ganz schnell ins Wanken und zum Einsturz kommen, wenn scharenweise Gutverdiener entlassen werden müssen und diese ihre Verpflichtungen gegenüber den Banken nicht mehr einhalten können. Der Markt lechzt nach einer deutlichen Korrektur und Konsolidierung.

Mistral
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Mistral » Mi 9. Okt 2019, 13:44

Ich kann für meine Behausung nur sagen, dass ich für unser Haus auf etwa € 2.200,00 pro Quadratmeter komme, wenn ich die Gebäudeversicherung auf den nutzbaren Raum umlege. Allerdings sind in der Versicherungssumme noch zwei nicht gerade kleine Einbauküchen und ein großzügiger Wintergarten enthalten, zuzüglich 4 Garagen, eine kleine Halle und Gartenhaus. Wer die Preise für solche Ein- und Anbauten kennt, der weiss was da noch zum normalen Wohnraum hinzu kommt. Was nicht im BT-Bericht erwähnt wird, ist die Größe der Grundstücke, die heute ja mehr Höhe als Länge und Breite haben.
Die derzeitigen Preise auf dem Immobilienmarkt sind überzogen und bedürfen einer Korrektur, die sich abzeichnet und von den Banken auch schon erkannt wurde.

Wer den Artikel unserer Heimatzeitung nicht kennt, hier ist er:

Bühler Immobilienpreise weiter im Steigflug

Gutachterausschuss legt neuen Marktbericht vor / Reihenhäuser und Eigentumswohnungen sind deutlich teurer geworden
Bühl (red) - Auch auf dem Bühler Immobilienmarkt bestimmt das knappe Angebot den Preis. Dieser werde zusätzlich beeinflusst durch Faktoren wie Zinspolitik und individuelle Präferenzen. So lauten die Kernaussagen, die sich aus dem neuen Immobilienmarktbericht 2019 ableiten lassen.

So verzeichnete die Geschäftsstelle des Bühler Gutachterausschusses 2017 und 2018 insgesamt 793 Kaufverträge mit einem Umsatz von 141 Millionen Euro. Gegenüber 2015/16 (807 Verträge) ging die Zahl der vorgelegten Verträge zwar leicht zurück, der Umsatz stieg jedoch um 2,6 Millionen Euro.

Der Gemeinsame Gutachterausschuss bei der Großen Kreisstadt Bühl unter Vorsitz von Eckhard Vandersee hat den aktuellen Blick auf das Marktgeschehen in Bühl jetzt beschlossen. Laut städtischer Mitteilung lag der mittlere Preis für ein weiterverkauftes Reihenhaus (Grundstücksgröße zwischen 185 und 260 Quadratmeter) 2015 bei 230000 Euro und stieg bis 2018 kontinuierlich auf 347000 Euro an. "Gegenüber 2012 musste rund 88 Prozent mehr für ein Einfamilienreihenhaus bezahlt werden", heißt es.

Auch bei weiterveräußerten Eigentumswohnungen seien massive Preissteigerungen zu verzeichnen. Wurden 2010 für eine 76-Quadratmeter-Wohnung noch 100000 Euro bezahlt, lag das Mittel für 2018 bei rund 160000 Euro. Für Neubauwohnungen waren 2017/18 im Schnitt 480 Euro mehr pro Quadratmeter gegenüber 2015/2016 zu entrichten, bei einer Preisspanne zwischen 2800 und knapp 4400 Euro.

Aus dem Immobilienbericht leitet der Gutachterausschuss erforderliche Daten für seine Wertermittlungen ab. "Die Ableitung des Liegenschaftszinssatzes und der Sachwertfaktoren aus dem örtlichen Markt ist besser als die Anwendung bundesweiter Daten, die oftmals nicht geeignet sind, mit hinreichender Sicherheit die Marktrealitäten und Marktbesonderheiten des lokalen Grundstücksmarkts abzubilden", erklärt Vandersee.

Per Fragebogen bittet der Gutachterausschuss neue Eigentümer um Auskünfte zu grundstücksrelevanten Aspekten, um die für Wertermittlungen erforderlichen Daten ableiten zu können. "Die Mitwirkung hilft uns enorm, unsere verlässliche Datenqualität auch in unwägbaren Immobilien-Zeiten aufrechtzuhalten und belastbare Marktdaten zur Verfügung zu stellen", so Vandersee.

Der Immobilienmarktbericht 2019 kann beim Gemeinsamen Gutachterausschuss gegen eine Gebühr erworben werden, (0 2 23) 95 70 760, E-Mail: gutachterausschuss@buehl.de.

Sten
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Sten » Mi 9. Okt 2019, 18:43

Schaue gerade SWR3. Preise Kampen/Sylt 30000 Euro/qm.
Dagegen sind die Preise in Bühl ein Schnäppchen.✌
LG Sten

Urbadener
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Urbadener » Do 10. Okt 2019, 14:58

Sehr interessanter Artikel zum Thema:

UBS: Immobilienblase in Deutschland – kein Wunder bei Money for Nothing
Alle Jahre wieder veröffentlicht die Schweizer Bank UBS ihre Analyse der weltweiten Immobilienmärkte: Highlight immer die Aussage zu den Blasenrisiken. Schon seit Jahren belegt dort München einen der Top-Plätze, nun ist es geschafft. München hat nach Auffassung der Bank das höchste Blasenrisiko. Spätestens, wenn die Welle an Arbeitsplatzverlusten über den Süden der Republik rollt, wenn also die Folgen von Rezession und mutwilliger Zerstörung der industriellen Basis unseres Wohlstandes richtig durchschlagen und das Märchen vom reichen Land endet, dürfte auch diese Blase platzen.
https://think-beyondtheobvious.com/stel ... r-nothing/

In diesem Jahr stehen wir vor dem Abgrund, im nächsten Jahr wollen wir einen großen Schritt nach vorne tun.

Immobilien: Risiko für Käufer immer größer – Vulkan brodelt immer stärker

Die große Sause bei Immobilien ist vorbei – so sagen es jüngst zumindest Wirtschaftsforscher. Der Abschwung hat begonnen, so jüngste Aussagen der „Experten“
https://finanzmarktwelt.de/immobilien-r ... er-143532/

Urbadener
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Urbadener » So 13. Okt 2019, 14:22

Nicht nur in Bühl, auch in anderen Orten unserer Republik werden sich die Immobilienpreise wieder normalisieren. Dazu eine Aussage von Bosch-Chef Volkmar Denner:

Vor allem die sinkende Nachfrage nach Dieselfahrzeugen werde aber zu einem spürbaren Personalabbau führen. Denner: »Wenn wir bei einem Dieseleinspritzsystem zehn Mitarbeiter beschäftigen, sind es bei einem Benzinsystem drei und bei einem Elektrofahrzeug nur noch einer

Mit Benteler und Bosch kündigen weitere Zulieferer Personalabbau an. Die Autokrise zieht Kreise.
https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Krei ... eht-Kreise

Die Transformation fordert Opfer und die bringen wir zur Rettung der Welt sehr gerne.

Nicht nur die CO2-Politik kostet Milliarden, auch in vielen anderen Bereichen werden Zig-Milliarden verschleudert, so dass normalerweise der Tatbestand der Veruntreuung hart erarbeiteten Steuergeldes erfüllt wird.

Wenn das so weitergeht endet es in der wirtschaftlichen Katastrophe, so Krall im Gespräch mit Michael Mross. Leider muss es offenbar erst mal schlechter werden, damit es wieder besser wird.

Die große Bereinigung dürfte mit dem erwarteten Finanzcrash einsetzen, den Krall gegen Ende 2020 erwartet.

https://www.mmnews.de/wirtschaft/132056 ... atastrophe

Arminius
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Arminius » So 13. Okt 2019, 21:32

Zitat aus der
Urbadener hat geschrieben:https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Krei ... eht-Kreise


"Der Automarkt entwickele sich derzeit aber sehr schwach, »deutlich schwächer, als wir alle noch vor einem Jahr gedacht haben«, sagte Denner. Es handele sich nicht um eine kurzfristige Delle, die schnell wieder aufgeholt werden könne. »Wir gehen in unserer Planung davon aus, dass die Automobilproduktion in den kommenden Jahren stagnieren wird, anders als in der Vergangenheit, als es fast immer aufwärts ging.«"

Ja was haben denn die sehr gut verdienenden Firmenchefs der Autozulieferindutrie gedacht, wie sich der Kunde in normalen Einkommensverhältnissen verhalten würde, wenn ein Auto das er kaufen soll binnen weniger Monate oder ein bis zwei Jahren als Umweltvernichter öffentlich an den Pranger gestellt, von den hysterischen Ökofaschisten verteufelt, angeklagt und angegriffen wird?

So schnell hat Otto Normalverbraucher kein Auto zusammengespart wie Chefs vom Kaliber Herrn Denners, der sich wohl alle drei Monate ein neues Auto leisten könnte. Normale Haushalte müssen ökonomisch rechnen und mit Geld umgehen, wenn ihre Familien überleben sollen. Aber das ist so von einer anderen Welt, dass sich Firmenchefs in solche banalen Niederungen menschlichen Lebens überhaupt nicht mehr hineindenken oder hineinversetzen können, genau wie das Berliner Politbüro. In deren Augen ist ein Auto für mehrere Zehntausend Euro bereits ein Wegwerfartikel wie ein Wegwerffototapparat. Ganz schön abgehoben diese beiden Spezies.

Arminius
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Arminius » So 13. Okt 2019, 21:46

Urbadener hat geschrieben:Nicht nur die CO2-Politik kostet Milliarden, auch in vielen anderen Bereichen werden Zig-Milliarden verschleudert, so dass normalerweise der Tatbestand der Veruntreuung hart erarbeiteten Steuergeldes erfüllt wird.


Eine mögliche Antwort ist unter dieser Adresse zu finden: https://gloria.tv/article/E6tqFPxRPB4Z6v4PNf3qMcCjF
Joschka Fischer, Bündnis90/Die Grünen:
„Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“

Soll das heißen, Hauptsache Deutschland samt seiner Gesellschaft ist bankrott? Der Verdacht liegt sehr nahe. Na dann wissen wir ja alle was das Berliner Politbüro anstrebt, das da vielversprechender Weise gelobt hat "das Wohl des deutschen Volkes zu mehren und Schaden von ihm fernzuhalten".
Die haben das alle falsch verstanden und haben nicht Obiges versprochen sondern sich versprochen.

MIKE
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon MIKE » Mo 14. Okt 2019, 18:12

Wenn ich den Turnschuhindianer richtig verstanden habe, dann meint er, dass wir alle zu viel UND UMSONST arbeiten/gearbeitet haben. Die Target
+40% dieser Summe etwa können wir in den Wind schreiben. Hätten die Deutschen gut daran getan, ihren Hobbies zu fröhnen. Da muss ich ihm Recht geben.

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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon Urbadener » Di 15. Okt 2019, 09:07

Wahrscheinlich hat Markus Krall Insiderwissen, über das die arbeitende Masse nicht verfügt, anders „konnte“ ich mir seine Festlegung auf den Zeitraum Ende 2020 für den bevorstehenden Finanzcrash nicht erklären. „Konnte“ aus dem Grund, weil ich bis gestern Abend den folgenden Artikel noch nicht gelesen hatte:

Europäische Bankenaufsicht gefährdet den Mittelstand
Die „Europäische Bankenaufsichtsbehörde“ (EBA) holt zum ultimativen Schlag gegen die Finanzierung der Mittelständler in Europa aus: Ab dem 1. Januar 2021 gelten verschärfte Leitlinien für die Beurteilung eines Kreditrisikos; in den verbleibenden rund 15 Monaten bis zu diesem Termin müssen die Banken diese Leitlinien entwickeln.
Im Klartext bedeutet dies Folgendes: Bei den geringsten Schwächeerscheinungen eines Unternehmens müssen die Kredite fällig gestellt und die Sicherheiten verwertet werden. Mit dieser Bürde geht die mittelständische Wirtschaft in die aktuelle Konjunkturflaute.

https://www.deutsche-mittelstands-nachr ... /10/95796/

So schnell kann sich der Wind drehen. Erst wurde mit Krediten – zur Ankurbelung der Wirtschaft – nur so rumgeschmissen, ab spätestens 1. Januar 2021 wird sich das wohl ins Gegenteil wandeln und diejenigen die risikofreudig investiert haben und nun mit Schwierigkeiten im allgemeinen Geschäftsbetrieb zu kämpfen haben, können deshalb massive Probleme erhalten. Erst trifft es die Unternehmen, danach die Arbeitnehmer.

Es ist davon auszugehen, dass die Banken bereits viel früher mit der Umsetzung der neuen EBA-Richtlinien beginnen und es als erstes die Zombie-Unternehmen trifft, daraus kann sich dann ein hübscher Dominoeffekt entwickeln, der uns schon bis Ende 2020 mit seinen Begleiterscheinungen beglücken wird. Daher ist es derzeit ratsam – auch als Privatmann – möglichst bestehende Verbindlichkeiten so weit als möglich abzutragen und vor allem neue Schulden zu vermeiden.

MIKE
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Re: Mittelzentren in Mittelbaden im Focus

Beitragvon MIKE » Di 15. Okt 2019, 11:39

Es riecht nach Morgenthau


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