Babo-Hochhaus Baden-Baden Turkish Airlines / Nashari Hotel

Urbadener
Beiträge: 1329
Registriert: Mo 18. Jan 2016, 06:16

Re: Babo-Hochhaus Baden-Baden Turkish Airlines / Nashari Hotel

Beitragvon Urbadener » Sa 9. Feb 2019, 12:59

Die Lage stellt sich nun so dar - und wird vom heutigen BT-Bericht auch bestätigt - wie sie hier im Forum ab dem ersten "hamo" Beitrag erwartet wurde. Wobei ich davon ausgehe, dass sich bestimmt keiner der Beitragsschreiber als Hellseher betrachtet, sondern nur gesunden Menschenverstand für sich beansprucht.

Die Entwicklung des BaBo-Hotel-Kongess-Projekts und noch weiterer Projekte in Baden-Baden und Umgebung sind keine bedauerlichen Einzelfälle, sondern haben schon Methode in unserer Region. Im Pressebericht wird noch auf weitere unvollendete bzw. nicht begonnene Hotelprojekte des türkischen Investors verwiesen, darunter eines in Herrenalb, das zu einem Phantasiepreis zum Verkauf stehen soll. Gerade Bad Herrenalb ist schon einmal einem Betrüger aufgesessen, der eine riesige Investition in diesem verschlafenen Schwarzwaldkurort tätigen wollte. Als Liquiditätsnachweis diente dem Scharlatan ein plump manipulierter Bankbeleg einer namhaften Schweizer Bank, um Gemeindeverwaltung und Gemeinderat für sich begeistern zu können. Das Internet vergisst nichts, darum verlinke ich zum besseren Verständnis einen Artikel über diesen geradezu köstlichen Schwabenstreich:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... f41ce.html

Inzwischen dürfte doch jeder einigermaßen normal denkende Bürger erkannt haben, wie die Geister von Verwaltungen und Gemeinderäten in unseren Kurorten ticken. Da wird nach jedem Strohhalm gegriffen, der das bevorstehende Ertrinken möglichst schnell verhindern soll, auch wenn dabei der gesunde Menschenverstand auf der Strecke bleibt.

Urbadener
Beiträge: 1329
Registriert: Mo 18. Jan 2016, 06:16

Re: Babo-Hochhaus Baden-Baden Turkish Airlines / Nashari Hotel

Beitragvon Urbadener » Mo 18. Feb 2019, 09:31

Es geht auf die Kommunalwahlen zu, daher sind das BaBo-Hochhaus und das neue Schloss für manche Stadtratsfraktionen wieder einige Gedanken wert, wie man den „goodnews“ am Freitag entnehmen konnte. Jetzt stellt sich nur die Frage, wird das immer noch sein wenn die Wahlen im Mai vorbei sind? Die Bürger von Baden-Baden haben es bis Mai in der Hand für genügend Druck zu sorgen, ansonsten sind wieder Jahre verloren und die Immobilien werden in dieser Zeit nicht besser und bestimmt auch nicht attraktiver.

Mistral
Beiträge: 1468
Registriert: Mi 20. Jan 2016, 11:14

Re: Babo-Hochhaus Baden-Baden Turkish Airlines / Nashari Hotel

Beitragvon Mistral » Di 30. Jul 2019, 12:07

Neben dem Babo gibt es auch noch die ewige Baustelle Neues Schloss. Dazu ein Artikel aus der heutigen Heimatzeitung:

"Sie hat ein blühendes Denkmal verwüstet"

Stadtrat und Makler Martin Ernst im Gespräch über den Verkauf des Neuen Schlosses und Käuferin Al Hassawi
Von Sarah Reith

Baden-Baden - Seit Jahren wabern in der Stadt die Gerüchte rund um den Verkauf des Neuen Schlosses und die damalige Rolle von Stadtrat und Immobilienmakler Martin Ernst (FBB). Nun hat Ernst davon genug: Im BT berichtet er von seiner Sicht auf die Ereignisse und verrät spannende Details, von der die Öffentlichkeit bisher noch nie gehört hat.

Hintergrund

"Man wirft mir immer vor, ich hätte gegen meinen Ehrenkodex als Makler verstoßen", ärgert sich Ernst über die Kritik, die im Zusammenhang mit dem Schloss-Verkauf immer wieder auch gegen ihn persönlich gerichtet wird. Er weist solche Vorwürfe weit von sich - und will mit Falschinformationen aufräumen. So habe zum Beispiel gar nicht der verstorbene Mubarak Al Hassawi das Gebäude seinerzeit gekauft, wie es erst kürzlich wieder von dessen Tochter Fawzia Al Hassawi behauptet wurde (wir berichteten). Käufer des Schlosses sei damals eine "Briefkastenfirma" gewesen, schon damals vertreten durch Fawzia al Hassawi.

Die Tochter eines kuwaitischen Kaufmanns - sie sei keine Prinzessin, wie häufig behauptet werde - sei es auch gewesen, die in sein Büro gekommen sei auf der Suche nach einer Bleibe für eine Großfamilie. "Sie war die Einzige, mit der ich ständig sprach", erinnert sich Ernst. Den Vater habe er nur ein einziges Mal gesehen - auch, wenn dieser als Familienoberhaupt sicher die endgültige Entscheidung über die Investition getroffen habe.

Mit der Tochter habe er damals zunächst, wie er es in solchen Fällen handhabe, einen Rundgang durch die Stadt gemacht. Von den Stufen vor dem Kurhaus aus habe sie das Schloss gesehen und ausgerufen: "What a wonderful castle!" Dann habe sie gefragt, ob man so etwas vielleicht auch kaufen könne. "Könnten Sie das denn?", habe er sie auf Englisch gefragt, und sie habe geantwortet, dass das sicherlich interessant wäre.

Also habe er einen Termin mit dem Markgrafen vereinbart. Dieser habe das Schloss verkaufen müssen, weil er es sich nicht mehr habe leisten können. Und Ernst wusste, dass wenige Monate zuvor der potenzielle Käufer abhandengekommen war: Die Althoff-Gruppe habe nach eingehender Prüfung 2003 die Option auf den Schloss-Kauf zurückgegeben, weil man zu der Erkenntnis gekommen war, dass sich ein Hotel dort nicht kostendeckend führen ließe. Er selbst habe seine Aufgabe als Makler erfüllt, betont Ernst. Er habe auch dem Vater von Fawzia Al Hassawi von der Aussage des Hoteliers Thomas Althoff berichtet, dass ein Luxushotel nicht machbar ist: "Er wusste, dass der beste Schlosshotelentwickler Deutschlands das abgelehnt hatte." Al Hassawi habe damals geantwortet, das sei ihm egal: "Then it's our private residence." (Dann ist es unsere Privatresidenz.)

Der Kauf kam zustande, und es wurde erst einmal ruhig, erinnert sich der Makler. Erst zehn Jahre später habe er aus der Zeitung erfahren, dass Al Hassawi aus dem für die Hotelnutzung genehmigten Stützbau im Schlosspark Wohnungen machen wollte. Er sei fassungslos gewesen: "Es kann doch nicht sein, dass wir uns so vorführen lassen." Schließlich habe der Denkmalschutz zur Bebauung des Parks seinerzeit nur "Ja" gesagt, um eine Hotelnutzung zu ermöglichen.

Er habe nicht schweigen wollen, die Initiative "Rettet das Neue Schloss" gegründet und Fachaufsichtsbeschwerde gegen die Genehmigung der teilweisen Wohnnutzung im Stützbau eingelegt. Allein die Fachaufsichtsbeschwerden hätten ihn mehr Geld gekostet, als er zehn Jahre zuvor als Provision von Al Hassawi für den Schloss-Verkauf erhalten habe, betont Ernst. Letztere habe 90000Euro betragen - drei Prozent der Kaufsumme von drei Millionen Euro.

Da er die Genehmigung der Wohnnutzung trotz allem nicht habe verhindern können, sei er zu dem Schluss gekommen, dass er nur etwas ändern könne, wenn er selbst im Gemeinderat sei. Also habe er 2014 die Freien Bürger für Baden-Baden (FBB) gegründet. Deren Einzug ins Stadtparlament habe die Verwaltungsspitze damals verhindern wollen - und Al Hassawi dafür instrumentalisiert: Nur zwei Tage vor der Wahl sei als großer Fortschritt in Bezug auf das Projekt bei einem Pressegespräch verkündet worden, dass ein Managementvertrag mit der renommierten Kette Hyatt abgeschlossen worden sei, diese das Hotel also betreiben wolle. Erst später habe sich herausgestellt, dass es nur einen Beratungsvertrag gab: Eine Hyatt-Tochtergesellschaft sollte prüfen, ob eine Hotelnutzung grundsätzlich machbar sei.

2017 versuchte Al Hassawi, eine reine Wohnnutzung im Park im Gemeinderat durchzusetzen, bekam dafür aber keine Mehrheit. Ernst stellte vor diesem Hintergrund im vergangenen Jahr einen Antrag, den Bebauungsplan für das Schloss ganz aufzuheben - und somit die Hotelnutzung ebenso wie die Parkbebauung endgültig zu den Akten zu legen. Denn: "Dass man da planen lässt, ist das Falscheste aller Signale", meint er. Zu seiner Überraschung wurde der Antrag aber mehrheitlich abgelehnt. Dabei könnte dadurch, so Ernsts Überzeugung, Bewegung in die Angelegenheit kommen: Wenn eine Wohnbebauung im Park nicht mehr möglich wäre, erläutert Ernst, werde das Schloss uninteressant für Investoren - was die Grundlage dafür sei, dass es einer für die Stadt sinnvollen Nutzung zugeführt werden könne. Denn solange es möglich sei, aus 4000 Quadratmetern Wohnungen zu machen, habe man einen ganz anderen Gesamtwert: Ein Bauträger zahle für den genehmigten Quadratmeter Wohnfläche in Baden-Baden bis zu 2000 Euro - in diesem Fall also acht Millionen, bevor irgendetwas gebaut sei. Der Wert des Schlosses selbst gehe dagegen inzwischen gegen Null: "Als sie es kaufte, war es ein echtes Juwel", erinnert sich Ernst. Das habe sich geändert, der Verfall sei erschreckend: "Sie hat ein blühendes Denkmal verwüstet."

Mistral
Beiträge: 1468
Registriert: Mi 20. Jan 2016, 11:14

Re: Babo-Hochhaus Baden-Baden Turkish Airlines / Nashari Hotel

Beitragvon Mistral » Mi 11. Sep 2019, 08:17

Wird ein neues blühendes Denkmal verwüstet? Baden-Baden hat davon ja einiges anzubieten.

"Europ"-Umbau: Investoren gesucht

Arbeiten ins Stocken geraten / Wegen gestiegener Baukosten werden Optionen geprüft

Baden-Baden - Die Unterbrechung der Arbeiten beim Um- und Erweiterungsbau des Europäischen Hofs (wir berichteten) soll nur vorübergehend sein. Benötigt werden allerdings Investoren, die hier möglichst bald einsteigen.

In der vergangenen Woche hatte die plötzliche Ruhe auf einer der größten Baustellen Baden-Badens und das Verschwinden der meisten der dort tätigen Bauarbeiter für große Verwunderung in der Stadt gesorgt. Noch beim Richtfest im vergangenen Januar hatte die hiesige Tourismus-Chefin Nora Waggershauser betont, dass ganz BadenBaden dem Abschluss des Umbaus des traditionsreichen Hotels, das zu den bekanntesten Adressen an der Oos gehört, "entgegenfiebert". Daher war man nun von einer zügigen Fertigstellung bis Ende des nächsten Jahres ausgegangen.

Bekannt ist allerdings aus, dass sich die massiv gestiegenen Preise in der Baubranche bei diesem Vorhaben sehr nachdrücklich bemerkbar machen. Ursprünglich war man einmal von einem Kostenrahmen von etwa 35 Millionen Euro ausgegangen, doch in diesem Jahr sprach der Schweizer Bauherr Martin Buchli bereits von "100 Millionen Euro und mehr".

Deshalb wurde jetzt offensichtlich die Notbremse gezogen. Dies zeigt die nach mehreren BT-Anfragen gestern eingegangene Stellungnahme der projektbegleitenden PR-Agentur aus Berlin. Darin heißt es, dass die Verantwortlichen derzeit "aufgrund der deutlichen gestiegenen Baukosten" verschiedene Optionen prüfen, um den Bau dann weiterzuführen. So würden bereits erste Gespräche mit potenziellen Investoren geführt, die beim Projekt Europäischer Hof einsteigen wollen.

Wann die erhofften Geldgeber mit im Boot sein sollen, wurde gestern nicht gesagt. Man sei aber zuversichtlich, "zeitnah" eine Lösung zu finden, damit der Umbau und die Erweiterung des Traditionshotels dann weitergeführt werden können.

Offen ist allerdings momentan, wie lange sich unter diesen neuen Rahmenbedingungen eine Fertigstellung des neuen "Europs" verzögern kann. Zu weiteren Details, so hieß es in der gestrigen Stellungnahme, gebe es derzeit keine Informationen.

Quelle BT vom 11.09.2019

Ursprünglich war man einmal von einem Kostenrahmen von etwa 35 Millionen Euro ausgegangen, doch in diesem Jahr sprach der Schweizer Bauherr Martin Buchli bereits von "100 Millionen Euro und mehr".
Tolle Leistung, die jeden Investor zum Jubeln bringt! Wer als Bauherr nicht rechnen kann, der wird das wohl auch nicht mehr lernen.

MIKE
Beiträge: 493
Registriert: Sa 30. Mär 2019, 16:36

Re: Babo-Hochhaus Baden-Baden Turkish Airlines / Nashari Hotel

Beitragvon MIKE » Mi 11. Sep 2019, 19:43

Diese Immobilien-Storys
sind nichts anderes als moderne Märchen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann …
Und sie leben alle noch und zwar gut und noch viel besser als vorher!

Das sind keine Hängepartien, was da die Heimatzeitungen und Gemeinderäte
der betroffenen Gebietskörperschaften den Noch-Lokalpolitik Freaks Glauben
machen wollen.

Urbadener
Beiträge: 1329
Registriert: Mo 18. Jan 2016, 06:16

Re: Babo-Hochhaus Baden-Baden Turkish Airlines / Nashari Hotel

Beitragvon Urbadener » Do 12. Sep 2019, 08:09

MIKE hat geschrieben:Das sind keine Hängepartien, was da die Heimatzeitungen und Gemeinderäte
der betroffenen Gebietskörperschaften den Noch-Lokalpolitik Freaks Glauben
machen wollen.

Darf ich dann diese besonderen Renovierungen als ultimativ lukratives Geschäftsmodell bezeichnen?

Da kauft ein Türke ein Hochhaus und verkündet vollmundig, dieses postmoderne Gebäude zu einem Schmuckstück umbauen zu wollen, bis er überraschend feststellt, dass das nicht so einfach ist. Pläne fehlen, der Denkmalschutz redet mit, die Kosten laufen davon. Gleiches Spiel beim neuen Schloss und entlang der Schwarzwald-Hochstraße, mit weiteren exotischen Investoren und nun zittert Baden-Baden auch noch im Zentrum der Stadt einem eidgenössischen Investor hinterher, dem völlig überraschend die finanziellen Mittel ausgehen und er deshalb weitere Kapitalanleger für sein aus dem Kostenrahmen gesprungenes Projekts finden muss. Wie viel Miete soll der Steigenberger-Konzern monatlich für solch ein Gebäude bezahlen, das in spätestens 20 Jahren wenigstens die Investitionen herein bekommen und etwas Kapitalertrag erwirtschaften haben soll? Rechnen wir doch mal kurz nach. 100 Millionen geteilt durch 240 Monate, ergibt jetzt schon einen Monatsmiete in Höhe von 416.666,67 Euro! Innerhalb 20 Jahren Betriebszeit fallen aber auch noch weitere Kosten für Instandhaltung und Renovierungen an. Das rechnet sich!! Der Europäische Hof wird bestimmt die nächste Immobilienstory der Superlative, Jürgen Schneider lässt schon mal vorsorglich schön grüßen.

Mistral
Beiträge: 1468
Registriert: Mi 20. Jan 2016, 11:14

Re: Babo-Hochhaus Baden-Baden Turkish Airlines / Nashari Hotel

Beitragvon Mistral » Di 17. Sep 2019, 14:27

Urbadener hat geschrieben:Der Europäische Hof wird bestimmt die nächste Immobilienstory der Superlative, Jürgen Schneider lässt schon mal vorsorglich schön grüßen.

Aus unserer heutigen Heimatzeitung:

"Europ": Geld benötigt

Verfahren gestartet
Baden-Baden (hez) - Nachdem die Arbeiten am Um- und Neubau des Hotels Europäischer Hof ("Europ") in Baden-Baden aufgrund der hohen Kosten und der ausgeschöpften Finanzmittel weitgehend gestoppt wurden, ist nun ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für die als Bauherr tätige Gesellschaft gestartet worden. Deren Geschäftsführung bleibt im Amt, wird aber von einem Sanierungsexperten unterstützt. Das Hauptziel ist es, einen neuen Investor ins Boot zu holen, um den Bau doch noch fertigzustellen. Entsprechende Gespräche darüber sind im Gange.



"Europ": Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestartet

Gericht gibt Antrag der als Bauherrin für den Umbau des Europäischen Hofs fungierenden Gesellschaft statt
Baden-Baden (hez) - Der Um- und Erweiterungsbau des Europäischen Hofs ("Europ") soll nun über ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung doch noch zu einem guten Ende gebracht werden. Ein entsprechender Antrag wurde gestern gerichtlich genehmigt.

Grund für den Antrag, dies wurde gestern in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, sind die deutlich gestiegenen Baukosten. "In dem Projekt steckt ausschließlich Geld aus eigenen Mitteln", erklärte Martin Buchli, Geschäftsführer der Europäische Hof, Immobilie 1 GmbH&Co. KG, die den Um- und Erweiterungsbau des Fünfsternehotels vornimmt. Die Arbeiten hatten 2015 begonnen, nach Fertigstellung sollen 120 Zimmer zur Verfügung stehen. Doch in der vorvergangenen Woche wurden die Arbeiten weitgehend gestoppt. Die vorhandenen Mittel, so Buchli, seien durch die Kostensteigerungen erschöpft.

Deshalb hat die Gesellschaft nun den Antrag auf ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt, die in der Insolvenzordnung als Möglichkeit eingeräumt wird. Damit, so heißt es in der Mitteilung, soll der "Investorenprozess" für die Hotelimmobilie in bester Lage beschleunigt werden. Erste Gespräche mit Interessenten seien bereits geführt worden. Wenn ein Investor gefunden ist, dann solle mit ihm der Bau "zügig fertiggestellt werden".

Bei dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wird Martin Buchli nun beraten von einem Team um den Sanierungsexperten Christopher Seagon. Er ist Partner der bundesweit tätigen Sozietät Wellensiek - eine Kanzlei, die auf die Bewältigung von Unternehmenskrisen und Sanierungen spezialisiert ist. Experte Seagon ließ gestern bekannt geben: "Der Antrag ist frühzeitig gestellt worden, um den eingeleiteten Investorenprozess zu beschleunigen." Konkretes könne man aber über die Gespräche noch nicht berichten.

Ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, so heißt es in der Mitteilung weiter, solle die Sanierungschancen von Unternehmen in der Krise steigern. Die Geschäftsführung bleibe im Amt und werde durch erfahrene Sanierungsexperten ergänzt beziehungsweise beraten, "um vor allem eine Gleichbehandlung der Gläubiger sicherzustellen und die Fortführung und Sanierung des Unternehmens in diesem Verfahrensstadium zu unterstützen".


Ein Insolvenzverfahren ist für den Investor immer gut, weil in solch einem Fall die Lieferanten und Handwerker die gelackmeierten sind. Der Fehlbetrag beläuft sich in der Rohbauphase schon auf fast 70 Millionen Euro, wie viel Geld bis zur Fertigstellung noch benötigt wird, das bleibt wohl das Geheimnis der Investoren. Ein dreifach hoch auf jeden Handwerker der in diesem Bau ohne Vorkasse arbeitet.

MIKE
Beiträge: 493
Registriert: Sa 30. Mär 2019, 16:36

Re: Babo-Hochhaus Baden-Baden Turkish Airlines / Nashari Hotel

Beitragvon MIKE » Mo 23. Sep 2019, 20:50

... und wer hat gewonnen?
siehe Cook.
Alles hat sein System.


Zurück zu „Baden-Badener Beobachtungen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast