Die Kontorverse ums gefragte Toilettenpapier

Arminius
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Die Kontorverse ums gefragte Toilettenpapier

Beitragvon Arminius » Di 17. Mär 2020, 23:40

Häufig wird man z. Zt. Zeuge von erregten Statements zu leeren Toilettenpapier Regalen. Immer wieder köstlich und humorvoll ist es zu erleben, mit wieviel Herzblut da Dinge in diese Bilder der leeren Regale hinein interpretiert wird. Da die Personen, die die Statements abgeben ja nicht tatsächlich vor Ort waren als das Regal geräumt wurde, wundert es mich immer wieder, wie diese Leute genau wissen, wie Einzelne dieses Regal oder diese Palette mit z. B. 50 Packungen Toilettenpapier durch hamstervolle Einkaufswagen leergeräumt haben. Dabei reichen hier lediglich 25 KundenInnen, von denen jeder 2 Packungen (haushaltsübliche Menge) mitgenommen haben. Das ist weit entfernt davon Hamsterei genannt werden zu dürfen.

Da wird ein Hamsterbild bemüht, das es oftmals gar nicht gibt, Ausnahmen/Einzelfälle, die die Regel bestätigen gibt es natürlich immer.

Aus neuer eigener Erfahrung kann ich vielleicht eine Erklärung für den erhöhten Toilettenverlauf bieten. In verschiedenen Medien wurden sowohl von Ärzten als auch von Laien empfohlen die tägliche Vitamin D 3 und K 2 Zufuhr durch Tabletteneinnahmen zu erhöhen. Dieser Kombination wird eine verbesserte Virusabwehr zugeschrieben. Man stellt sich also damit besser gegen das Corona-Virus in seiner Abwehr auf. Die Dosierungen gehen von
1.000 mg täglich über 4.000, 5.000 bis zu 10.000 am Tag. Ich habe mich für 1.000 mg am Tag entschieden in Form von 2 Kapseln zu jeweils 500 mg morgens und abends nach dem Essen. Leider bedingt die Einnahme dieses Nahrungsergänzungsmittels eine sehr stark erhöhte Verdauungstätigkeit von Magen/Darm, was natürlich zwangsläufig einen gesteigerten Verbrauch an Toilettenpapier verursacht.

Da die Infromationen, die mich via Youtube über die positiven Auswirkungen des Vitamin D 3 und K 2 erreicht haben, auch viele andere erreicht haben dürften, sollte zumindest ein gewisser Anteil der gesteigerten Nachfrage nach Toilettenpapier hinlänglich zu klären sein. Allemal, sollte es bei uns auch zu Ausgangssperren kommen, bei denen dann erst recht die Panik und Hysterie ausbricht.

Urbadener
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Re: Die Kontorverse ums gefragte Toilettenpapier

Beitragvon Urbadener » Mi 18. Mär 2020, 09:40

Es geht nicht nur ums Toilettenpapier, auch bei weiteren Hygieneartikel und Lebensmittel waren am Montag die Regale leer. Weitere Artikel des täglichen Gebrauchs, sind nur noch sehr begrenzt zu bekommen. Einzig bei Obst und Gemüse konnte ich noch ein ausreichendes Sortiment vorfinden, die Preise dafür waren aber recht ordentlich. Ein Blumenkohl für fast 3,00 Euro kann ich nicht als Schnäppchen bezeichnen.

Dazu schreibt die SZ:

Kunden, die Regale leer räumen und nur mit Mundschutz einkaufen, gehören momentan zum Alltag von Farina Kerekes. Die Kassiererin erzählt, was sie erleben muss und warum sie findet, dass viele sich "unsolidarisch verhalten".

"Mein Job ist systemrelevant"
Hamsterkäufe, gestresste Kunden, überarbeitete Angestellte: Was gerade im Einzelhandel passiere, nennt Farina Kerekes, 30, eine "Schande für die Gesellschaft". Kerekes arbeitet in einem Münchner Supermarkt. Sie und ihre Kollegen könnten die Regale kaum wieder auffüllen, schon werde ihnen Desinfektionsmittel, Seife oder Klopapier aus den Händen gerissen, erzählt die Einzelhandelskauffrau am Telefon.

Meine schlimmsten Befürchtungen sind übertroffen worden. Es ist noch viel schlimmer, als es in der letzten Woche war. Ich hatte das Gefühl, dass die Leute jetzt, wo die Schulen geschlossen wurden, noch panischer sind und noch mehr auf Vorrat kaufen. Das Klopapier, das wir am Montag geliefert bekommen haben, war innerhalb von 15 Minuten ausverkauft. Wir mussten es nicht einmal in das Regal stellen. Das wurde einfach von der Palette runtergenommen und war weg.

Es gibt die Kunden, die mit einem reden wollen: über die leeren Regale, warum die Leute so viel einkaufen. Und die Kunden, die passiv aggressiv auftreten und eine komische Grundstimmung mit in den Laden bringen. Die haben dann auch schon Gummihandschuhe und Atemschutz an.

Hat sich der Umgang mit Kunden verändert?

Wir können nicht mehr so serviceorientiert arbeiten. Einfach, weil wir nicht mehr hinterherkommen. Die Leute sind sehr hektisch, es ist, als wäre übermorgen Weihnachten. Alle, die noch entspannt waren, werden angesteckt. Ein Teufelskreis.

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/c ... spartandhp

Kunden mit Mundschutz habe ich nicht gesehen, die Einkaufswagen an den Kassen waren aber gut bestückt. Wahrscheinlich ist es in unserer Region noch nicht so schlimm wie in den Ballungszentren. Kann aber auch noch soweit kommen.


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