Bitcoin

Arminius
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Re: Bitcoin

Beitragvon Arminius » So 4. Feb 2018, 21:47

Der Notenbankdirektor, Herr Carl-Ludwig Tiele, macht auf den enormen Energieverbrauch der Bitcoin-Technologie aufmerksam. Er sieht die "ökonomischen und ökologischen Grenzen" dieser neuen Währung erreicht:

Zitat
"Allein die Abwicklung einer Transaktion im Bitcoin-Netzwerk verbraucht rund 427 Kilowattstunden", schrieb Thiele. "Diese Energiemenge reicht aus, um einen durchschnittlichen deutschen Vier-Personen-Haushalt für mehr als einen Monat mit Strom zu versorgen."

Damit liege der Stromverbrauch einer Bitcoin-Transaktion nach Schätzungen der Bundesbank rund 515.000 Mal über dem Niveau einer normalen Überweisung. "Aus ökonomischer und ökologischer Sicht haben Bitcoin ihre Grenzen erreicht", lautet das Fazit des Bundesbankers, "denn der Nutzen von Bitcoin als Transaktionsmittel steht in keinem vernünftigen Verhältnis zu den hohen Übertragungsgebühren und dem extrem hohen Stromverbrauch."

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bundesba ... 67329.html

Arminius
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Re: Bitcoin

Beitragvon Arminius » So 4. Feb 2018, 21:47

Der Notenbankdirektor, Herr Carl-Ludwig Tiele, macht auf den enormen Energieverbrauch der Bitcoin-Technologie aufmerksam. Er sieht die "ökonomischen und ökologischen Grenzen" dieser neuen Währung erreicht:

Zitat
"Allein die Abwicklung einer Transaktion im Bitcoin-Netzwerk verbraucht rund 427 Kilowattstunden", schrieb Thiele. "Diese Energiemenge reicht aus, um einen durchschnittlichen deutschen Vier-Personen-Haushalt für mehr als einen Monat mit Strom zu versorgen."

Damit liege der Stromverbrauch einer Bitcoin-Transaktion nach Schätzungen der Bundesbank rund 515.000 Mal über dem Niveau einer normalen Überweisung. "Aus ökonomischer und ökologischer Sicht haben Bitcoin ihre Grenzen erreicht", lautet das Fazit des Bundesbankers, "denn der Nutzen von Bitcoin als Transaktionsmittel steht in keinem vernünftigen Verhältnis zu den hohen Übertragungsgebühren und dem extrem hohen Stromverbrauch."

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bundesba ... 67329.html

Arminius
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Re: Bitcoin

Beitragvon Arminius » So 4. Feb 2018, 21:48

Der Notenbankdirektor, Herr Carl-Ludwig Tiele, macht auf den enormen Energieverbrauch der Bitcoin-Technologie aufmerksam. Er sieht die "ökonomischen und ökologischen Grenzen" dieser neuen Währung erreicht:

Zitat n-tv-Artikel
"Allein die Abwicklung einer Transaktion im Bitcoin-Netzwerk verbraucht rund 427 Kilowattstunden", schrieb Thiele. "Diese Energiemenge reicht aus, um einen durchschnittlichen deutschen Vier-Personen-Haushalt für mehr als einen Monat mit Strom zu versorgen."

Damit liege der Stromverbrauch einer Bitcoin-Transaktion nach Schätzungen der Bundesbank rund 515.000 Mal über dem Niveau einer normalen Überweisung. "Aus ökonomischer und ökologischer Sicht haben Bitcoin ihre Grenzen erreicht", lautet das Fazit des Bundesbankers, "denn der Nutzen von Bitcoin als Transaktionsmittel steht in keinem vernünftigen Verhältnis zu den hohen Übertragungsgebühren und dem extrem hohen Stromverbrauch."

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bundesba ... 67329.html

Urbadener
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Re: Bitcoin

Beitragvon Urbadener » Mo 5. Feb 2018, 13:51

Man braucht schon viel Optimismus, um bei der Kursentwicklung der Kryptowährung Bitcoin nicht an das langsame Erschlaffen einer gewaltigen Spekulationsblase zu denken. Und im Laufe des Tages entweicht weiter Luft aus dieser Blase.

Laut der Webseite Coinmarktcap verliert der Bitcoin zuletzt fast 12 Prozent an Wert und sinkt deutlich unter 8000 Dollar auf nur noch 7730 Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit November vergangenen Jahres. Im Hoch hatte er Mitte Dezember auf einigen Plattformen noch rund 20.000 Dollar gekostet.

Aber auch bei den Börsen sieht es nicht gerade lustig aus, der Dax hat heute schon wieder (aktuell 0,9% Minus) verloren, der DOW ist noch deutlicher im Minus (aktuell 2,0%). Kommen wir jetzt in die von vielen Experten prophezeite Korrekturphase?

Friedrich von Hayek
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Re: Bitcoin

Beitragvon Friedrich von Hayek » Mo 5. Feb 2018, 14:22

Sobald die Reglementierung staatlicherseits kommt, wird die Entromantisierung und Entzauberung des neuen Cybergeldes abgeschlossen sein.
Alleine der komplizierte, bräsige, energieaufwendige und unberechenbare Umgang mit der Währung werden verhindern, dass sie das Bargeldsystem ersetzt.
Bargeld ist Freiheit und Unabhängigkeit!

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Re: Bitcoin

Beitragvon Cornelius Scipio » Mo 5. Feb 2018, 20:08

Eine alte chinesische Weisheits sagt: " Ein Dummkopf und sein Geld werden schnell getrennt!"

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Re: Bitcoin

Beitragvon Urbadener » Di 6. Feb 2018, 14:43

Black Tuesday

Bitcoin nur noch bei 6.942 Dollar – seit gestern 788 Dollar minus.

Ein Überblick über die weiteren Kursstürze seit dem späten Montagabend (Stand 14.30 Uhr):

• Der Dow Jones Index erlitt mit minus 4,6 Prozent seinen größten Einbruch seit der Finanzkrise 2008. Er sackte zeitweise um 1600 Zähler ab – so viel wie nie zuvor an einem einzelnen Handelstag.
• Der Nikkei 225 verlor vorübergehend fast 7 Prozent und liegt bei minus 4,7 Prozent.
• Der Dax verlor bis am Nachmittag 2,4 Prozent.

Es wird gemunkelt, dass die Credit Swiss einen 500 Millionen Dollar Kursverlust eingefahren haben soll. Der Aktienkurs der Deutschen Bank rauscht in den Keller und auch die anderen europäischen Bankaktien geraten zunehmend unter Druck. Eine Billionen Dollar schwere Derivate-Bombe droht zu implodieren. Das kann noch eine sehr heiße Woche werden, darum freuen wir uns doch mit all den CEOs, die auf Kredit Aktien zurückgekauft hatten wie die Blöden, um EPS und Boni zu steigern. Die Bilanzen der Firmen werden bei einem Zinsanstieg desaströs aussehen. Auch die Ökonomen, Politiker und Statistikfälscher, die von Deflation und „Null-Inflation“ faselten, während der „Weiße Elefant“ im Raum eine Megainflation in fast allen Asset-Kategorien immer mächtiger wurde. Wir freuen uns auch auf all die mit Kredit finanzierten Business-Cases, die bei höheren Zinsen nur noch „winseln“ und eingehen werden. Und Tausende von Häuslebauern die 40-50% zu teuer gekauft haben und sich dafür verschuldeten, werden Blut kotzen und mit Ihnen die Banken, die Milliarden abschreiben werden müssen. Nach derzeitiger Lage der Dinge stehen wir wieder vor einem historischen Ereignis.

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Re: Bitcoin

Beitragvon Mistral » Mi 7. Feb 2018, 09:08

Urbadener hat geschrieben:Nach derzeitiger Lage der Dinge stehen wir wieder vor einem historischen Ereignis.

Es zeichnet sich schon seit längerer Zeit ab, dass es massive Korrekturen auf den Finanzmärkten geben wird. Allerdings ist der Zeitpunkt das große Geheimnis, weil immer noch genügend Geld erzeugt werde kann, mit dem das Unausweichliche noch etwas in die Zukunft geschoben werden kann.
Die wichtigsten Spieler im globalen Finanzcasino sind die Zentralbanken. Sie haben seit 2009 mehr als 15 Billionen Dollar ins System gepumpt und zu immer niedrigeren Zinsen vergeben, Staats- und Firmenanleihen sowie Aktien aufgekauft und Konzernleitungen ermöglicht, mit dem billigen Geld eigene Aktien zurückzukaufen und ihren Kurs so (zugunsten der Boni des Managements) in schwindelerregende Höhen zu treiben.
Auf diese Weise sind die Zentralbanken in den vergangenen Jahren zum Dreh- und Angelpunkt des Finanzsystems geworden. Sie allein entscheiden über die Zukunft der Märkte, und nicht wie früher das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage auf der Grundlage realwirtschaftlicher Daten.
Doch das Ganze ist ein Spiel auf Zeit, denn so wie jedes Medikament beim Menschen unerwünschte Folgen hat, bleibt auch die Kombination von Gelddrucken und Zinssenkungen durch die Zentralbanken nicht ohne Nebenwirkungen auf das Finanzsystem: Beide Maßnahmen zusammen erhöhen die Risiken, da immer mehr spekuliert wird, entwerten aber gleichzeitig das Geld und führen damit am Ende zwangsläufig in eine Inflation.
Niemand kann voraussagen, wie es in den kommenden Tagen weitergehen wird, doch die Zeichen stehen auf Sturm, denn die Zeiten, in denen wir leben, sind alles andere als normal. Deshalb ist das was wir in den letzten Tagen gesehen haben nur ein laues Lüftchen das wieder einschlafen kann. Wenn der Sturm losbricht werden die Aktienkurse mit einem Schlag in zweistelliger Prozentpotenz einbrechen.

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Re: Bitcoin

Beitragvon Urbadener » Mo 19. Feb 2018, 16:47

Max Otte: Mr. Market und die Bitcoin-Blase
Was uns ein Getränkeunternehmen über die Krypto-Manie verrät.

Bitcoin ist nur eine von vielen möglichen Anwendungen der Blockchain-Technologie. Bitcoin und Blockchain sind nicht dasselbe. Bitcoin ist keine Blockchain. Blockchain ist nicht Bitcoin. Bitcoin nutzt zwar die Blockchain-Innovation, um ein elektronisches Zahlungssystem zu betreiben, aber zu Bitcoin gehört noch mehr…
Es wird gezielt mit der Psychologie der Menschen gespielt. Anleger werden manipuliert, ihr oft irrationales Verhalten ausgenutzt. Das dafür vielleicht auffälligste Beispiel ist die Umbenennung von „The Long Island Iced Tea Corporation“ am 21. Dezember 2017 in „The Long Blockchain Corporation“.
Er roch das vermeintlich schnelle Geld und die Aktie des Unternehmens explodierte über Nacht förmlich. Der Kurs kletterte um 289 Prozent!

Der Trick funktioniert immer wieder, denn viele Anleger lassen sich von Techno-Sprache verblüffen, ohne dabei die Grundlagen zu verstehen oder einen Blick auf die fundamentalen Daten des entsprechenden Unternehmens zu werfen.

In der Behavioral Finance wird u.a. die sogenannte Verfügbarkeitsheuristik untersucht. Sie ist eine Faustregel, bei der Menschen die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses anhand dessen einschätzen, wie rasch sie sich an passende Beispiel erinnern. Sie übergewichten dabei die Wahrscheinlichkeit eines seltenen Ereignisses, wenn entweder Beispiele leicht abrufbar sind oder wenn es kurze Zeit vorher ein ähnliches, sehr publikumswirksames Ereignis gab.

Begriffe wie „Bitcoin” und „Blockchain“ sind aktuell omnipräsent in den Medien – genauso wie vor 20 Jahren „.com“. Kein Wunder also, das der Umbenennungstrick auch diesmal funktioniert.
https://aktienscreen.de/mr-market-und-d ... raet?idU=2

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Re: Bitcoin

Beitragvon Urbadener » Mo 5. Mär 2018, 07:54

Die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC hat in den letzten Tagen Dutzende Vorladungen und Fragebögen an verschiedenste Technologie-Start-ups versandt, die derzeit über sogenanntes Initial Coin Offerings (ICO) versuchen, Geld von unbedarften Anlegern einzusammeln. Die Securities and Exchange Commission will den Krypto-Unternehmern nun also endlich auf den Zahn fühlen.

Betrüger sind derzeit damit beschäftigt, sowohl den Markt für Kryptowährungen als auch die Blockchain-Technologie für ihre Zwecke einzuspannen. Die verwendeten Methoden sind jedoch so alt wie der Finanzmarkt selbst. In den ersten Wochen dieses Jahres 2018 haben windige Krypto-Start-ups über ICOs bereits mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Die Marke von 6,5 Milliarden US-Dollar aus dem letzten Jahr wird in diesem Jahr also sicherlich geknackt.

Die SEC will nun hart durchgreifen. Die Welt der unregulierten ICOs sei wie „der Wolf of Wall Street auf Steroiden“. Was hier passiert, sei schlimmer als alles was mit den „Pump And Dump“-Methoden aus den 80er-Jahren abgelaufen ist. Zunächst weckt man bei den Anlegern die große Gier und wenig später macht man sich mit dem gesamten Kapital schnell aus dem Staub.

Eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT), die in Kürze veröffentlicht werden soll, hat ergeben, dass betrügerische Unternehmer bisher rund 300 Millionen US-Dollar durch die Initial Coin Offerings eingenommen haben. Viel von ihnen sind, kurz nachdem die von den Anlegern transferierten Bitcoin- und Ether-Münzen (die beiden wichtigsten Tauschmittel im ICO-Business) in ihren Wallets gelandet waren, einfach verschwunden – auf Nimmerwiedersehen. Die ahnungslosen Anleger waren und sind die Leidtragenden.

Wer trotzdem den windigen Versprechungen der Bitcoinwerber vertraut, sollte sich nicht wundern wenn sich die erträumten Gewinne sehr schnell in reale Verluste wandeln.


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