Steht Europa/die Welt vor einer neuen großen Finanzkrise?

MIKE
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Re: Steht Europa/die Welt vor einer neuen großen Finanzkrise?

Beitragvon MIKE » Sa 11. Apr 2020, 06:10

Corona-Krise? – Der Finanzcrash ist da und es wird Geld verschenkt
Mit der Corona-Hysterie kann man eine Krise von hinten aufbauen und dann behaupten, man wäre nicht schuld daran. Der Finanzcrash ist schon da und alle Maßnahmen, die jetzt angeblich wegen des Virus ergriffen werden, zeigen auf, dass es in Wirklichkeit um den Finanzcrash geht – und keiner wille es wahrnehmen.
https://www.anderweltonline.com/klartex ... erschenkt/

Urbadener
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Re: Steht Europa/die Welt vor einer neuen großen Finanzkrise?

Beitragvon Urbadener » Sa 11. Apr 2020, 06:54

MIKE hat geschrieben:Der Finanzcrash ist da und es wird Geld verschenkt

Wer immer noch nicht ahnt, warum wir jetzt da stehen wo wir zwangsläufig stehen müssen, der sollte sich unbedingt folgenden Sketch anhören:

https://youtu.be/YyDtZpytutQ

Lacht bitte, wenn es zum Weinen nicht ganz reicht.

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Re: Steht Europa/die Welt vor einer neuen großen Finanzkrise?

Beitragvon Urbadener » So 3. Mai 2020, 07:33

Saudi-Arabien plant "schmerzhafte" Maßnahmen gegen Geldnot
Das Geld im einst im Geld schwimmenden Königreich Saudi-Arabien wir zunehmend knapper: Nun plant das islamisch-konservative Land sogar "strenge und schmerzhafte" Maßnahmen, um Haushaltslöcher in Milliardenhöhe infolge der Coronavirus-Pandemie zu stopfen, kündigte der Finanzminister des weltweit größten Öl-Exporteurs, Mohammed al-Dschadan, an. "Alle Optionen sind offen. Wir müssen die Ausgaben im Etat senken", sagte er. Vor wenigen Tagen hatte sein Ministerium bekannt gegeben, dass wegen gesunkener Ölpreise und der Corona-Krise im Haushalt rund neun Milliarden Dollar fehlen (rund 8,1 Milliarden Euro).

Kein Baum wächst in den Himmel.

MIKE
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Re: Steht Europa/die Welt vor einer neuen großen Finanzkrise?

Beitragvon MIKE » So 3. Mai 2020, 08:10

Urbadener hat geschrieben:Saudi-Arabien plant "schmerzhafte" Maßnahmen gegen Geldnot
D

Wer glaubt, dass es sich hier um ein Gejammer auf höchstem Niveau handelt, liegt wohl richtig.

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Re: Steht Europa/die Welt vor einer neuen großen Finanzkrise?

Beitragvon Mistral » So 3. Mai 2020, 11:37

Die Saudis, wie auch einige Emirate, erkaufen sich das Wohlwollen ihrer Untertanen mit großen sozialen Geschenken, die immer schwieriger zu erfüllen sind. Wenn man den Größenwahn und Prunk in diesen Ländern einmal gesehen hat, wird einem bewusst, dass das nicht zum Nulltarif zu finanzieren ist und enorme Fixkosten verursacht. Bricht der Rohölmarkt so brutal ein, wie jetzt geschehen, reißt das gewaltige Löcher.

Bestes Beispiel ist Bahrain, dem in absehbarer Zeit die Ölquelllen versiegen werden. Bei meinem letzten Besuch hat mich das Land an Spanien erinnert. Bauruinen wohin man schaute und eine vergammelte Infrastruktur. Nach der letzten Weltwirtschaftskrise 2008/2009 hat Bahrain die Kurve nicht mehr gekriegt. Genau das kann auch weiteren Ländern im mittleren Osten jetzt passieren. Ein ganz heißer Kandidat ist Dubai, dessen riesigen Investitionen in die Zukunft auf Sand gebaut sein können.

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Re: Steht Europa/die Welt vor einer neuen großen Finanzkrise?

Beitragvon Mistral » Sa 9. Mai 2020, 12:26

Dr. Markus Krall über die aktuelle wirtschaftliche Situation.

https://youtu.be/5SfYmOcDhos

Bitte anschnallen und nicht mehr wundern, es geht noch viel schneller bergab als wir glauben.

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Re: Steht Europa/die Welt vor einer neuen großen Finanzkrise?

Beitragvon Mistral » Sa 23. Mai 2020, 11:40

HERTZ hat in den USA und in Kanada Insolvenz angemeldet

Hertz ist einer der größten Leihwagenfirmen weltweit und vermietet Fahrzeuge unter anderem auch unter den Firmennamen Dollar und Thrifty. Hertz teilte mit, der Konzern habe sich mit seinen größten Gläubigern nicht auf eine langfristige Reduzierung der Zahlungen einigen können. Auch seien Hoffnungen auf eine Unterstützung der US-Regierung für Autovermieter zerschlagen worden.

Am 21. April hatte der mehr als 100 Jahre alte Mietwagen-Riese mit Sitz in Estero im US-Staat Florida bereits 10.000 Stellen in Nordamerika gestrichen, das entspricht 26,3 Prozent seiner weltweiten Stellen. Die internationalen Ableger von Hertz in Europa, Australien und Neuseeland sind den Angaben zufolge (noch) nicht betroffen.

Europa wird sich dieser Entwicklung wohl nicht entziehen können. Es sind nicht nur Geschäftsreisende die sich Fahrzeuge mieten, in den Urlaubszielen überwiegen Touristen. Kein Urlaub - kein Mietwagen, dafür den Parkplatz mit Leasingfahrzeugen belegt die jeden Monat Gebühren kosten. Dazu noch die gemieteten Stellplätze und Büros in den Flughäfen, zuzüglich das Personal für Wartung und Bewachung ergeben ordentliche Fixkosten. Eine Zeitbombe die unweigerlich explodieren wird.

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Re: Steht Europa/die Welt vor einer neuen großen Finanzkrise?

Beitragvon Urbadener » So 24. Mai 2020, 09:45

Mistral hat geschrieben:Ein ganz heißer Kandidat ist Dubai, dessen riesigen Investitionen in die Zukunft auf Sand gebaut sein können.

Böses Erwachen im Übermorgen-Land: Auf Dubai rollt eine Pleitewelle zu

Das Emirat Dubai hat sich eigentlich erfolgreich von der Ölabhängigkeit gelöst. Die Prunk-Metropole setzt stattdessen auf Tourismus und Handel. Doch trotz seiner diversifizierten Wirtschaft trifft die Corona-Krise Dubai besonders stark. Fast drei Viertel der Unternehmen dort rechnen mit der Pleite.

Der Anteil der Industrie an der Wirtschaft Dubais ist verschwindend gering. Während die gesamten Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gut 30 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts über die Ölindustrie erwirtschaften, macht die gesamte Förderindustrie - Gase und sonstiger Bergbau inklusive – im Teilstaat Dubai nur 1,6 Prozent aus, wie aus dem jüngsten Jahresbericht des Emirats hervorgeht.

Stattdessen setzt das Emirat seit Jahren auf den Handel, das Immobilien- und Baugewerbe, Logistik und Tourismus. Doch die diversifizierte Wirtschaft Dubais wird ausgerechnet in der Corona-Krise zur Achillesferse. Bestes Beispiel: Dubais Vorzeigeunternehmen Emirates. Die staatliche Airline verkündete in dieser Woche, bis zu 30.000 Stellen von insgesamt gut 105.000 Arbeitsplätzen abzubauen, also fast 30 Prozent der Belegschaft.

Doch nicht nur der bekannteste Konzern Dubais leidet derzeit massiv. Auch das zweite Standbein Dubais, der Tourismus und der damit verbundene Handel in der Metropole am persischen Golf, bricht zusammen. Wie das Börsenportal „CNBC“ unter Berufung auf eine Umfrage der Handelskammer Dubais berichtete, erwarten fast die Hälfte aller Hotels und Restaurants in der Stadt, im nächsten Monat Pleite zu gehen.

Allerdings hängt auch der Handel Dubais stark vom Tourismus ab. Und hier hat sich seit Beginn der Pandemie nichts geändert. So stehen die meisten Hotels leer und seit dem 24. März kam kein Passagierflug an, in dem nicht ausschließlich Einwohner der Vereinigten Arabischen Emirate an Bord waren, die wegen der Pandemie in ihr Land zurückkehrten.
https://www.focus.de/finanzen/boerse/ko ... 20645.html

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MIKE
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Re: Steht Europa/die Welt vor einer neuen großen Finanzkrise?

Beitragvon MIKE » So 24. Mai 2020, 10:33

Urbadener hat geschrieben:Die Prunk-Metropole setzt stattdessen auf Tourismus und Handel. Doch trotz seiner diversifizierten Wirtschaft trifft die Corona-Krise Dubai besonders stark. Fast drei Viertel der Unternehmen dort rechnen mit der Pleite. Der Anteil der Industrie an der Wirtschaft Dubais ist verschwindend gering. Während die gesamten Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gut 30 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts über die Ölindustrie erwirtschaften, macht die gesamte Förderindustrie - Gase und sonstiger Bergbau inklusive – im Teilstaat Dubai nur 1,6 Prozent aus, wie aus dem jüngsten Jahresbericht des Emirats hervorgeht.


Wusstest Du, dass in Dubai nur 10 bis 20 Prozent Einheimische wohnen?
Ist es überhaupt erwähnenswert, wen es trifft?

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Re: Steht Europa/die Welt vor einer neuen großen Finanzkrise?

Beitragvon Mistral » So 24. Mai 2020, 12:24

In den Emiraten, wie auch in Katar, wimmelt es nur so an Tagelöhner aus Ostasien. Haben die kein Einkommen mehr, sind die von heute auf morgen verschwunden und damit die Metro und Busse überflüssig, denn der kleine Teil an Einheimischen fährt mit Luxuskarossen durch die Gegend. Die Wartehäuschen an den Bushaltestellen in Dubai sind klimatisiert, wie auch die gesamten Metrostationen und die Übergänge über die Sheikh Zayed Road. Alleine dieser Teil der Infrastruktur frisst täglich ein Vermögen, kann dieser Service nicht mehr geboten werden, bleiben auch die normalen Touristen weg, was wiederum die Hotels und die riesigen Malls trifft und die sind nicht nur klimatisiert, die bieten Skilauf auf Kunstschnee und Eisflächen zum Schlittschuhlaufen und weitere Attraktionen wie ein riesiges Seewasseraquarium, in dem sich neben exotischen Fischen auch Taucher tummeln, die für die Technik und die Gesundheit der Tiere verantwortlich sind. Auch dieser Teil Dubais ist wahnsinnig energieintensiv. Da kann nicht mal für einige Tage oder Wochen der Stecker gezogen und die Wartung ausgesetzt werden.

Vor einigen Jahren wurde das internationalen Standard entsprechende Hafenterminal für Kreuzfahrtschiffe eingeweiht, schon seit Mitte März hat dort kein Passagierschiff mehr angelegt, das wiederum schädigt auch den massigen Taxiverkehr von und zum Flughafen oder in die Stadt. Nachdem nun auch noch der Flugverkehr ganz brutal eingebrochen ist, Dubai ist das wichtigste Verkehrskreuz Europa-Asien-Afrika, kann sehr schnell das Licht ausgehen. Dazu noch die unzähligen gigantischen Gebäude die im Bau sind und der Mammutausbau der gerade auf Eis - Sand wäre wohl der bessere Ausdruck - liegenden Modernisierung des Flughafens.

Dubai ist ein Disneyland für Erwachsene. Aber gerade die reichen Erwachsenen, die sich zum Beispiel einen Wohnsitz auf Palm Jumeirah leisten, sind sehr schnell weg, wenn das Umfeld nicht mehr stimmt. Geld ist ein scheues Wild. Das gilt nicht nur für die Superreichen, sondern auch für die unzähligen Handelsagenturen aus Europa, Asien und Amerika, die Niederlassungen in Dubai unterhalten. Man sollte sich nicht von der Fassade blenden lassen, denn Dubai stand schon einmal kurz vor dem Bankrott. Nur mit Hilfe des Nachbarn Abu Dhabi konnte der verhindert werden. Deshalb trägt das höchste Gebäude der Welt auch den Namen Chalifa bin Zayid Al Nahyan.


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