Meinungsfreiheit

HaMo
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Meinungsfreiheit

Beitragvon HaMo » So 16. Okt 2016, 16:47

Angeblich herrscht in Deutschland „Meinungsfreiheit“. Allerdings gibt noch einen anderen Grundsatz der dieser Meinungsfreiheit entschieden entgegensteht und zwar „Geld regiert die Welt“ oder volkstümlich ausgedrückt „wer zahlt schafft an“. Dieser Sachverhalt führt dazu, dass nicht nur im öffentlich rechtlichen Staatsfernsehen eine „von oben“ vorgegebene Meinung publiziert wird, sondern auch von der Presse und zwar unabhängig ob als Print- oder Online-Berichterstattung.
Bei den Fernseh- und Rundfunkanstalten entscheidet ohnehin die Politik wer welche gehobenen Positionen einnehmen darf und bei den Zeitungen wird (indirekt) durch Anzeigen- und/oder Interview-Boykott (siehe auch mibabs.de-Artikel „Baden-Baden Bezahlte Öffentliche Bekanntmachungen“ vom 11.Okt. ) Wohlverhalten erzwungen.

Ehrliche, nicht durch Geld manipulierbare Meinungen findet man meist nur noch in den Sozialen Medien auf den verschiedenen Foren, wie z.B. den Mittelbadischen Bürgerstimmen (www.mibabs.de).
Es dürfte dem aufgeklärten Leser nicht allzu schwer fallen, sich unter Berücksichtigung der oben bezeichneten Vorgänge selbst eine Meinung über die Neutralität der Berichterstattung zu bilden.

Hans Mohrmann, Baden-Baden

Friedrich von Hayek
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Re: Meinungsfreiheit

Beitragvon Friedrich von Hayek » Di 18. Okt 2016, 00:01

In der Tat tut man sehr gut daran sich stets bei jeder Meldung die Fragen zu stellen:
1. Wem nützt sie (cui bono)?
2. Welches Ziel könnte der (Chef-)Redakteur mit der Publikation verfolgen?
3. Lässt sich bzw. hat sich der (Chef-)Redakteur vor den Karren fremder Einflußnahme spannen lassen?
4. Ist das Medium korrumpierbar/wirtschaftlich abhängig von (Groß-)Kunden?

Geht man die heutigen Medien kritisch nach diesen Fragen durch, bleibt nicht viel übrig. Auf jedenfall dabei sind die Mittelbadischen Bürgerstimmen.

Urbadener
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Re: Meinungsfreiheit

Beitragvon Urbadener » Di 18. Okt 2016, 08:04

Ich habe einen Beitrag vom 04.05.2011 von Hartmut Bachmann gespeichert und der schreibt schon vor über 5 Jahren:

65 Monate Merkel. Und immer noch keine Reformen. Stattdessen der Bau von politischen "Schnellstraßen" in eine Ökodiktatur, gesteuert von Brüssel, um der neugrünen Kanzlerin die Arbeit abzunehmen.

Stetes Schüren von Angst vor Klimakatastrophe und Kernenergie hält die Untertanen auf Trab und in Zahlungslaune. Anstatt notwendigem Umbau treibt Merkel unser Land in immer größere Verschuldung, bis am Ende unsere Freiheit gänzlich verkauft wurde.

Merkel lieferte keine Reformen, aber eine gigantische Neuverschuldung für den Marsch des Staates in die Unfreiheit der Brüsseler Diktatur. 65 Monate Merkel. Es ist noch nicht Halbzeit. Noch weitere 77 Monate Merkel könnten uns ins Haus stehen. Sofern ihre Bekleidung noch grüner wird und/oder die CDU sie nicht vorher feuert. Da ist aber niemand mehr zum Feuern. Dafür sorgte sie seit 22.11.2005 in erfolgreicher Innen- und Personalpolitik.


Genau das hat Frau Merkel geschafft, sämtliche eventuellen Konkurrenten wurden weggebissen und damit eine Situation geschaffen, dass selbst eingefleischte CDU-Anhänger heute nicht wissen wer Angela Merkel einmal beerben könnte. Arme CDU – eine Partei mit über 440.000 Mitgliedern, die dank der hervorragenden Führung von Frau Merkel in den letzten 10 Jahren fast 130.000 ihrer Mitglieder verloren hat, kriegt außer Angela Merkel keinen weiteren ernstzunehmenden Kanzlerkandidaten gebacken. Was macht diese Partei aus ausgewachsenen Hanswursten, wenn Frau Merkel nicht mehr zur Verfügung steht?

Nach dem die CDU mit linken Thesen auf Linie getrimmt wurde, soll nun der Mehrheit des Volkes das gleiche Schicksal blühen. Dank Zwangsfinanzierung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten wurde eine Situation geschaffen, wie sie vor über 80 Jahren unsere Vorfahren mit dem Volksempfänger erleben durften. Gegen diese öffentlich-rechtliche Macht in unserem Lande wagt keine Lokalzeitung aufzumucken. Der Begriff „Einheitspresse“ hat somit seine Berechtigung und die Möglichkeit einer gesteuerten Gehirnwäsche beim normalen Nachrichtenkonsumenten.

Die freie Meinungsäußerung ist heute schon so beschnitten, dass nicht ins Merkel-System passende Leserbriefe an die Lokalzeitungen ohne Begründung nicht veröffentlicht werden. Daher ist es unerlässlich, auch wenn es ein schwerer und langwieriger Weg ist, dass lokale oder überregionale soziale Netzwerke kritischen Menschen eine Möglichkeit bieten, zu Wort zu kommen und Missstände an den Pranger zu stellen. Die Schar der unzufriedenen Bürger erhöht sich jeden Tag und wird in absehbarer Zeit die Mehrheit stellen.

Mistral
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Re: Meinungsfreiheit

Beitragvon Mistral » Mo 14. Nov 2016, 15:00

Der Widerstand gegen die zwangsfinanzierten Staatssender geht in eine neue Runde, so hat „Die Welt“ Henryk M. Broder eine Plattform geboten, gegen diesen Moloch der öffentlich rechtlichen Meinungsbildung vom Leder zu ziehen. Der von ihm verwendete Vergleich ist wieder einmal ein echter Henryk M. Border, der feststellt:

„Ich zahlte also jeden Monat die "Demokratiegebühr" von 17,50 Euro, auch wenn ich mir dabei vorkam, als würde ich beim Betreten eines Supermarktes abkassiert, unabhängig davon, ob und was ich kaufen möchte. Ich zahlte quasi für die Option, etwas kaufen zu dürfen. Ein Fernsehkonsument zahlt nicht für das, was er konsumiert hat, sondern dafür, was er hätte konsumieren können.“
Lesenswert: http://hd.welt.de/Panorama-edition/arti ... -mehr.html

Wie das Demokratieverständnis der Bediensteten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aussieht, ist dem nachstehenden Video zu entnehmen:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... ssen-.html

Demnach dürfen die Reporter dieser Anstalten alles, andere Leute haben das zu akzeptieren.
Die Frage nach der Meinungsfreiheit und vor allem nach der Meinungshoheit dürfte somit eindeutig geklärt sein.
ARD und ZDF müssen wir bezahlen, ob wir wollen oder nicht, während jedes Zeitungsabonnement gekündigt werden kann. Unter freier Marktwirtschaft verstehe ich etwas anderes.

Sten
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Re: Meinungsfreiheit

Beitragvon Sten » Di 15. Nov 2016, 17:10

Meinungsfreiheit? Die Schweizer zeigen wie es geht.

Nassim Nicholas Taleb - Die Wohlwissenden

Die Intellektuellen-Idioten sind nicht intelligent genug, um Intelligenz zu definieren, und kommen über Zirkelschlüsse nicht hinaus.
Der Intellektuellen-Idiot findet, dass die Menschen so handeln sollten, wie es am besten für sie ist, und natürlich weiss er da am besten Bescheid.
Der Intellektuellen-Idiot glaubt nach wie vor, die Absenz von Evidenz sei gleich der Evidenz von Absenz.

http://www.nzz.ch/feuilleton/aktuell/na ... -ld.128349

Inteleketuelle Idioten sagen uns was gut für uns ist!
Ich habe den Artikel gelesen, muss immer noch lachen.
LG Sten

Mistral
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Re: Meinungsfreiheit

Beitragvon Mistral » Mi 16. Nov 2016, 08:32

Hallo Sten,

ich habe den Artikel der NZZ gelesen – übrigens sehr treffend verfasst – und dabei ist mir sofort ein Intellektuelles-Protoweibchen in den Sinn gekommen:

Gesine Schwan

Dieser Frau ist die Charakterisierung völlig lückenlos auf den Leib geschrieben. Diese Dame liest sehr viel – vor allem Bücher – die sie nach ihrem Dafürhalten auch versteht, allerdings nur in dem Blickwinkel der ihr möglich ist. Und der geht in der Praxis komplett an der Realität vorbei.

Urbadener
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Re: Meinungsfreiheit

Beitragvon Urbadener » Mi 16. Nov 2016, 09:07

Gesine Schwan? Solch eine Linke überrascht mich immer wieder mit ihrer Toleranz, Meinungs- und Redefreiheit und ihrem unerreichten Demokratieverständnis. Zum Glück gibt es solche moralischen Herrenmenschen, die mir bei jeder sich bietenden Gelegenheit sagen wollen, wie ich mich politisch korrekt verhalten, denken und handeln soll. Dank solchen Linken weiss ich jetzt sogar wie man politisch korrekt pisst ohne Frauen dabei zu diskriminieren. Solche Typen interessiert es nicht, wenn Dank ihrer Gutmenschlichkeit die restliche Welt vor die Hunde geht, Hauptsache alle Minderheiten und Gummibärchen bekommen all das was sie wollen. Ach bin ich froh, dass solche soziale Gerechtigkeitskrieger unsere Gesellschaft bereichern.

Sten
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Re: Meinungsfreiheit

Beitragvon Sten » Fr 18. Nov 2016, 17:28

Obama und Merkel - das Internet ist schuld

"Wegen dem Internet und der Kommunikation, ist der Zusammenstoss der Kulturen viel direkter", sagte Obama während der Pressekonferenz. "Die Menschen fühlen, glaube ich, weniger sicher über ihre Identität. Weniger gewiss über ihre wirtschaftliche Sicherheit."

"Die Digitalisierung ist eine störende Kraft, eine störende technologische Kraft, die tiefgreifende Veränderungen bringt, die Gesellschaft umkrempelt", fügte Merke hinzu.

Sie verglich das Internet mit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert, und die Konsequenzen, die es in den europäischen Ländern verursachte.

Das Internet hat die gleiche Wirkung und das bedauern die da oben!

Merkel sagte: "Es hat etwas gedauert, bis die Gesellschaft lernte, die richtigen Massnahmen zu finden, um dies einzudämmen, zu kontrollieren und zu steuern."


Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Obama und Merkel - das Internet ist schuld http://alles-schallundrauch.blogspot.co ... z4QNkwCsjr

Lesen und Schreiben können wird wohl auch bald verboten.
LG Sten

Mistral
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Re: Meinungsfreiheit

Beitragvon Mistral » So 20. Nov 2016, 15:22

Natürlich trägt das Internet durch seine weltweite Vernetzung eine Teilschuld, wenn immer mehr Menschen den Medien nicht mehr vertrauen und daher im Netz nach Informationen suchen, welche die allgemein verbreiteten Nachrichten bestätigen oder widerlegen.

Dass das so ist, daran trägt insbesondere die gesamte Einheitspresse die alleinige Schuld, weil sie einstimmig Loblieder auf Vorfälle und Vorgänge singt, die in Konkurrenz zur normalen und logischen menschlichen Wahrnehmung stehen. Gerade weil das so ist, wird dem kritischen Bürger unterschwellig ein gewisses Maß an Unwissenheit unterstellt, aus der resultiert werden soll, dass der normale Mensch hochkomplizierte und komplexe Entscheidungen nicht verstehen kann, weil er einfach zu dumm dafür ist. Gewürzt wird das komplette Medienspektakel durch eine lückenhafte und das Negative vermeidende Formulierung, mit der Begründung: den dummen Bürger nicht beunruhigen zu wollen. Ausgenommen sind natürlich die Meldungen, mit denen Stimmung gemacht werden soll. Solche Meldungen haben keine Lücken, sondern glänzen durch ein Übermaß an zweifelhaften Ergänzungen, wichtigen Kommentaren von sich selbst als wichtig bezeichnenden Kommentatoren. Die Menschheit muss doch mit allen legalen und illegalen Mitteln sensibilisiert werden.

Natürlich ist die Mehrheit der Bürger desinteressiert und ein großer Teil davon wahrscheinlich auch zu dumm, gewisse Verflechtungen und Verwerfungen zu erkennen. Aber gerade der andere Teil der Bevölkerung, der die Meldungen und Zusammenhänge versteht und auch intellektuell verarbeiten kann, kommt sich dadurch immer mehr verdummt vor. Die Berichterstattung über den Wahlkampf in den USA ist als Paradebeispiel dafür zu nennen, wie auf übelste Weise die europäische Bevölkerung manipuliert worden ist. Damit ist auch die Enttäuschung der vielen Systemmedienabhängigen Menschen zu erklären, warum der böse Trump und nicht die gute Clinton von den Amerikanern gewählt wurde. Für Internetnutzer war es dagegen keine Überraschung, weil diese neben den Schönwettermeldungen der Tagespresse auch die nicht genehmen internationalen Meldungen verfolgt haben. Und gerade diese informierten Leute sind dem politischen Etablissement ein Dorn im Auge, weil sie mit einfachen Worten auch weniger interessierten Mitmenschen (wenn die das überhaupt hören wollen) viele Zusammenhänge verständlich erklären können.

Ohne die Erfindung von Johannes Gutenberg, das geschriebene Wort zu vervielfältigen, hätten wir mehrheitlich Analphabeten auf dieser Welt. Ohne das Internet fast ausschließlich Globalisierungsverlierer. Denn www. steht nicht für Weck-Wurscht-Woi – sondern für world-wide-web. Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte das weltweite Netz daher auch ganz gezielt nutzen.

Sten
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Re: Meinungsfreiheit

Beitragvon Sten » So 20. Nov 2016, 16:45

Mistral hat geschrieben:Dass das so ist, daran trägt insbesondere die gesamte Einheitspresse die alleinige Schuld, weil sie einstimmig Loblieder auf Vorfälle und Vorgänge singt, die in Konkurrenz zur normalen und logischen menschlichen Wahrnehmung stehen.

Deutschlandradio Kultur: Okay, dann nehme ich mal eine deutsche Zahl. Die bezieht sich jetzt auf die Medien. Ich glaube, ungefähr vierzig Prozent aller Befragten meinen, dass die Medien in Deutschland von der Bundesregierung gesagt bekommen, was und worüber sie schreiben oder berichten sollen.

Herfried Münkler: Ja, gar keine Frage. Da ist in den letzten Jahrzehnten, muss man, glaube ich, sagen, eine Menge schief gelaufen. Nun ist die Katastrophe des NS mit dem Kriegsende ja auch schon mehr als siebzig Jahre her. Das heißt sozusagen, sie verliert an Präsenz in unserer Wahrnehmung von Strukturen. Man kann freilich sagen, die bundesdeutsche Bevölkerung hat im Vergleich mit anderen europäischen Bevölkerungen eine sehr hohe Populismusresistenz aufgewiesen die ganze Zeit. Aber das hält natürlich nicht auf Dauer. Und politische Erziehungs- oder man sagt vielleicht etwas schicker politische Bildungsprozesse müssen auch immer wieder neu aufgelegt und durchgeführt werden. Also, das ist nicht so leicht.

http://www.deutschlandradiokultur.de/po ... _id=371845

Alles nicht tragisch, nur eine Meng ist schief gelaufen.
Nach 70 Jahren haben wir darum wieder NS-Verhältnisse.
Ich halts im Kopf nicht aus, heute schimpfen linke Nazis über rechte Nazis.
LG Sten


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