Krisenvorsorge

Friedrich von Hayek
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Re: Krisenvorsorge

Beitragvon Friedrich von Hayek » Fr 17. Jan 2020, 12:24

"Schweden verhängt Bargeld-Erlass über Banken" (Fonds professionell news)

Das lässt mich schon aufhorchen, wo doch gerade die Schweden treibende Kraft und Vorreiter im Bestreben der Bargeldlosigkeit sind.
Es treibt mich die Frage um, welche Gründe treibt die schwedische Regierung zu dem obigen Erlass? Was weiß oder sieht die schwedische Regierung da auf das Land zukommen. Gerade Schweden, das mit fast 55 % Ökostrom an der Spitze liegt, sollte sehr vorausschauend und nachhaltig mit einer berechenbaren Stromversorgung umgehen. In Deutschland hat der Ökostromanteil von 2018 mit 39 % auf in 2019 44 % zugenommen, Tendenz steigend. Durch das Abschalten von AKWs und Kohlekraftwerken wird die Stromversorgung in Deutschland immer fragiler und unberechenbarer. Von großflächigen und langwierigen Stromausfällen wird bereits auf alternativen Informationsquellen gewarnt.

Einen solchen Aufruf zur Notversorgung mit kleinen Bargeldeinheiten sollte auch unsere Politclown Truppe in Berlin beherzigen. Ich bitte Sie Ihr Hauptaugenmerk auf den letzten Absatz zu legen.

Hier der Text:
Schweden verhängt Bargeld-Erlass über Banken
Schweden befindet sich schon längere Zeit auf dem Weg in eine bargeldlose Wirtschaft. Doch nun zeigt sich, dass auch die Skandinavier nicht völlig auf Scheine und Münzen verzichten möchten.

Wenn von einem Vorzeigeland in Sachen bargeldlosem Zahlungsverkehr die Rede ist, dann kann es sich eigentlich nur um Schweden handeln. Im Vorjahr wurden in den ersten sechs Monaten umgerechnet lediglich rund 3,7 Milliarden Euro an schwedischen Geldautomaten bezogen – ein Rückgang von zehn Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode, berichtet die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ). Die in Umlauf befindlichen Barmittel entsprechen nur rund einem Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung, gegenüber etwa zehn Prozent in der Euro-Zone.

Doch so ganz ohne Bargeld wollen auch die Skandinavier nicht auskommen, wie ihre jüngsten "Cash-Initiativen" zeigen. Erst Mitte Mai sorgte die Regierungsorganisation Swedish Civil Contingencies Agency mit einem Schreiben an jeden Haushalt für einiges Aufsehen, in dem die Bürger aufgefordert wurden "Bargeld in kleinen Stückelungen" beiseite zu legen, falls es zu Notsituationen kommt.

Garantie für Minimalniveau von Bargeld-Dienstleistungen
Und nun macht sich auch das schwedische Parlament für Bargeld stark. Es reagierte auf einen Zeitungsbericht, wonach in der mittelschwedischen Stadt Sundsvall für die rund 50.000 Einwohner nur noch einige wenige Bankschalter für Bargeschäfte zur Verfügung stehen. Daraufhin befand das Parlament, dass zumindest den Großbanken mit breiter landesweiter Präsenz durchaus zugemutet werden könne, ein gewisses Minimalniveau von Bargeld-Dienstleistungen zu garantieren, schreibt die NZZ. In der Begründung für das Gesetz heißt es, im Jahr 2017 habe es für 64.000 Personen keinen Geldautomaten im Umkreis von 20 Kilometern gegeben. Solche Verhältnisse findet man vor allem in den dünn besiedelten Gebieten der nördlichen Hälfte Schwedens vor, wo prozentuell auch die meisten "digital Isolierten" wohnen, also jene, die noch Bargeld verwenden.

Hinter den schwedischen Initiativen steckt die Sorge, dass es im Fall einer schweren Krise – beispielsweise wegen Terrorismus oder Cyberangriffen – zu einem Zusammenbruch der Stromversorgung oder des Mobilfunknetzes kommen könnte. Denn dann wäre auch Schluss mit jeglichem Zahlungsverkehr. (mb)
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Es mache sich jeder seinen eigenen Reim darauf.

MIKE
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Re: Krisenvorsorge

Beitragvon MIKE » Sa 15. Feb 2020, 10:09

In der Nacht vom 11.02.2020 auf den 12.02.2020 ist laut Weltwoche in der gesamten Schweiz das Telefonnetz einschließlich aller Notrufe ausgefallen.
Die Schweizer sollen mit der Swisscom unzufrieden sein.

Mistral
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Re: Krisenvorsorge

Beitragvon Mistral » Do 5. Mär 2020, 15:47

Im Focus habe ich heute folgenden Artikel gelesen:

Risikoforscher über Corona-Angst
Was im Kopf von Hamsterkäufern passiert - und warum das Verhalten infektiös ist

Selbst wenn es noch keine kollektive Bedrohungslage gibt, führe die Tatsache, dass das Virus gerade Gesprächsthema Nummer eins sei, zu einer großen Unsicherheit in der Bevölkerung. Gerade in solchen Fällen neige der Mensch dazu, in drei verschiedene Grundreaktionsweisen zu verfallen:

• sich tot stellen
• flüchten
• kämpfen

Im Bezug auf Corona heißt das laut Renn: Typ eins sitzt die Corona-Gefahr einfach aus, ohne groß etwas zu unternehmen; Typ zwei flieht vor der Gefahr, indem er sich beispielsweise nicht unter Menschenmengen begibt und alle Reisen absagt; Typ drei dagegen kämpft gegen die Gefahr an, indem er sich mit Desinfektionsmittel, Atemschutzmasken und Lebensmitteln eindeckt und sich so der Gefahr entgegenstellt - sie sind also die Hamsterkäufer.

https://www.focus.de/gesundheit/ratgebe ... 25658.html

Leider hat der gute Mann Typ 4 vergessen und das sind die Menschen, die eine ganz normale Haushaltsführung haben und sich deshalb nicht tot stellen, flüchten oder sogar kämpfen müssen.

Dazu meine heutigen Erfahrungen:

Das Wetter soll über das Wochenende nicht gerade prickelnd werden, daher habe ich mir vorgenommen, diese Tage zum Brotbacken zu nutzen. Leider hatten wir keine frische Hefe mehr im Hause, die vorrätige Trockenhefe nehme ich nur im Notfall, deshalb gingen wir notgedrungen einkaufen. Beim ersten Discounter gab es keine Hefewürfel. Das hatte ich bisher noch nie erlebt. Ich habe mich im immer noch gut sortierten Geschäft umgeschaut und bemerkt, die 3,5% H-Milch fehlt, bei Nudeln, Reis und Konserven war das Angebot sehr übersichtlich. Toilettenpapier und Papierwischtücher waren wieder vorhanden. Ein ähnliches Bild beim zweiten Discounter, allerdings bekam ich dort meine Hefe und auch sonst haben wir alles erhalten was wir auf unserem normalen Einkaufszettel hatten. Wir waren nicht hamstern, sondern ganz normal einkaufen.

Wer sich in den letzten Jahren auch nur oberflächlich mit Politik, Wirtschaft und Finanzen beschäftigt hat, für den sind Vorräte zur Überbrückung gewisser Lücken eine Selbstverständlichkeit. Und wenn man in der Vergangenheit von bestimmten Lebensmitteln und Hygieneartikel etwas mehr als man brauchte mitgenommen hat, dann kommt da schon ein ansehnlicher Vorrat zusammen. Wer nur auf Kante genäht durchs Leben wandelt, seine Getränke für den täglichen Gebrauch im Sixpack an der Tanke kauft und sich auch sonst nur mit Döner, Pizza & Co. ernährt, der hat in solchen Hamsterzeiten schlechte Karten, weil er bemerkt, dass das vorhandene Fastfood nur bis Übermorgen reicht. Darum wird eingekauft was das Zeug hält, auch wenn davon die Hälfte auf dem Müll landet. Hauptsache es ist etwas im Haus, auch wenn man damit nichts anzufangen weiß. Was werden wir wohl für Szenarien erleben wenn der Laden richtig kollabiert und die Lieferketten über einen längeren Zeitraum nicht mehr funktionieren?

Diese Frage kann ich nicht vollumfänglich beantworten, möchte jedoch über meine heutigen Erlebnisse an den Kassen berichten. Da wurden selbst Kleinstbeträge überwiegend mit Karte bezahlt. Für mich ein Beweis dafür, dass der Bargeldvorrat in den meisten Haushalten genauso kümmerlich ist, wie der Vorrat an Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Funktionieren die Karten nicht mehr, wird es zusätzlich noch ein Hauen und Stechen ums Bargeld geben. Das ist heute schon absehbar.

MIKE
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Re: Krisenvorsorge

Beitragvon MIKE » Fr 6. Mär 2020, 09:36

Je nach Region scheint die Versorgung offensichtlich sehr unterschiedlich zu sein. In Sinzheim gibt es Real, Penny und ALDI für rund 12 000 Einwohner.
Zum Real fahren außerdem noch viele Leute aus der näheren Umgebung wie Hügelsheim, Baden-Baden usw.. Hefe, Milch (außer Frischmilch) Toilettenpapier und vieles andere mehr: Fehlanzeige - und dies seit Tagen. Zahlung mit Karten - eine Katastrophe.
Wohl dem, der wie Mistral schreibt, regelmäßig sein Vorratslager pflegt und mal ein bisschen denkt. Das Gehirn ist keine Seife. Es wird nicht weniger, wenn man es benutzt. (Lisa Fitz).

Cornelius Scipio
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Re: Krisenvorsorge

Beitragvon Cornelius Scipio » Sa 7. Mär 2020, 01:53

Ich verweigere mich in den zur Verfügung gestellten beiden Schwarz-Weiß-Modellen zu denken, also Hamsterer und Nicht-Hamsterer.
Persönlich schätze ich es nicht, wenn allwöchentlich wiederkehrend die Notwendigkeit entsteht einen oder zwei Six-Packs Mineralwasser zu besorgen und das Woche für Woche bei jedem Wetter. Deshalb habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, dass ich an mir gelegenen Tagen große Mengen besorge, und das nicht nur weil es gerade Corona-Virus-Zeit ist, sondern immer. Da fahre ich nicht wegen 12 oder 15 Litern Mineralwasser in der Gegend herum, sondern da hole ich mir 150 l, bei einem Sonderangebot auch mal 250 oder 300 l. Auch Toilettenpapier hole ich 10er oder 15er Packungsweise. Auch Tempotaschentücher werden in 4 oder 6 Packungen eingekauft. Es können auch mal 10 sein, wenn Erkältungszeit ist. Milch wird nicht in einzelnen Tetra-Packs gekauft sondern ebenfalls in mehreren Packungen.

Das gewährleistet, dass man einige Wochen lang von diesem Wiederbeschaffungszwang befreit ist. Wenn die Bestände unter meine Meldegrenze fallen gibt es wieder Nachschub. Und das passiert ganz unbabhängig vom Corona-Virus.

Bei ordentlicher Vorratshaltung kann man dann auch ein-, zwei-oder mehrmals auf den Einkauf verzichten und muss nicht Einkaufen gehen, wenn die Leute hysterisch, üanisch, gereizt oder aggressiv sind. Verschärfen wird es sich, wenn noch Stromausfall dazukommt und Kartenzahlungen nicht mehr möglich sind. Die Leute werden trotzdem die lebensnotwendigen Nahrungsmittel dringend brauchen, aber, da eine korrekte Bezahlung via Karte nichtabgewickelt werden kann, die Leute auf den Kauf werden verzichten müssen. Das ist dann der Zeitpunkt, wo sich die Leute nehmen was sie brauchen und mehr, ohne zu bezahlen. Also Plünderungen! Die Polizei wird mit solchen Ereignissen überfordert sein. Es ist die Zeit, wo das Militär oder paramilitärische Einheiten zum Einsatz kommen werden. Hier fehlt in Deutschland noch eine Institution die Nationalgarde, wie sie in den USA zum Einsatz kommt.

Vorgestern:
Eine Verwandte berichtete, dass sie schräg angeschaut wurde, weil sie ein bisschen mehr eingekauft hatte als für einen durchschnittlichen Haushalt. Jedoch nicht um zu horten, sondern weil auch noch die Einkäufe für den im betreuten Wohnen lebenden über 80 jährigen Vater mit dabei waren.
So langsam fangen die Leute an zu spinnen. Demnächst muss man sich dann noch entschuldigen oder rechtfertigen, wenn man mehr als eine Packung oder ein Stück kauft. Der Schritt zur Rationierung und staatlichen sozalistischen Zuteilung ist dann nur noch ein kleiner. Der Klassenkampf treibt eigentümliche Blüten. Nur Parteikader und Parteibonzen sind dann noch höhere Zuteilungen erlaubt oder ihren Lakaien, die diese niedrigen Dienste für sie ausführen müssen. Willkommen in der DDR 2.0.

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Re: Krisenvorsorge

Beitragvon Urbadener » Sa 7. Mär 2020, 12:54

Cornelius Scipio hat geschrieben:So langsam fangen die Leute an zu spinnen.

Das wird noch schlimmer, weil es mehr Gläubige gibt als Zweifler.
Wenn der Glaube in die Tonne getreten wird, erleben wir eine Hexenjagd. Das war schon immer so.
Geht es mit der Wirtschaft noch zusätzlich bergab, dann wird es richtig lustig. Dann werden die Roten mit dem Erschießen überhaupt nicht mehr fertig. Die Wähler dieser Clique ist doch nur im Kaffeesatz zu finden.

MIKE
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Re: Krisenvorsorge

Beitragvon MIKE » Sa 7. Mär 2020, 14:11

Cornelius Scipio hat geschrieben:Das ist dann der Zeitpunkt, wo sich die Leute nehmen was sie brauchen und mehr, ohne zu bezahlen. Also Plünderungen! Die Polizei wird mit solchen Ereignissen überfordert sein. Es ist die Zeit, wo das Militär oder paramilitärische Einheiten zum Einsatz kommen werden. Hier fehlt in Deutschland noch eine Institution die Nationalgarde, wie sie in den USA zum Einsatz kommt.


Richtig!
In Deutschland wird es für die rund 37 500 Lebensmittelverkaufstellen keinen Schutz geben, sondern sehr viel Arbeit für die Glasindustrie.

Friedrich von Hayek
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Re: Krisenvorsorge

Beitragvon Friedrich von Hayek » Sa 7. Mär 2020, 15:42

Urbadener hat geschrieben:Dann werden die Roten mit dem Erschießen überhaupt nicht mehr fertig.


Und warum ist das so? Weil man die Begrifflichkeiten bewußt so gewählt hat, dass sie dehnbar sind wie Kaugummi: "Die Superreichen"!

Für einen asozialen Habenichts-Tagedieb der Antifa ist jemand der 10.000,-- € besitzt bereits ein Superreicher! Also darf sich damit fast die gesamte Bevölkerung angesprochen fühlen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass geistige wie aterielle Habenichtse schon immer chronisch neidisch und missgünstig zu sprechen waren auf Leute, die es auch nur zu etwas Wohlstand gebracht haben. Neid frisst Hirn!

Stella
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Re: Krisenvorsorge

Beitragvon Stella » Sa 7. Mär 2020, 16:55

Neid gab es auch früher, heute empfinde ich es schlimmer als es bisher war.
Es gibt zu viele Leute die überall dabei sein müssen und das Geld nicht dafür haben.
Mein Opa sagte immer: Wer mit den Großen mitpinkeln will muss auch den Fuß hoch genug heben können.
Daran hat sich nichts geändert.
Liebe Grüße Stella

Friedrich von Hayek
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Re: Krisenvorsorge

Beitragvon Friedrich von Hayek » Sa 7. Mär 2020, 22:11

Bekannmachung!

Ab sofort sind die Eintrittskarten für das Event "Lesung mit Marc Friedrich und Matthias Weik" am 01. Oktober 2020 im Casino Baden-Baden, erhältlich.

Im Vorverkauf kosten sie 20 € sonst 22 €. Es ist mit straker Nachfrage zu rechnen! Deshalb, bei Interesse, sehr zeitnah um den Kartenkauf kümmern!
Könnte sein, dass es gar keinen normalen Verkauf gibt, weil schon alle Karten im Vorverkauf weggingen.

Die Karten sind ab sofort über die Thalia Buchhandlung Baden-Baden Fußgängerzone Lange Straße käuflich zu erwerben.
Ebenfalls sind Karten ab sofort an der Rezeption der Spielbank Baden-Baden erhältlich.

Der letzte Bestseller der beiden "Der größte Crash aller Zeiten" war viele Wochen in der Bestsellerliste. Die Vorhersagegenauigkeit der beiden ist frappierend. Das Buch ist praktisch ein minutiöserAblaufplan dessen, was auf uns zukommt. Der Vortrag sei jedem ans Herz gelegt, dem die Zukunft nicht egal ist. Im Anschluss können wohl noch Fragen an die beiden Ökonomen gestellt werden.

Nutzen Sie die Chance, denn nur selten bekommt man diese Gelegenheit direkt vor der Haustüre serviert. Meistens muss man sehr weit dafür durch die Republik reisen. Prädikat: Wertvoll!

Es ist eine sehr effiziente Art der Krisenvorsorge zu wissen, was auf einen zukommt, eine Vermögensvernichtung in nie dagewesenem Ausmaß.


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