Manöverkritik in der Corona-Krise

Sten
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Sten » Mo 25. Mai 2020, 13:59

Urbadener hat geschrieben:Bei etwa 20 000 Ordnungswidrigkeiten und gut 230 Straftaten, die die Polizei im Land binnen zwei Monaten zum „Verbot des Verweilens im öffentlichen Raum“ festgestellt hat,

Das rentiert sich ja mehr als blitzen.
Ich habe mal kurz gerechnet: über 4 Millionen Euro gibt das.
Oder habe ich mich verrechnet?

MIKE hat geschrieben:die Anwohner eines Straßenabschnittes immer wieder von denselben Posern terrorisiert werden

Kommmt das Sonntagsfahrverbot für Biker?
Der Bundesrat will den Lärm von Motorrädern eindämmen – auch mit Fahrverboten an Sonn- und Feiertagen. Müssen Biker bald auf ihre Sonntagstour verzichten?
https://www.autobild.de/artikel/motorra ... 73627.html

Daran wird auch schon gefeilt.
LG Sten

Urbadener
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » Di 26. Mai 2020, 18:33

MIKE hat geschrieben:Die Regelung, die in diesem Artikel angesprochen wird, kann durchaus als mit einem Rechtsmangel behaftet angesehen werden.
Jetzt wird es so langsam unheimlich? Haben wir Hellseher in diesem Forum, oder nur alte weiße und weise Männer?

Hammer-Entscheidung in Berlin: Corona-Bußgelder sind hinfällig

Neuer Gegenwind für Merkels Corona-Regime: In Berlin setzt das Landesverfassungsgericht sämtliche Corona-Bußgeldvorschriften vorläufig außer Kraft; ab sofort darf damit kein Bußgeld mehr verhängt werden, selbst wenn jemand die geltenden Kontaktvorschriften ignoriert. Und: Immer mehr Länder gehen gegen den Groko-Zentralisierungskurs auf die Barrikaden.
https://www.journalistenwatch.com/2020/ ... ng-berlin/

Willkür hat absolut keine rechtliche Basis in einem Rechtsstaat, Stümperei auch nicht:

Corona trübt allgemeine Stimmung – Jeder Vierte vermutet andere Ziele hinter Regierungsmaßnahmen

Die Mehrheit der Deutschen findet das Krisenmanagent der Bundesregierung in der Corona-Pandemie gut. Und dennoch: Mehr als jeder vierte Bundesbürger kann sich vorstellen, dass hinter den Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie auch andere Ziele stecken.
https://www.epochtimes.de/politik/deuts ... 49311.html

"Unter den AfD-Wählern glauben 76 Prozent, dass die politisch Verantwortlichen mit den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eigentlich ganz andere Ziele verfolgten. Von den Wählern der SPD vertreten nur acht Prozent diese Auffassung."
Das wundert mich jetzt überhaupt nicht. Wer SPD und noch weiter links wählt, glaubt auch die Geschichten vom Klapperstorch.

Sten
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Sten » Di 26. Mai 2020, 22:13

Urbadener hat geschrieben:Jetzt wird es so langsam unheimlich?

Warum unheimlich?
Das was ihr schreibt ist doch keine Verschwörungstheorie.
Das findet nur kein Mensch in seiner Tageszeitung.
Jedem dem das nicht gefällt was hier veröffentlicht wird muss das nicht lesen.
Der soll das glauben was jeden Abend im Fernseher kommt.
Bammel habe ich nur vor dem was uns noch erwartet.
Da ist der Corona-Zirkus ein Kindergeburtstag dagegen.
LG Sten

MIKE
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon MIKE » Mi 27. Mai 2020, 04:17

Sten hat geschrieben:Bammel habe ich nur vor dem was uns noch erwartet.

Zur Zeit kann man mit Fug und Recht "Bammel" bekommen. Da wird denunziert und
angezeigt, da wird in Grundrechte eingegriffen, ohne dass eine Logik erkennbar wird.
In einer kleinen Bäckerfiliale darf auf Grund der Abstandsregelung im Prinzip nur eine
Person bedient werden. Der Kunde trägt Mundschutz, das Personal nicht und zu allem
Überfluss frühstückt in der Ecke ein wohl offenbar sonst vereinsamter Zeitgenosse, mit dessen
Anwesenheit die 1,5m zur Farce werden.

MIKE
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon MIKE » Mi 27. Mai 2020, 04:17

Sten hat geschrieben:Bammel habe ich nur vor dem was uns noch erwartet.

Zur Zeit kann man mit Fug und Recht "Bammel" bekommen. Da wird denunziert und
angezeigt, da wird in Grundrechte eingegriffen, ohne dass eine Logik erkennbar wird.
In einer kleinen Bäckerfiliale darf auf Grund der Abstandsregelung im Prinzip nur eine
Person bedient werden. Der Kunde trägt Mundschutz, das Personal nicht und zu allem
Überfluss frühstückt in der Ecke ein wohl offenbar sonst vereinsamter Zeitgenosse, mit dessen
Anwesenheit die 1,5m zur Farce werden.

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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » Fr 29. Mai 2020, 06:41

MIKE hat geschrieben:Zur Zeit kann man mit Fug und Recht "Bammel" bekommen.

Warum? Wir leben doch im buntesten Land und auf dem tollsten Kontinent dieser Welt. Jeden Tag wird es bunter und toller bei uns. Alles ist perfekt geregelt und super organisiert, wer das nicht begreift muss bestraft werden, auch dann noch, wenn die große Chance besteht, dass sämtliche Strafen rechtswidrig sind und zurückgezahlt werden müssen. Das hindert unsere Politik jedoch nicht daran, jeden Tag uns mit fortschrittlichen, mutigen und bürgerfreundlichen Vorgaben zu beglücken.

So dürfen sich zum Wandern nur zwei Personen aus zwei Haushalten treffen, in Lokalen aber zehn und im Biergarten zwanzig. Oder doch nicht? Das wissen noch nicht einmal die Politiker so ganz genau. Wer es genau wissen möchte, sollte mal nachlesen:

https://www.goodnews4.de/nachrichten/br ... -meldungen

Hoffentlich bekommen wir keine Verhältnisse wie in Straßburg, ich habe mich an den Maulkorb gerade gewöhnt. Mit dem gehe ich nicht nur auf die Straße, sondern auch aufs Klo und überall dahin wo es sonst noch stinkt. Bei Behördengänge ist er geradezu unverzichtbar. Darum kann ich die Elsässer nicht verstehen, denn:

Maske nur im ÖPNV und beim Einkaufen
Gericht kippt Maskenpflicht in Strasbourg – „Nutzen nicht erwiesen“
Die von Roland Ries angeordnete Maskenpflicht hatte in Strasbourg nur kurze Zeit bestand. Wie die Online-Ausgabe der Strasbourger Tagesszeitung Dernières Nouvelles d'Alsace, DNA, berichtet, hat das angerufene Verwaltungsgericht die Maskenpflicht gekippt.
https://www.goodnews4.de/nachrichten/br ... strasbourg

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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » Di 16. Jun 2020, 07:07

Der deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen massenhafte Tests auf das Coronavirus in der Bevölkerung ausgesprochen. In einem Nachgespräch zu seinem Interview mit dem Bericht aus Berlin vom Sonntagabend, das die ARD-Sendung in den sozialen Netzwerken verbreitete, erklärte Spahn:

Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht nachher durch zu umfangreiches Testen – klingt jetzt total … da muss man erstmal um zwei Ecken denken – durch zu umfangreiches Testen zu viele falsch Positive haben. Weil die Tests ja nicht 100 Prozent genau sind, sondern auch eine kleine, aber eben auch eine Fehlerquote haben. Und wenn sozusagen insgesamt das Infektionsgeschehen immer weiter runtergeht, und Sie gleichzeitig das Testen auf Millionen ausweiten, dann haben Sie auf einmal viel mehr falsch Positive. Das sind so die Dinge, mit denen man sozusagen erst konfrontiert wird in der weiteren Folge, und die Erkenntnisse. Und deswegen macht es schon auch noch Sinn: Wir machen das Angebot, mehr zu testen, das geht jetzt auch. Aber nicht einfach nur wild jeden Tag zu testen, sondern wenn, dann schon auch mit einem gewissen Ziel.

Bis vor Kurzem galt noch als "Verschwörungstheoretiker", wer die Verlässlichkeit der Tests und damit der Zahlen anzweifelte, mit denen die staatlichen Maßnahmen in der Corona-Krise begründet wurde.

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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Mistral » Di 16. Jun 2020, 08:54

Darf ich 5 Verschwörungstheorien nachliefern:

https://youtu.be/Tj9ex0oDCoQ

Ich bin kein Mediziner, wundere mich jedoch jeden Tag mehr darüber, wie schnell bisherige Corona-Hotspots zu Corona freien Zonen erklärt werden, während wir in Deutschland auf die 2. Corona-Welle warten.

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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Mistral » Mi 17. Jun 2020, 10:54

Ab Seite 13 wird es richtig interessant:

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/down ... id-19.html

Das Szenarienpapier "Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen" wurde unter Mitwirkung des BMI im März 2020 durch externe Wissenschaftler erarbeitet. An der Erstellung des Papiers wirkten Experten aus den einschlägigen Bereichen (unter anderem Gesundheitswesen, Krisenmanagement, Verwaltung und Wirtschaft) mit. Das Papier wurde mit dem Ziel erarbeitet, unterschiedliche Szenarien der Ausbreitung des Coronavirus zum Zeitpunkt der Papiererstellung zu analysieren - unabhängig von der Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts. Neben den fortlaufend weiterentwickelten Lagebildern sowie zahlreichen Berichten und Auswertungen floss auch das Szenarienpapier in die Diskussion über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie.

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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » Mi 24. Jun 2020, 07:38

Corona-Ausbruch: NRW zieht die Notbremse kurz vor Ferienbeginn

Noch bevor das Briefing des Robert-Koch-Instituts endet, tritt in Düsseldorf Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vor die Presse und spricht vom bisher "größten Infektionsgeschehen" in seinem Bundesland und in Deutschland. Bis zum Ende des Monats müsse er das öffentliche Leben in Gütersloh wieder streng einschränken. Diese Maßnahme betrifft fast 370 000 Menschen. Am Nachmittag gibt NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dann auch noch strenge Auflagen für den Nachbarkreis Warendorf bekannt.

Das heißt, dass dort wieder die Kontaktbeschränkungen vom März in Kraft treten, wonach sich nur Menschen aus einem Hausstand mit höchstens einer Person außerhalb ihres Haushalts in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Kulturveranstaltungen sind verboten, Fitnessstudios, Bars und Kinos werden wieder geschlossen. Restaurants dürfen unter strengen Auflagen geöffnet bleiben; ebenso Geschäfte.

Folgt man dieser Logik, müsste Ministerpräsident Laschet nun mit seinem Gütersloher und Warendorfer Auflagen dafür sorgen, dass die Menschen nicht samt Virus an die Ostsee fahren und in die Alpen - damit aus einem westfälischen Problem keines für ganz Deutschland wird. Doch das tut er nicht.

Auf die Frage, ob die Menschen aus Gütersloh jetzt ihre Sommerurlaube absagen müssten, antwortet Laschet: "Es gilt das Gleiche wie im Lockdown, den wir hatten. Es gab kein Verbot, es gab keine Reiseeinschränkung, wir haben keine Ausreiseverbote erteilt, zu keiner Minute. Man kann jetzt den Menschen sagen, die ihren Urlaub planen wollen, dass sie das natürlich machen können." Doch im nächsten Atemzug appelliert Laschet an die betroffenen Bürger, "jetzt nicht aus dem Kreis heraus in andere Kreise zu fahren, sondern jetzt im Kreis zu bleiben und das Kontaktverbot auch einzuhalten. Das wird auch kontrolliert werden, die Frage ist, in welcher Form."
https://www.sueddeutsche.de/politik/cor ... -1.4944969

In Gütersloh und Warendorf können sich die Bewohner anstecken, fahren sie an die Ostsee oder in die Alpen, ist jede Infektion ausgeschlossen. Darum haben sich einige Ferienregionen schon vorbereitet, sie verweigern Gästen aus diesen Landkreisen die Aufnahme.

Auffallend ist, dass man die R-Zahl auf 3 gesetzt und damit verdreifacht hat.Qui bono?
Damit kann wieder unsere Merkelatur in Gang gesetzt werden, denn für Frau Merkel ist ja ab einem R-Wert von 1 schon Panik angesagt und sicher die Lockdown-Stimmung angehoben. Ein erneuter BRD-Lockdown wäre ein starkes Stück. Ich schätze, das wagen sie nicht mehr. Aber die Erhöhung der R-Zahl hat ja auch nur die Funktion, den Lockdown rückwirkend zu relativieren. Nach dem Motto: Seht her, hätten wird nicht so harte Maßnahmen und die Maskenpflicht gemacht, wäre das mit Gütersloh in ganz Deutschland schon im März passiert. Unser Lockdown war übermäßig erfolgreich, die Rettung, Lebensretter für Hunderttausende! Wir haben Ansteckungen verhindert!
Die Hype ist zwar vorbei, aber zur Gesichtswahrung der Politiker und zum Weiterköcheln der Coronoia sind diese „Notbremsen“ wunderbar. Ängstliche Schafe folgen ihren Schäfern besser, auch in den (wirtschaftlichen) Abgrund, wen es denn sein muss.


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