Manöverkritik in der Corona-Krise

Stella
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Stella » Sa 16. Mai 2020, 19:10

Wir gehen auch nur noch raus wenn es sich nicht vermeiden lässt.
Der Vorteil der Corona-Freizeit ist, Keller und Speicher sind aufgeräumt.
Der Garten ist gepflegt wie schon lange nicht mehr und das Gräbele vorm Haus ist sauber.
Alles ist wieder auf Vordermann, aber jetzt kommt die Langeweile.
Aber keiner der Familie ist davon erfreut mit einer Maske durch die Gegend zu laufen.
Manchmal machen wir eine Radtour, aber das ist nicht mehr so wie vor Corona.
Radeln wir an die Murgmündung, wissen wir nicht ob es dort was zu trinken gibt.
Oder ob der Eismann auf uns wartet.
Wir können ja Essen und Getränke mitnehmen, aber Daheim schmecken die genauso.
Alles ist so komisch, so ungewohnt und unnatürlich. Uns gefällt nicht was gerade abläuft.
Vielleicht wird es zu den Sommerferien besser? Die Urlaubsplanung liegt auf Eis, wir bleiben Daheim.
Liebe Grüße Stella

Urbadener
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » So 17. Mai 2020, 07:32

Mistral hat geschrieben:Bei uns in der Familie wird nur noch bei dringendem Bedarf aus dem Hause gegangen. Wie ist das bei euch?

Auch nicht anders, was lange verschoben wurde ist jetzt zum größten Teil erledigt und das auch noch ohne Stress.
Ich werde so lange kein Restaurant besuchen bis wieder normale Zustände herrschen. Wer hat denn schon Lust dazu, immer damit rechnen zu müssen, sich zur Rechnung im Lokal einen Strafzettel in 4-facher Höhe des Verzehrs wegen angeblichem Verstoß gegen die Corona-Verordnungen einhandeln zu können. Da schmeckt doch das beste Essen nicht.

Stella hat geschrieben:Die Urlaubsplanung liegt auf Eis, wir bleiben Daheim.

Da seid ihr nicht die Einzigen. Höchstwahrscheinlich sind im Sommer noch nicht alle Reiseziele offen, darum werden die offenen Ziele überlaufen und überteuert sein. Da sollen dann die Leute hingehen, die nicht so viele Naherholungsgebiete vor der Haustür haben.

Friedrich von Hayek
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Friedrich von Hayek » So 17. Mai 2020, 10:05

Sämtliche angeführten Argumente sind berechtigt. Auch ich weiß nur eins, dass ich mit meiner Frau auf keinen Fall ins Ausland reise. Fürs Inland habe ich etwas im Auge, werde aber noch abwarten wie sich alles entwickelt. Wenn die Beschränkungen nicht fallen und man nur mit Mund-Nase-Schutz herumlaufen darf, gibt es auch bei uns Ferien im schönen Baden. Back to the roots. Damit kann man natürliche keine Luftüberlegenheit an den einheimischen Stammtischen erobern, aber das ist weder der Platz wo ich mich gemeinhin aufhalte noch Ziel meines Handelns.

Die Virusgeschichte ist die ideale Steilvorlage, seine Heimat mal intensivst kennenzulernen.

Mistral
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Mistral » So 17. Mai 2020, 10:55

Stella hat geschrieben:Die Urlaubsplanung liegt auf Eis, wir bleiben Daheim.

Das höre ich unisono von jedem Bekannten mit dem ich mich unterhalte. Die Unsicherheit ist zu groß und ein stressigen Urlaub will niemand haben.
Ein befreundetes Ehepaar hat vor dem Lockdown ihr nagelneues Wohnmobil bei Gast in Malsch abgeholt, diese Woche wurde es zugelassen, die Campingpremiere findet dieses Wochenende am Mummelsee statt. Lieber Schwarzwald als Schwarzes Meer.

Die klassischen Urlaubsländer kommen jetzt in die Bredouille, aus Italien ist folgendes zu lesen:

Tickets, Abstände und Regel-Wahn
Italien streitet über den Strandbesuch

Ob deutsche Urlauber überhaupt nach Italien reisen können, steht derzeit in den Sternen. Falls doch, könnte auf die Touristen einiges zukommen. Denn halb Italien streitet gerade über die mögliche Anti-Corona-Regeln für den sicheren Strandbesuch.

In den 20 Seiten versuchen die Verfasser penibel auf jedes Detail zum Strandaufenthalt einzugehen, um jegliche Infektionsgefahr, soweit dies überhaupt möglich ist, zu vermeiden. Was einerseits absolut nachvollziehbar ist, andererseits aber die Lust auf einen Urlaub am Meer gehörig dämpft.

Für die "Bagni", die Strandbäder, sind folgende Regeln vorgesehen: Der Zugang zu den Badeanstalten soll über Buchungen erfolgen, der Aufenthalt zeitlich begrenzt sein, die Abstände zwischen den Reihen 5 Meter betragen, der zwischen den Schirmen 4,5 Meter. Außerdem soll es einen bestimmten Weg zum Wasser und wieder zurück geben. Gruppenspiele, Beachvolleyball, aber auch Federball, sind verboten. Auch im Wasser muss die Distanz gewahrt werden.
https://www.n-tv.de/panorama/Italien-st ... 83279.html

Urbadener hat geschrieben:Höchstwahrscheinlich sind im Sommer noch nicht alle Reiseziele offen, darum werden die offenen Ziele überlaufen und überteuert sein.

Das vermute ich ebenfalls, im n-tv Artikel liest sich das so:

In der Versilia kommen 40 Prozent der Urlauber aus dem Ausland. Ihr Wegbleiben mit heimischen Urlaubern auszugleichen, ist nicht mehr als Wunschdenken. Auch, weil zum Beispiel die deutschen Besucher weitaus mehr ausgeben als die Italiener. "Die Regierung will jetzt einen 500 Euro Ferienbonus an Familien mit niedrigeren Einkommen verteilen, doch wer diesen Bonus braucht, der denkt sicher nicht an Urlaub", fügt Barberi zum Abschluss hinzu.

In Italien wie in Deutschland gilt, weniger Umsatz bei höheren Kosten. Wie das ohne satte Preiserhöhungen funktionieren soll ist mir ein Rätsel.

MIKE
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon MIKE » So 17. Mai 2020, 11:03

Mistral hat geschrieben:Bei uns in der Familie wird nur noch bei dringendem Bedarf aus dem Hause gegangen. Wie ist das bei euch?


CoV-2 fühlt sich im Hals-Nasenbereich sehr wohl und wird beim Atmen, Sprechen , Husten und Niesen verbreitet. Die Aerosole spielen die entscheidende Rolle bei der Übertragung des Erregers sowie doch relativ lange Lebensdauer außerhalb des Körpers. Das Virus ist sehr aktiv und deshalb kommt dem Schutz eine große Bedeutung zu. Für die meisten Infizierten bleibt es unbemerkt oder ist sehr harmlos. Für wenige kann es zur Hölle werden.
Unsere Reaktion in dieser Situation: Reduzierung der zwischenmenschlichen Kontakte in der Öffentlichkeit, Einsatz von Gesichtsschutz, gute Hygiene, Sicherstellung eines den entsprechenden gesundheitlichen Umständen möglichst gut funktionierenden Immunsystems sowie häufiger Aufenthalt im Freien und in der Sonne und viel Bewegung . "Familieninterne Gartenschau" ist inzwischen sehr bleibt.( Eine Wesensverwandschaft zu Mistral und Stella ist durchaus gegeben. Auch ich habe auf den 4x2m jetzt jede Menge Kompostwürmer.)
Wir tragen den Erkenntnissen über das Virus aufgrund unserer teils beruflichen Erfahrung und unseres Gesundheitszustandes bewusst Rechnung und vermeiden auch ganz bewusst jeden Stress. Wir kaufen auch stressfrei in ausgewählten Läden ein (im Nachtragshaushalt eingeplant) und meiden bewusst im Dorf die Bereiche, wo sich seit einigen Jahren erkennbar Tag und Nacht Lamas und andere aufhalten sowie die Bereiche, in denen Nagetier-Clans fröhliche Urstände im Wohlstandsmülls unserer Zeitgenossen feiern.
Die Familienmitglieder und Freunde im EU - Ausland und in Übersee verzichten dieses Jahr auf einen Besuch und unsere Familienmitglieder am Ort verzichten ebenfalls auf eine Reise dorthin.
Gastronomie und Hotellerie werden tunlichst gemieden, denn die erlassenen Vorschriften verwandeln sie allenfalls in wenig wirksame desinfektionsgeschwängerte Räumlichkeiten, in denen wir derzeit uns kein Genusserlebnis vorstellen können. Wir produzieren - falls lustig- auch selbst auf gehobenen Niveau (ebenfalls im Budget eingeplant bzw. einfach auf eine andere Haushaltsstelle umgeschrieben). :)
Wir haben keine Angst, sind aber vorsichtig, verfügen (noch) über die notwendige Disziplin, um hoffentlich unbeschadet auch diese Krise zu überwinden.
Für den Einsatz von partikeldichte Schutzanzügen Kat.3 Typ 5/6, alternativ en 14126 und Profi Überziehschuhe 8101 sehen wir derzeit keinen Grund.
Sie bleiben verpackt.
Die Informationen des uns sehr sympathischen und vertrauenswürdigen Dr. Hendrik Steeck sind uns auch weiterhin sehr wichtig.
Wie immer: Anstatt eines Krimis empfehlen wir das Interview mit ihm bei Phoenix.
Bleibt alle gesund, munter und informationsfreudig. Ich schätze alle eure Beiträge sehr.

MIKE
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon MIKE » So 17. Mai 2020, 11:03

Mistral hat geschrieben:Bei uns in der Familie wird nur noch bei dringendem Bedarf aus dem Hause gegangen. Wie ist das bei euch?


CoV-2 fühlt sich im Hals-Nasenbereich sehr wohl und wird beim Atmen, Sprechen , Husten und Niesen verbreitet. Die Aerosole spielen die entscheidende Rolle bei der Übertragung des Erregers sowie doch relativ lange Lebensdauer außerhalb des Körpers. Das Virus ist sehr aktiv und deshalb kommt dem Schutz eine große Bedeutung zu. Für die meisten Infizierten bleibt es unbemerkt oder ist sehr harmlos. Für wenige kann es zur Hölle werden.
Unsere Reaktion in dieser Situation: Reduzierung der zwischenmenschlichen Kontakte in der Öffentlichkeit, Einsatz von Gesichtsschutz, gute Hygiene, Sicherstellung eines den entsprechenden gesundheitlichen Umständen möglichst gut funktionierenden Immunsystems sowie häufiger Aufenthalt im Freien und in der Sonne und viel Bewegung . "Familieninterne Gartenschau" ist inzwischen sehr bleibt.( Eine Wesensverwandschaft zu Mistral und Stella ist durchaus gegeben. Auch ich habe auf den 4x2m jetzt jede Menge Kompostwürmer.)
Wir tragen den Erkenntnissen über das Virus aufgrund unserer teils beruflichen Erfahrung und unseres Gesundheitszustandes bewusst Rechnung und vermeiden auch ganz bewusst jeden Stress. Wir kaufen auch stressfrei in ausgewählten Läden ein (im Nachtragshaushalt eingeplant) und meiden bewusst im Dorf die Bereiche, wo sich seit einigen Jahren erkennbar Tag und Nacht Lamas und andere aufhalten sowie die Bereiche, in denen Nagetier-Clans fröhliche Urstände im Wohlstandsmülls unserer Zeitgenossen feiern.
Die Familienmitglieder und Freunde im EU - Ausland und in Übersee verzichten dieses Jahr auf einen Besuch und unsere Familienmitglieder am Ort verzichten ebenfalls auf eine Reise dorthin.
Gastronomie und Hotellerie werden tunlichst gemieden, denn die erlassenen Vorschriften verwandeln sie allenfalls in wenig wirksame desinfektionsgeschwängerte Räumlichkeiten, in denen wir derzeit uns kein Genusserlebnis vorstellen können. Wir produzieren - falls lustig- auch selbst auf gehobenen Niveau (ebenfalls im Budget eingeplant bzw. einfach auf eine andere Haushaltsstelle umgeschrieben). :)
Wir haben keine Angst, sind aber vorsichtig, verfügen (noch) über die notwendige Disziplin, um hoffentlich unbeschadet auch diese Krise zu überwinden.
Für den Einsatz von partikeldichte Schutzanzügen Kat.3 Typ 5/6, alternativ en 14126 und Profi Überziehschuhe 8101 sehen wir derzeit keinen Grund.
Sie bleiben verpackt.
Die Informationen des uns sehr sympathischen und vertrauenswürdigen Dr. Hendrik Steeck sind uns auch weiterhin sehr wichtig.
Wie immer: Anstatt eines Krimis empfehlen wir das Interview mit ihm bei Phoenix.
Bleibt alle gesund, munter und informationsfreudig. Ich schätze alle eure Beiträge sehr.

Sten
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Sten » So 17. Mai 2020, 18:50

MIKE hat geschrieben:Bleibt alle gesund, munter und informationsfreudig. Ich schätze alle eure Beiträge sehr.

Da muss ich zustimmen.
Ich habe während der Corona-Freizeit einem Kumpel geholfen.
Der hat das Elternhaus umgebaut und darum hatte ich keine Langeweile.
Ohne Corona hätte der Umbau länger gedauert. Darum war das alles nicht ganz schlecht.
Hoffentlich wird wieder alles normal sonst weiß ich auch nicht was ich noch machen soll.
An Urlaub denke ich noch nicht einmal. Habe davon genug gehabt. Mal wieder Geld verdienen wäre nicht schlecht.
Bleibt gesund und zuversichtlich. Alles wird wieder gut.
LG Sten

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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » Mo 18. Mai 2020, 06:34

Sten hat geschrieben:Alles wird wieder gut.

Wie gut? Das wir sich noch zeigen!

Hoffnung auf Sommerurlaub wächst
Maas will bis 15. Juni Reisewarnungen aufheben

Die Bundesregierung macht den Deutschen Hoffnung, dass sie trotz Corona-Krise im Sommer verreisen können. Sogar Reiseziele außerhalb Europas wären vorstellbar. Doch "normal" werde der Urlaub dieses Jahr keineswegs sein, dämpft Außenminister Maas die Vorfreude.

"Wir wollen nach dem 15. Juni eigentlich keine weltweite Reisewarnung mehr haben. Sondern wir wollen das ersetzen durch Reisehinweise, aus denen die Leute erkennen können: Wo kann man hinfahren? Ist es verantwortbar? Ist man willkommen? Und vor allem: Welche Regelungen gelten da?"

Sogar Ziele außerhalb Europas könnten schrittweise wieder angesteuert werden. Eine Voraussetzung dafür müssten die Fluggesellschaften schaffen.

Maas warb zugleich dafür, die Quarantänebestimmungen innerhalb der EU aufzuheben, sie sollten nur noch für Menschen gelten, die aus Drittstaaten von außerhalb einreisen.

https://www.n-tv.de/panorama/Maas-will- ... 87901.html

Hört sich richtig toll an, trotzdem bleibe ich im Land. Für mich sind die Widersprüche zu groß. Urlaub ist möglich, aber mit Einschränkungen und Auflagen. Ziele außerhalb Europas sind möglich, aber Besucher die von Drittstaaten zu uns kommen müssen in Quarantäne!?! Das hört sich an wie: ich wollte schon kann aber nicht.

Urbadener
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » Mo 25. Mai 2020, 12:10

1000 Euro für einen Familienspaziergang

Es sollte ein gemütlicher Feiertagsspaziergang werden und endete abrupt in den Fallstricken der Corona-Verordnung. Familie Klenk (Name geändert) aus der Region Stuttgart war auf dem Weg zum Friedhof – in einer Zweier- und einer Dreiergruppe, wie sie beteuert –, als sich an einer ruhigen Waldecke ein Streifenwagen näherte. Für einen Moment rückte die Familie etwas zusammen. Die Polizisten stiegen aus, notierten alle Personalien – und konstatierten einen Verstoß gegen den Infektionsschutz. Bald kam die Quittung vom Ordnungsamt: für jeden Beteiligten sollten die Klenks 200 Euro Bußgeld zahlen.

Bei etwa 20 000 Ordnungswidrigkeiten und gut 230 Straftaten, die die Polizei im Land binnen zwei Monaten zum „Verbot des Verweilens im öffentlichen Raum“ festgestellt hat, ist Unverständnis über ein mangelndes Augenmaß von Polizisten und Behörden durchaus verbreitet. Auch bei den Klenks wurde nicht die niedrigste Stufe des Bußgeldrahmens von 100 Euro genommen. Schon der Beamte vor Ort habe ihnen geraten, sie sollten sich „kooperativ zeigen“ – sonst werde es teuer. Das wurde es auch so: Um juristische Streitigkeiten zu vermeiden, zahlten die Klenks fristgerecht die 1000 Euro.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/ ... d8b09.html

Kommentar zwecklos!

MIKE
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon MIKE » Mo 25. Mai 2020, 13:32

Urbadener hat geschrieben:Unverständnis über ein mangelndes Augenmaß von Polizisten und Behörden

Die Regelung, die in diesem Artikel angesprochen wird, kann durchaus als mit einem Rechtsmangel behaftet angesehen werden.
Abgesehen davon ist sie inhaltlich absolut sinnlos, da die Ansteckungsgefahr der genannten Gruppe im Freien weitaus geringer ist, als
wenn sie sich sich in einem geschlossenen Raum zusammengefunden hätte.
Der Vorgang zeigt außerdem, dass es Beamte gibt, die den Weg des geringsten Widerstands gehen und dort beanstanden und zugreifen,
wo sie einen leichten Zugang haben und der Erfolg ihnen am wahrscheinlichsten gesichert ist.
In solch offenkundig fehlerhaften Ermessenspielräumen, die den Ordnungskräften in der Regel durchaus bewusst sind, sollte man die Damen und Herren auflaufen lassen, auch dann wenn es mit Ärger und Zeit verbunden ist. In dem oben genannten Fall könnte ich mir vorstellen, dass die beiden Beamten es sich dann in Zukunft überlegen, ob sie es nicht bei einem aufklärenden Gespräch belassen wollten. Außerdem sollte jeder Uniformträger sich auch ständig im Klaren sein, dass er auch "nur" Bürger ist, wenn er seine Uniform an der Garderobe hängen hat.
Es gibt genug Anlässe für Polizei und Odnungsamt zu beanstanden. So zum Beispiel, wenn am Eigenheim am Sonntag am Dachlatten aufgenagelt werden und Bohrhämmer dröhnen, Gerüste aufgestellt und abgebaut werden, die Anwohner eines Straßenabschnittes immer wieder von denselben Posern terrorisiert werden, um nur ein paar Beispiele zu nennen.


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