Manöverkritik in der Corona-Krise

Urbadener
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » Mi 22. Apr 2020, 11:20

Am 18.04. habe ich in diesem Thread geschrieben:

Urbadener hat geschrieben:50% der Intensivbetten sind nicht belegt, zudem soll sich die Infizierungskurve abflachen


Heute lese ich auf n-tv:

Leere Betten trotz Corona-Krise - Viele Kliniken beantragen Kurzarbeit

Zahlreiche Krankenhäuser beantragen trotz der Corona-Krise für Ärzte und Pflegepersonal Kurzarbeit. Zu den Betroffenen gehöre unter anderem die Schön-Klinik-Gruppe, berichtet der NDR. "Am Standort Vogtareuth im Landkreis Rosenheim wurde bereits vor einem Monat eine Betriebsvereinbarung über Kurzarbeit beschlossen. Daraus geht hervor, dass die Kurzarbeit für alle Berufsgruppen gilt und auch leitende Ärzte betreffen kann."

Dem NDR zufolge ist die Schön-Klinik keine Ausnahme. Demnach bereiten zahlreiche Kliniken Kurzarbeit vor, verhandeln mit der Belegschaft darüber oder haben schon Mitarbeiter nach Hause geschickt. Dazu gehören auch zwei Häuser der Lubinus-Stiftung in Kiel. Das Klinikum in Schleswig-Holstein sei nur zu einem Drittel belegt, sagt der Vorstandsvorsitzende Manfred Volmer. Vor allem werde nicht-medizinisches Personal in Kurzarbeit geschickt. Andere Kliniken sollen ihre Mitarbeiter aufgefordert haben, aufgrund der geringen Auslastung Überstunden abzubauen oder Urlaub zu nehmen.
https://www.n-tv.de/panorama/Viele-Klin ... 31485.html

Es werden Corona-Kranke aus EU-Staaten bei uns behandelt, die Deutschen schauen jeden Tag dem Corona-Tod ins Auge.
Und was machen unsere Kliniken? Sie beantragen Kurzarbeit für Ärzte und Pflegepersonal.

MIKE
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon MIKE » Mi 22. Apr 2020, 20:53

Vielen Dank Urbadener,
das muss ich nun echt verdauen!
Einen guten Überblick und wohl echte Neuigkeiten liefert der Beitrag von
Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt
COVID-19 - eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidung
GASTKOMMENTAR
https://www.mittellaendische.ch/2020/04 ... interview/
Überlegungen eines besorgten Schweizer Bürgers

 

Urbadener
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » Do 23. Apr 2020, 07:17

MIKE hat geschrieben:das muss ich nun echt verdauen!

Jeden Tag gibt es neue politische und medizinische Erkenntnisse, die bei mir Verdauungsstörungen verursachen.
Als alter Nikotiner habe ich mich vorsorglich schon nach einem schönen Platz auf dem Friedhof umgesehen, völlig überrascht habe heute lesen dürfen:

Wissenschaftler äußern Vermutung - Hilft Nikotin bei Corona-Infektion?
Bisher galten Raucher als besonders gefährdet. Einer Studie zufolge erkranken aber nur wenige Raucher an Covid-19. Forscher vermuten, dass Nikotin die Vermehrung der Viruszellen bremsen könnte und beginnen mit Tests. Jetzt mit dem Rauchen zu beginnen, ist jedoch keine gute Idee.

Bei der Erforschung des neuartigen Coronavirus sind französische Wissenschaftler auf die möglicherweise schützende Wirkung von Nikotin aufmerksam geworden. Die Annahme beruht auf der geringen Zahl an Rauchern unter den Covid-19-Patienten - weltweit liegt die Rate laut mehreren Studien zwischen 1,4 und 12,5 Prozent. Im Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière soll deshalb bald sowohl die präventive als auch die therapeutische Wirkung mithilfe von Nikotinpflastern untersucht werden.

https://www.n-tv.de/wissen/Hilft-Nikoti ... 33502.html

Kommen jetzt noch Masken mit einer Öffnung für den Glimmstängel? Ich habe große Angst davor, zu den Verdauungsstörungen auch noch Blähungen zu bekommen.

Urbadener
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » So 26. Apr 2020, 07:09

1. Shopping-Samstag seit Wochen, in den Geschäften ist noch wenig los
Stell Dir vor, es ist Samstag und kaum einer geht einkaufen? Nach Wochen der Enthaltsamkeit sind die Deutschen das Konsumieren offenbar nicht mehr so gewöhnt. Am ersten verkaufsoffenen Samstag seit Wochen bleibt es vergleichsweise ruhig.
"Trotz Öffnung wird durchschnittlich nur 40 Prozent des normalen Geschäftsvolumens erreicht"

https://www.n-tv.de/wirtschaft/In-den-G ... 40160.html

Das überrascht mich jetzt, endlich darf wieder Geld ausgegeben werden und nur etwas mehr als ein Drittel der Bevölkerung nutzt diese Chance.
Es muss doch herrlich sein, vor den Geschäften in einer Schlange zu stehen und warten zu dürfen, um vielleicht nach einer Stunde eingelassen zu werden um endlich die in Massen vorhandene Kohle an der Kasse los zu werden. Wenn ich richtig Glück habe, kriege ich noch einen Strafzettel über 200 Euro, weil ich mein Eis nicht mit mindestens 50 Meter Abstand zur Eisdiele gedeckt habe.

Ich war am Samstag auch einkaufen, aber nur aus dem Grund, damit ich am Montag nicht mit einer dämlichen Maske vor dem Gesicht durch die Gegend stolzieren muss. Die nächste Zeit muss ich wohl oder übel ohne Shopping auskommen.

Mistral
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Mistral » So 26. Apr 2020, 13:09

Urbadener hat geschrieben:Wenn ich richtig Glück habe, kriege ich noch einen Strafzettel über 200 Euro,

Ohne Mundschutz kann in Bayern bis zu 5.000 Euro kosten.
Auch für den Busfahrer, wenn er einkaufen geht. Fährt er Bus, braucht er keine. Geht er zur Bank, braucht er auch keine. Aber beim Metzger, Bäcker oder im Kaufhaus schon.

Cornelius Scipio
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Cornelius Scipio » So 26. Apr 2020, 16:02

Ein Freund aus Ötigheim berichtete mir, dass sich dort 2 Familien, deren Kinder auch regelmäßig miteinander spielen. Treffen war im Garten der einen Familie. Missgünstige Nachbarn denunzierten das Treffen, die Polizei kam. Ende der Geschichte: für beide fallen Straßen i. H. von 150 bis 500 € an.
Das rentiert sich ja richtig, besser als Radarkonrollen, denn das hebelt viel mehr. Zudem braucht man die Messeinrichtungen nicht aufstellen. Lediglich überall vorbeifahren wo gemeldet wird und die Eier aus dem Korb nehmen. Irgendwie müssen ja die Einnahmesausfälle für den rückläufigen Verkehr kompensiert werden.

Stella
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Stella » Mo 27. Apr 2020, 11:38

Leute ohne Kinder können sich nicht vorstellen, welche Umstellung innerhalb der
Familie in den letzten Wochen vorgefallen ist.
Der normale Alltag war auf einmal weg, die ganze Familie daheim.
Wir haben einen Garten und Opa und Oma wohnen auch im Haus.
Immer wenn mir fast der Kragen geplatzt ist, habe ich mir vorgestellt
was los wäre, wenn wir in einer 3 Zimmerwohnung im 5. Stock in der
Stadt leben müssten. Dann war ich wieder ganz zufrieden.
Leute die Nachbarn anzeigen hat es schon immer gegeben, sagt der Opa.
Früher kam die Gestapo, heute nur die Polizei. Was für ein Glück.

Ab der Woche ist es für berufstätige Eltern wieder möglich ihre Kinder in
den Kindergarten zu bringen, aber nur wenn beide Eltern arbeiten müssen.
Von einer Freundin aus einem Nachbarort habe ich erfahren wie das laufen soll.
Kindergartengeld anstatt 170,00 Euro nun 280,00 Euro im Monat.
Frühstück und Mittagessen müssen mitgebracht werden.
Keine pädagogische Betreuung, nur Aufbewahrung der Kinder.
Vom Arbeitgeber der Eltern muss eine Beschäftigungsbescheinigung vorgelegt werden.
Der Vordruck der Gemeinde kam letzten Freitag am Vormittag und musste, wer heute seine
Kinder in den Kindergarten bringen wollte, bis 12.00 Uhr vom Arbeitgeber unterschrieben im
Rathaus abgeben worden sein. Meine Freundin hat das nicht geschafft.

Wer kann diese Welt noch verstehen?
Liebe Grüße Stella

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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » Mi 29. Apr 2020, 07:32

Stella hat geschrieben:Immer wenn mir fast der Kragen geplatzt ist, habe ich mir vorgestellt
was los wäre, wenn wir in einer 3 Zimmerwohnung im 5. Stock in der
Stadt leben müssten.

Gestern Abend wurde im ZDF über eine Familie aus Berlin berichtet, die mit 5 Kindern (unterschiedlicher Herkunft der Erzeuger) auf 80 qm die Corona-Krise aussitzen. Nicht nur der verfügbare Platz pro Person schien begrenzt, dafür waren jedoch Handys für die etwas älteren Racker vorhanden, die ausgiebig genutzt wurden. Essen kommt von der Tafel, die Handys von Apple. Da geht doch das Herz sämtlicher Linken auf, dieser Wohngemeinschaft muss dringend geholfen werden. Zur Not müssen halt ein paar Reiche über die Klinge springen.

Weil das nicht so einfach ist, dürfen jeden Abend zur besten Sendezeit immer die gleichen Spezialisten ihre medizinischen Weisheiten in den deutschen Wohnzimmern verbreiten. Unterstützung finden die zwei um die Volksgesundheit besorgten und vom Staat bezahlten Virologen und ein Tierarzt von ebenfalls besorgten Politikern (wenn die nicht gerade in der Versenkung verschwunden sind) und ernst dreinschauenden Journalisten. Die Botschaft ist immer dieselbe: die Lage ist ernst aber nicht hoffnungslos, weil sich die gezeigten Personen gemeinsam und mit fast schon unmenschlicher Kraft für das Wohl der Gesellschaft einsetzen. Das scheint dem deutschen Michel zu genügen. Bilder von moslemischen Beerdigungen und allabendlichen Fastenbrechen während dem Ramadan würden nur stören und die Schafherde verunsichern. Da ist es doch viel einfacher den Blockwart zu spielen und die Nachbarn anzuzeigen. Die Zeiten ändern sich, die Menschen nie!

MIKE
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon MIKE » Mi 29. Apr 2020, 08:54

Urbadener hat geschrieben:Zur Not müssen halt ein paar Reiche über die Klinge springen

Eben - und wo ist das Problem?
Wenn man so viele Handys hat, kann man doch mal beim Präsidenten nachfragen , ob er einen Teil seines Schlosses und seines Parks zur Verfügung stellen kann oder bei Schäuble, der ein Zweithaus in Berlin besitzt oder bei Merkel, die eine große Wohnung nur zweit bewohnt. Die Leute sind einfach zu träge oder haben keine Fantasie mehr. Alle, die Genannten warten gerade darauf, dass sie sich in ihrer selbst verordneten Quarantäne sozial einbringen können - und Mundschutz gibt es doch inzwischen zur Genüge.
Außerdem dürfte von denen kaum jemand über 60 sein. Sie konnten sich jetzt wochenlang sich im Freien ungehindert bewegen, sich erholen, miteinander spielen und vor allem auch etwas lernen.

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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » Sa 2. Mai 2020, 09:12

Italienischer Ex-Staatssekretär: Es ist eine „Lüge“, von 25.000 Corona-Toten zu sprechen

Es sei eine „Lüge“, von 25.000 Toten zu sprechen. Tatsächlich „an“ Covid-19 starben 925 Personen, 24.075 erlagen anderen Krankheiten.

Die Zahl der 25.000 Corona-Toten werde nur gesagt, um die Menschen „zu terrorisieren“.

https://www.unzensuriert.at/content/100 ... -sprechen/

Wenn dieser Schwindel auffliegt, wird der deutsche Doofmichel genauso mit der Axel zucken, wie er es jetzt mit Co2-Luftsteuer auch tut.
Diesem verblödeten Volk ist nicht mehr zu helfen!


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