Manöverkritik in der Corona-Krise

Cornelius Scipio
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Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Cornelius Scipio » Sa 28. Mär 2020, 23:16

Kritische Fragen an die Politik aller Ebenen und die Krankenhausverwaltungen

Die Corona-Krise hat die Welt in Geiselhaft genommen. In der Republik wird allenthalben der Eindruck erweckt, dass alles aus heiterem Himmel über die Gesellschaft gekommen sei. Das trifft allerdings lediglich über den unvorhersehbaren Zeitpunkt zu. Über die Entwicklung einer Pandemie hat man sich bereits vor 8 Jahren intensiv Gedanken gemacht. Denn der Deutsche Bundestag hat in seiner Drucksache 17/12051, das vom Bundesministerium des Inneren am 21. Dezember 2012 gemäß § 18 Absatz 1 und 2 des Gesetzes über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe des Bundes, den Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz an die Bundesregierung gesandt, welches diese am 03.01.2013 dem Parlament zur Unterrichtung veröffentlichen ließ. Mit seiner Veröffentlichung ist seither für jeden verantwortlichen PolitikerIn auf jeder politischen Ebene klar, was die Eckpunkte des Handelns in Zukunft zu sein haben und worauf der Fokus in aller Vorsorge zu richten sein wird!

Es ist selbsterklärend, dass man nicht Millionen von Intensivbetten und Beatmungsgeräte samt qualifiziertem Personal auf einem so hohen Level und für einen unbekannten Zeitpunkt in der (fernen?) Zukunft auf Abruf halten kann. Ob allerdings der Kahlschlag im medizinischen Bereich durch jahrelangen systematischen Abbau von Krankenhausbetten, Intensivbetten, Beatmungsgeräten, einem unzulänglichen und unangemessenen Personalschlüssel auf den Stationen von Hospitälern und Pflege-/Altersheimen bis hin zur flächendeckenden Schließung von ganzen Kliniken in diesem Ausmaß zu rechtfertigen war, ist kritisch Infrage zu stellen. Nach über acht Jahren finden wir uns in der jetzigen Situation wieder und stellen fest, dass wir machtlos zusehen mussten, wie jedes Jahr zehntausende Akademiker und hochspezialsisiertes sonstiges Fachpersonal, viele davon Ärzte , aber auch Intensivpflegepersonal, Deutschland wegen metastasierender Bürokratie sowie unzumutbaren Arbeitsbedingungen, mit oft abschreckender Entlohnung und Arbeitszeiten bis an alle Grenzen der Belastbarkeit in Richtung Österreich, der Schweiz, Skandinavien oder nach Übersee den Rücken kehrten. Seit Jahr und Tag gab dieser Personenkreis alles bis zur Erschöpfung und darüber hinaus. Zu meinen es sei jetzt mit Standing Ovations und einigen Klatschsalven an wochenendlich offenen Wohnungs- und Hausfenstern zur Straßenseite oder im Plenarsaal des Deutschen Bundestag getan, um sich eine weiße Weste vor lauter schlechtem Gewissen zu verschaffen, der irrt gewaltig. Eine massive Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist die Hypothek die diese Gesellschaft und die verantwortlichen Entscheidungsträger mit sich tragen und endlich einzulösen haben, um diesen qualitativen Aderlass zu stoppen.

In der hier zugrundeliegenden Drucksache des Deutschen Bundestages wurde gewarnt, dass es bei Epidemien/Pandemien jederzeit zu explodierenden Fallzahlen in ganz kurzen Zeitfenstern bisher nie gekannten Ausmaßes kommen wird. Anstatt das Thema zu priorisieren und wenigstens die Bundeswehr als Notreserve in petto zu halten wurde diese quasi flankierend auch noch kaputtgespart. Heute hat Deutschland 28.031 Intensivbetten (Statistisches Bundesamt 2018 mit Daten aus 2017, science media center germany, 24.03.2020). Gerne kommt da der beruhigende aber falsche Eindruck auf, dass genau diese Anzahl nun auch für den Corona-Ernstfall bereitstünde. Dem ist nicht einmal annähernd so. Denn man kann getrost von einer permanenten Frequentierung lt. obiger Quelle von 79 % (anhand des Jahresschnittes v. 2017) ausgehen. Somit standen im Mittel knapp 5.900 Betten zur Verfügung. Selbst wenn man das Worst Case der Drucksache des Deutsche Bundestags um zwei Dezimalen(!) kürzt, steht man immer noch vor einer 14-fachen Überlastung. Angesichts dieser vielen Fakten als DNA seines Ressorts, die dem amtierenden Gesundheitsminister und seiner Chefin hinlänglich bekannt sein müssten, zumindest aber einem seiner Staatssekretäre, steht dieser Ende Februar 2020 vor die Kameras deutscher Medien und erklärt beschwichtigend, man habe alles im Griff und sei gut vorbereitet auf die Herausforderung.

Die Tatsache, dass die USA als einzige Nation bereits im Dezember 2019 alle wichtigen Firmenmitarbeiter führender amerikanischen Weltkonzerne Flugzeug weise schnellst möglich im Hauruckverfahren aus China herausbringen ließ, hätte schon hellhörig werden lassen müssen. Diese Information ist anscheinend noch nicht einmal bis nach Berlin durchgedrungen, obwohl das auf dem Börsenparkett längst die Runde machte. Offensichtlich sind die Kontakte in die Wirtschaft und in die Börsenwelt auch nicht die besten, denn dort wurde das bereits im Januar 2020 kolportiert. Damals wäre es noch rechtzeitig gewesen, die Informationen gewissenhaft und substanziell zu prüfen und für eine Alarmierung zu sorgen. Mindestens zwei bis drei Wochen hätten eingespart werden können und mit viel mehr Nachdruck und Organisation die Bedrohung angegangen werden können, um der Unentschlossenheit den Raum zu entziehen. Stattdessen ein ängstliches, von Agonie gelähmtes Weiterhangeln von Tag zu Tag.

Bereits bei Bekanntwerden des ersten Infektionsfalles bei der Firma Webasto in Bayern durch eine aus China kommende Mitarbeiterin hätten sofort alle Flüge von dort unter Quarantäne kommen müssen. Der Innenminister samt Kanzlerin hätten hier zur Gefahrenabwehr sofort aktiv werden müssen. Spukt da schon wieder der Geist eines kollateralen Staatsversagens nach 2015? Hat man es in 5 Jahren immer noch nicht gelernt in ganz bestimmten Gefahrensituationen dieses Land und seine Menschen zu schützen indem man die Grenzen schließt, so wie es jedes andere Land der Welt auch tut?

Auch der allabendlich in den Nachrichtensendungen bemühte Vergleich mit europäischen Nachbarn, die nochmal vielfach schlechter dran sind als wir in Deutschland, weil sie ihre Medizinversorgung noch schlimmer vernachlässigten als wir, kann kein Maßstab für Politik sein, die für sich gerne in Anspruch nimmt qualitativ hochwertigst zu sein. Man misst sich nicht mit anderen, denen es noch schlechter geht als einem selbst, um sich selbst zu beweihräuchern und zu überhöhen, sondern versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass das eigene Land in eine solche Katastrophe kommt. Das kostet viel Geld, zugegeben. Allerdings aus kommerziellen Gründen alles bis auf den letzten Cent aus den Krankenhäusern ausbeuterisch herauszupressen, um es selbst als Fall für die Intensivstation zurückzulassen, ist massiv am Thema vorbeiregiert und kostet am Ende viel mehr. Dem krankgesparten Krankenhauswesen müssen jetzt eiligst mit hunderten von Milliarden Euro Geldspritzen ein Vielfaches der einst eingesparten Gelder per Blitzinfusion wieder injiziert werden.

Allerdings kann auch nicht ausbleiben dem Klinikmanagement unbequeme Fragen zu stellen, denn es ist mehr als befremdlich und grob fahrlässig, wenn man über die Medien gefühlt jeden Tag erfahren muss, dass einer Klinik nach der anderen zig Liter Desinfektionsmittel, zehntausende Mundschutze und Handschuhe sowie Intensivschutzkleidungen gestohlen werden können, weil diese anscheinend nicht ausreichend unter Verschluss/Aufsicht deponiert wurden, trotz der medialen Vorwarnung der Erstbestohlenen.
Es geht hier nicht um die Kosten der gestohlenen Güter, sondern, dass durch diesen leichtfertigen, unaufmerksamen Umgang mit wahrhaft (über)lebenswichtigen Gütern zahlreiche Menschenleben gefährdet und vielleicht sogar geopfert werden. Umso verwerflicher, weil es die Kampf- und Durchhaltemoral aller engagierten Kräfte unterminiert.

Last not least tangiert dieses Desaster noch mindestens ein weiteres Regierungsressort, nämlich das Kanzleramt mit seiner Chefin, wenn man es genau betrachtet auch den Wirtschaftsminister mit seinem Ministerium. Es ist eine Politik des perspektiv-, plan- und visionslosen Unterlassens, wenn man als langjährige Regierungschefin zulässt, dass das Ausland elementare Betriebe der Grundversorgung in der Medikamenten- und der Schutzkleidungsherstellung vollkommen aus Deutschland abziehen kann oder derartige Firmen an das Ausland verkauft werden, ohne ein blockierendes Veto der Politik. Dazu gehört auch das massenhafte Abwerben hochqualifizierten Personals. Hier greift die Begrifflichkeit der „nationalen Sicherheit“. Ein Vokabular, das im Repertoire der deutschen Politik gänzlich zu fehlen scheint.
Von Frankreich und den USA kann Berlin in dieser Hinsicht noch viel lernen. Hier muss man von der Regierungschefin einer der größten Volkswirtschaften der Welt erwarten dürfen, dass sie vor lauter ideologischer Globalisierungsverblendung die überlebenswichtigen und elementarsten Bedürfnis ihrer eigenen Nation nicht aus den Augen verliert, um in existenziellen Krisen nicht vom Wohlwollen Dritter abhängig und damit erpressbar zu werden .

Während dem Ablauf der Krise ist das nicht der richtige Zeitpunkt einer fundierten Fehlersuche und Schuldzuweisung. Jedoch gibt es viele offene Fragen und Gründe für eine teifgreifende investigative Recherche fleißiger, ambitionierter Journalisten nach der Krise.

Und wo ist eigentlich Ursula von der Leyen in der Corona-Krise? Nicht da! Vielleicht die beste aller Lösungen?

Urbadener
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » So 29. Mär 2020, 07:53

Cornelius Scipio hat geschrieben:Angesichts dieser vielen Fakten als DNA seines Ressorts, die dem amtierenden Gesundheitsminister und seiner Chefin hinlänglich bekannt sein müssten

Jens Spahn ist gelernter Bankkaufmann und hat von 2003 bis 2017 ein Fernstudium für Politik absolviert. Heute ist er Gesundheitsminister.
Cornelius Scipio hat geschrieben:Und wo ist eigentlich Ursula von der Leyen in der Corona-Krise? Nicht da!

Die zeigt - von Funk und Presse bejubelt - wie man sich die Hände richtig wäscht. Das hat sie bestimmt als Verteigungsministerin gelernt, als sie in Afghanistan unsere Freiheit verteidigt hat.

Mistral
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Mistral » So 29. Mär 2020, 09:56

Bei aller berechtigten Kritik, sollten wir die Fakten nicht vergessen. Corona ist reine Ablenkung und kein Grund zu Hysterie.

Was auffällt ist, dass unter den Experten keineswegs Einigkeit in der Beurteilung des Covid- 19-Virus und bezüglich der bestgeeigneten Strategie zu dessen Eindämmung besteht. Trotz einer weitgehend fehlenden Evidenz, haben viele Regierungen sich für die aus wirtschaftlicher Sicht maximal schädliche Variante der Virus-Bekämpfung mittels Lockdowns entschlossen. Das kann und wird in einer international arbeitsteilig organisierten Welt nicht ohne gewaltige Kollateralschäden abgehen.

Dennoch ist es bemerkenswert, welch drastische Eingriffe in die Bewegungs- und Erwerbsfreiheit möglich sind, ohne dass dagegen Kritik laut wird. Ein Phänomen, das, darauf lassen alle bislang verfügbaren Daten schließen, letztlich auf die Gesamtsterblichkeit keine nennenswerten Auswirkungen gehabt haben wird, dient einer paternalistischen Nomenklatura als willkommener Vorwand zum Übergang zu einer autoritär orchestrierten Planwirtschaft im Ausnahmezustand.

Zur Beurteilung der Gefährlichkeit von Covid-19 liefert der Fall des in Yokohama festgehaltenen Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“ aussagekräftige Daten: 3.711 Passagiere mit einem Durchschnittsalter von 58 Jahren, davon 697 positiv getestet, zwei Wochen Quarantäne,
sieben Tote.

3711 Passagiere = 100%
697 Infizierte = 18,8%
davon 7 Tote = 1%
von Gesamtpassagieren = 0,002%

Der Fall der Diamond Princess ist insofern von Bedeutung, als es sich dabei um einen faktisch abgeschlossenen Kosmos gehandelt hat, der eine exakte Analyse erlaubt - frei von externen Störfaktoren. Angesichts der aus diesem Fall zu ziehenden Erkenntnisse dürfen Zweifel angemeldet werden, dass die Covid-19-Pandemie tatsächlich die Jahrhundertkatastrophe ist, aufgrund derer Politik und Medien weltweit in den Panikmodus schalten.

Die Massenmedien spielen übrigens eine besonders befremdliche Rolle in der laufenden Propagandaschlacht: von der „vierten Macht im Staate“ kommt kein kritisches Wort. Sie betätigt sich vielmehr als völlig unkritischer Regierungspropagandist, der die Maßnahmen des eigenen Politbüros bejubelt und alternative Strategien in anderen Ländern (zumindest dann, wenn sie von liberalen oder konservativen
Regierungen geführt werden) in Grund und Boden verdammt. Ein derartiges Maß an freiwilliger Gleichschaltung steht bislang ohne Beispiel da.

Urbadener
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Urbadener » So 29. Mär 2020, 14:24

Minister rang mit Corona-Folgen - Bouffier vermutet Krise hinter Schäfers Tod

Nach dem Tod des hessischen Finanzministers Thomas Schäfer wendet sich Ministerpräsident Bouffier an die Öffentlichkeit. Sichtlich bedrückt erklärt der Regierungschef, wie sehr Schäfer unter dem Druck der Corona-Krise gelitten habe: "Er war verzweifelt."

"Wir müssen heute davon ausgehen, dass er sich große Sorgen machte, große Sorgen gerade darum, ob es gelingen könne, die riesigen Erwartungen in der Bevölkerung, insbesondere der finanziellen Hilfen, zu erfüllen", sagte Bouffier. Schäfer habe offensichtlich keinen Ausweg mehr gefunden, "er war verzweifelt und ging von uns", sagte der sichtlich erschütterte Ministerpräsident.

https://www.n-tv.de/politik/Bouffier-ve ... 77094.html

Tragisch - nach Jörn Kubicki, dem Mann von Klaus Wowereit, noch ein weiteres Coronaopfer mehr, Thomas Schäfer, Finanzminister von Hessen. Leider gibt es weitere Vermutungen, die jedoch nicht ins politische Konzept passen:

„Wie aus Ermittlerkreisen zu hören war, hat Schäfer einen Abschiedsbrief hinterlassen. Darin habe er die Gründe für seinen Suizid genannt. Dem Vernehmen nach soll Schäfer darin von einer „Aussichtslosigkeit“ gesprochen haben, die er gesellschaftlich, aber auch bezogen auf die wirtschaftliche Lage des Landes sehe. Diese Aussichtslosigkeit habe er unter anderem konkret auf die derzeitige Situation bezogen, die ihm offenbar „zu schaffen“ gemacht habe.“

Robinhood schreibt: Der Hessische Finanzminister hatte Finanzderivate auf steigende Zinsen für das Land Hessen abgeschlossen. Die Zinsen sind aber gefallen, Gesamtschaden bisher über 5 Mrd. €, Tendenz steigend. Ich hatte ihm geraten auf Amt und Pension zu verzichten, Viele hatten seine Verhaftung gefordert. Er hat sich dem entzogen...

Tatsächlich haben sich Regierungspolitiker in zwölf Bundesländern darauf eingelassen: Außer in Hessen noch in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Berlin.

In allen Bundesländern sind dabei enorme Buchverluste, Mrd. € angefallen, der FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hatte 2018 einen "Ausstieg" in Baden Würtemberg gefordert, die Liberalen hatten 2016 bereits einen Gesetzentwurf eingebracht, der Zinswetten mit Steuergeld verboten hätte.


Sollte diese Info stimmen, werden wir sicherlich noch weitere politische Coronaopfer erleben.

Mistral
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Mistral » Mo 30. Mär 2020, 07:25

Besonders praktisch ist derzeit, alles was passend gemacht werden muss, kann auf Corona abgewälzt werden. Die Politik erhält dafür die nötige Rückendeckung vom Robert Koch Institut und der WHO, die beide keine unabhängigen Organisationen sind.

Die WHO wird hauptsächlich von der Pharmaindustrie und einigen "wohltätigen" Spendern, wie bespielsweise Melinda und Bill Gates, finanziert. Wer jedoch recherchiert, wird feststellen, mit der Wohltätigkeit ist es nicht weit her, denn die gute Melinda und der barmherzige Bill sind sehr stark in der Pharmaindustrie investiert.

Das RKI ist staatsabhängig und daher bestimmt die Politik entscheidend mit, was dieses Institut veröffentlichen soll.

Das ist ein Mix an Selbstherrlichkeit, den es wohl auch in anderen Sparten gibt, allerdings nicht in dieser Dichte.
Die Corona-Histery wird vorüber gehen, es stellt sich nur die Frage was von unserem Land am Ende noch übrig bleibt.

Mistral
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Mistral » Mo 30. Mär 2020, 07:48

Ergänzend zu meinem vorherigen Beitrag noch einige interessante Informationen aus fachmännischem Munde.

Coronavirus: Irreführung bei den Fallzahlen nun belegt
Bislang vermieden es das Robert Koch-Institut und die Bundesregierung, die Anzahl der wöchentlich in Deutschland durchgeführten Corona-Tests zu erheben und zu veröffentlichen. Stattdessen wurden mit aus dem Zusammenhang gerissenen Fallzahlen Angst und Panik geschürt. Amtliche Daten belegen nun erstmals, dass die rasante Zunahme der Fallzahlen im Wesentlichen aus einer Zunahme der Anzahl der Tests resultiert.
https://multipolar-magazin.de/artikel/c ... fallzahlen

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Mistral
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Mistral » Mo 30. Mär 2020, 18:47

Urbadener hat geschrieben:Minister rang mit Corona-Folgen - Bouffier vermutet Krise hinter Schäfers Tod

Hier scheint sich zu bestätigen, was Robinhood im Beitrag von @Urbadener verlauten lässt. Bereits im Oktober 2018 titelte Die Welt:

Hessen verzockt mehr als drei Milliarden Euro
Finanzminister Thomas Schäfer hatte mit Finanzderivaten auf steigende Zinsen gewettet – und sich verzockt. Neue Veröffentlichungen zeigen das Ausmaß der Steuerverschwendung. Wähler könnten solche riskante Geschäfte in Zukunft verhindern.
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... -Euro.html

Die Wähler in Hessen haben das bei der letzten Wahl nicht verhindert. Warum auch? Es geht ja nur um Steuergeld und das sprudelte bisher ungehindert.

Über den neuesten Stand informiert die ET in einem heute erschienenen Bericht:

Hessen: Spekulationen nach Selbstmord Thomas Schäfers – lässt Corona Derivatgeschäfte platzen?

Der mutmaßliche Selbstmord des hessischen Finanzministers Thomas Schäfer löst Betroffenheit aus – aber auch Argwohn ob seiner Beweggründe. In einem Abschiedsbrief soll er von der "Aussichtslosigkeit" der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lage geschrieben haben.

Bereits 2018 hatte die „Welt“ berichtet, dass die Buchverluste infolge der seither noch weiter sinkenden Zinsen bereits mehr als drei Milliarden Euro betrügen. Schäfer, in dessen Amtszeit als Finanzminister des Landes die durch Derivate abgesicherten Außenstände von 24,7 Prozent auf im Jahr 2018 waren bereits 52,2 Prozent der hessischen Schulden angewachsen waren, sah keinen Anlass für Beunruhigung: Immerhin wisse man erst in 40 Jahren, ob und inwieweit sich die Anschaffung gelohnt habe. Und bis dahin könnten die Zinsen allemal noch steigen.

https://www.epochtimes.de/politik/deuts ... wsticker=1

Corona lässt eventuell ein riskantes Geschäft platzen, ist jedoch nicht für jeden Todesfall verantwortlich, auch wenn im Nachhinein noch gewisse Änderungen in Texten vorgenommen werden.

Arminius
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon Arminius » Di 31. Mär 2020, 00:43

Inzwischen ist wird klar, dass die Corona-Krise nur die eine häßliche Fratze dieser Herausforderung zu sein scheint. Die zweite kommt im direkten Anschluss und wird das Virus der ökonomisch-monetären Zerstörung sein. Nobelpreisträger Robert Shiller sagt, dass das was wirtschaftlich kommt, viel schlimmer sei als die gesundheitlichen Auswirkungen der Corona-Krise. Vielleicht überreagieren ja die Regierungen absichtlich viel zu heftig, um den nicht mehr zu rettenden Schuldenberg durch den Crash los zu werden.

https://www.wiwo.de/politik/konjunktur/ ... 95994.html

MIKE
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon MIKE » Di 31. Mär 2020, 06:22

Seit mehr als zwölf Jahren ist das Virus bekannt. Seit acht Jahren gibt es einen in einer Bundestagsdrucksache schriftlich dokumentierten Pandemieplan und bis vor drei Monaten hat die Bundesregierung abgewartet und sogar noch beschwichtigt.
Klima und Migranten waren wichtiger als die Vorbereitungen auf eine mögliche Pandemie, auch noch zu dem Zeitpunkt, als auch dem letzten Laien bekannt war, dass es sich um einen hochaktiven Gesellen handelt, der durchaus in der Lage ist, beim Stand der Globaisierung zu Produktionsstillständen und Lieferkettenunterbrechungen zu führen.
Von medizinischer Seite war zum letzten Mal 207/2018 klar, dass die medizinische Versorgung nicht ausreicht. Schon bei der damaligen Grippewelle wurden im Alttagsgeschäft händeringend für schwerst kranke beatmungspflichtige Notfallpatienten einzeln aufnahmebereite Krankenhäuser gesucht und die klinische Versorgung zum Teil in unverantwortlicherweise verzögert. Beispiele auch aus Mittelbaden gibt es zuhauf.

Wir sind auch noch zwei Monate nach Ausbruch der Epidemie bei uns nicht adäquat vorbereitet. Man kann dieses Verhalten durchaus zumindest als grob fahrlässig bezeichnen und kann es niemand verdenken, wenn den Verantwortlichen sogar Vorsätzlichkeit oder Verntwortungslosigkeit vorgeworfen wird.

Die Situation ist das Resultat des gelebten Kapitalismus und des Globalisierungswahns.
Das Finanzsystem droht gewollt oder ungewollt zu stolpern, umso mehr als es seit jahren herbeigeredet wird. Die eigentliche Ökonomie in den Finanzmärkten ist so pervertiert, dass die Menschen, die dort spielen, sich im Rahmen ihrer Jobs überhaupt nicht dafür interessieren, ob jetzt Menschen sterben oder nicht. Es geht darum die richtigen Einstiegs- und Untergangsszenarien finden. Wir befinden uns in einer riesigen sektenartigen Struktur, in der man auch noch und gerade ert recht mit einem Virus Geld „verdienen“. Die Bad Bank ist die Realität pur.

Der Euro war die dümmste Entscheidung der Europäer nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Deutschen zahlen die Zeche und bewegen sich schnurstracks in das sozialistische System der EU, in dem es sogar möglich ist, einen Kommissionspräsidenten zu wählen und dann eine Kommissionspräsidentin zu erhalten, die auf keiner Wahlliste auftauchte.

Corona bietet sich als Zeitpunkt für einen bereinigenden Prozess angesichts der der drohenden Pleiten an, um sich dann auf eine neue Ökonomie zu konzentrieren, die tatsächlich den Bedürfnissen dient und nicht nur den Aktienspekulanten, sondern der Volkswirtschaft und den Menschen, die darin leben.

Wir befinden uns in einer Situation, die man jetzt mit einer Währungsreform lösen könnte. Eine schöne Situation. Ein Neuanfang würde gut tun.

Die Welt ist am Anschlag. Egal wie es kommt.
Niemand braucht sich zu sorgen um die Ausgaben, die die Regierung jetzt tätigt mit Geld, das sie nicht hat. Wer es noch nicht wusste oder ahnte: Hubertus Heil kündigte bereits gestern kurz und knapp den anstehenden Lastenausgleich an – und den kennen die letzten alten weißen Männer noch aus der Nachkriegszeit und viele Aktive aus der Zeit nun nach der Wiedervereinigung.
Weiter so!

buerger46
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Re: Manöverkritik in der Corona-Krise

Beitragvon buerger46 » Di 31. Mär 2020, 12:21

Vielleicht bringt dieses you tube video etwas Erklärung zur Krise:

https://www.youtube.com/watch?v=6mBNqhioCQ4


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