Medienkampagne als beliebtes Indoktrinations-Werkzeug

Arminius
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Medienkampagne als beliebtes Indoktrinations-Werkzeug

Beitragvon Arminius » Mi 11. Sep 2019, 15:27

Ein Geländewagen der höchsten Preisklasse rast in Berlin über eine Straßenkreuzung an einer Ampel auf den Bürgersteig und erfasst und tötet dort 4 Menschen, darunter ein Kind.

Sirenen- und reflexartig, noch bevor überhaupt festgestellt werden konnte was eigentlich warum geschehen ist, erschallen die populistischen, polemisierenden und anklagenden demagogischen Schlausprüche aus dem links-grünen Unwissenheitsspektrum, dass man SUV's aus den Städten zu verbannen habe, dass Raserei die Ursache sei sowie sehr viel weiterer unqualifizierter Schund.

Nur gut, dass zufällig auf der Nachbarspur an der Kreuzung ein Taxi stand mit eingeschalteter Dash-Cam (Videocamera) in der Windschutzscheibe. Hier lässt sich erkennen, dass der Unfallwagen zwar gebremst wurde, jedoch trotzdem von der Fahrbahn ab und auf den Bürgersteig steuerte. Am dritten Tag nach dem Unglück kristallisiert sich heraus, dass es sich weder um ein innerstädtisches Wettrennen gehandelt hat, noch um einen Anschlag von terroristischer Seite. Vielmehr tritt zu Tage, dass es sich um einen medizinischen Notfall gehandelt hat, denn, so wird kolportiert, leide der/die Fahrer/in unter Epilepsie und erlitt einen Anfall beim Autofahren.

Anstatt jedoch den Kopf zuzumachen mit den polemisch-populistischen links-grünen Sprüchen, geht die Hetzjagd auf die SUV's unvermindert weiter. Die Medien gefeuern das derbe Treiben. Dabei hätte es auch mit einem Kleinwagen unter gleichen Umständen mehrer Tote geben können. Was allerdings viel mehr ins Auge fällt ist, dass die Hetze gegen SUV's kultiviert wird und dieser richtig gefrönt wird, ohne jeden Grund. Vielmehr hätte man erwarten müssen, dass diese sozialistischen Öko-Müsli-Hetzer sich den wahren Grund und Fehler dieses Unfalls einmal vorknöpfen, nämlich den Umstand, dass jemand der an Epilepsie erkrankt ist ein KFZ führen darf. Das ist der Missstand mit dem man es in Wirklichkeit zu tun hat und der, zumindest für mich, nicht nachvollziehbar ist. Epilepsie Erkrankte sollten kein KFZ lenken dürfen.

Dass SUV's in einer freien Gesellschaft in Städte fahren dürfen ist selbstverständlich. Nur Sozialismus- und Kommunismus verseuchte Öko's können sowas in Frage stellen. Denn selbst ein motorisiertes Fahrrad (egal ob Pedelec oder E-Bike) kann jederzeit bei Lenkfehlern oder medizinischen Notfällen zur tödlichen Waffe gegen Fußgänger werden. Wenn (Klein-)Kinder umgefahren werden oder Senioren durch Anfahren oder Rempeln zu Sturze kommen und mit dem Hinterkopf oder den Schläfen aufschlagen kann das Leben vorbei sein.

Die Medien befeuern natürlich diesen SUV-Hass und suhlen sich in der aktuellen Aufgeregtheit der Situation. Qualitätsjournalismus ist etwas gänzlich anderes.

Urbadener
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Re: Medienkampagne als beliebtes Indoktrinations-Werkzeug

Beitragvon Urbadener » Do 12. Sep 2019, 08:43

Arminius hat geschrieben:Die Medien befeuern natürlich diesen SUV-Hass und suhlen sich in der aktuellen Aufgeregtheit der Situation.

Ein bedauerlicher Unfall, der auch durch Merkel-Poller und Polizisten mit Maschinenpistolen nicht hätte verhindert werden können. Gleiches kann mit jedem Fahrzeug auf jeder Straße unseres Landes passieren, daher wollen die Grünen ja auch ein generelles Geschwindigkeitslimit von 120 km/h auf Autobahnen und möglichst – wie in Frankreich – 80 km/h auf Landstraßen. Allerdings lassen die Franzosen auf zweispurigen Landstraßen auch gelegentlich 110 km/h zu.

Arminius hat geschrieben:Qualitätsjournalismus ist etwas gänzlich anderes.

Die Hetze gegen SUV’s kam wieder einmal nur aus einer Ecke und dann auch noch von einem Politdarsteller der untersten Kaste, was jedoch unsere Presse nicht daran hinderte, diesen verzapften Blödsinn auszuschlachten. Kein Wunder, für einen schlecht bezahlten Volontär und einen grünen überbezahlten Chefredakteur, ist das ein gefundenes Fressen. Immer nur Co², Putin, Trump, Orban, seit neuestem auch noch Johnson, ist doch langweilig und die gestrige Rede von Alice Weidel sollte besser nicht publiziert werden, sie könnte das belämmerte Volk ja beunruhigen. Darum sind das Auto und insbesondere der SUV, das richtige Thema um von wichtigen Dingen abzulenken. Papier ist schließlich geduldig.

Mistral
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Re: Medienkampagne als beliebtes Indoktrinations-Werkzeug

Beitragvon Mistral » Do 12. Sep 2019, 15:12

Urbadener hat geschrieben:die gestrige Rede von Alice Weidel sollte besser nicht publiziert werden, sie könnte das belämmerte Volk ja beunruhigen.

Dann beunruhigen wir halt mal das belämmerte Volk. Hier ist die Rede von Alice Weigel:
https://www.youtube.com/watch?v=OgGRNLI-mlc

Cornelius Scipio
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Re: Medienkampagne als beliebtes Indoktrinations-Werkzeug

Beitragvon Cornelius Scipio » Do 12. Sep 2019, 19:50

Vielen Dank für die erstklassige Rede von Frau Weidel gestern auf Youtube bei der Regierungserklärung.
Der Redebeitrag von Alexander Gauland zur Regierungserklärung war auch von besonders hoher Qualtät:
https://www.youtube.com/watch?v=SmVAdChRq0o

Klar, dass man diese Reden nur in ganz kleinen Ausschnitten dargereicht bekommt, quasi in homöopathischen Dosen.
Wer schlau ist und wissen will was in diesem Lügner- und Betrügerstaat wirklich passiert schaut sich die beiden Reden auf Youtube ganz an.

Mistral
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Re: Medienkampagne als beliebtes Indoktrinations-Werkzeug

Beitragvon Mistral » Fr 13. Sep 2019, 08:20

Weidel und Gauland sagen nur, was tatsächlich Sache ist.
In unseren Zeitungen ist darüber sehr wenig, bis überhaupt nichts zu lesen. Dafür wird heute hauptsächlich über die erneute Kandidatur von Winfried Kretschmann berichtet und über die Reaktionen einiger auserwählter und ins Redakteurkonzept passender Politiker. Beispiel aus unserer Heimatzeitung gefällig?

Zitate zur Kretschmann-Kandidatur 2021

"Klar ist: In einer Demokratie hat keiner das Amt gepachtet"
"Warum Winfried Kretschmann wieder kandidiert, bleibt nach den vielen Versäumnissen der letzten Jahre offen. Es nützt nichts, die weltpolitischen Herausforderungen beim Klima und für die Wirtschaft zu beschwören, wenn man die Antworten im eigenen Land schuldig bleibt. Ein Aufbruchsignal für Baden-Württemberg sieht jedenfalls anders aus."

Andreas Stoch, SPD-Landes- und Fraktionschef.

"Winfried Kretschmann geht in seiner Rolle als Landesvater auf. Ich traue den Grünen mit ihm an der Spitze weiterhin Erfolg zu. Bei allem Respekt vor seiner Lebensleistung brauchen wir in wesentlichen Kernthemen allerdings dringend deutliche Kurswechsel."
Michael Theurer, FDP-Landeschef.

"Bei einer vollen weiteren Amtszeit ist er 78 Jahre alt. Ich zweifle, dass er das wirklich so lange bleibt. Auf fünf weitere Jahre Winfried Kretschmann kann sich niemand verlassen."
Hans Ulrich Rülke, FDP-Fraktionschef.

"Der Ministerpräsident hat über den Sommer eine Entscheidung getroffen und diese heute verkündet. Das ist alles - und so aufregend ist das gar nicht. Wir können uns jetzt endlich wieder voll und ganz den Sachthemen und der Fortsetzung unserer erfolgreichen Regierungsarbeit widmen."
CDU-Landeschef Thomas Strobl.

" Wir nehmen es, wie es kommt. Wir haben mit Susanne Eisenmann ebenfalls ein exzellentes Personalangebot an die Wählerinnen und Wähler, eine exzellente Spitzenkandidatin. Es ist Zeit für einen Aufbruch und neuen Schwung."
CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart.

"Winfried Kretschmann ist jemand, der die ganze Gesellschaft im Blick hat, der klare Entscheidungen zum Wohle aller und nicht nur mancher trifft."

Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand.

"Er genießt großes Ansehen und Vertrauen und schafft es, auf besondere Weise Bindekraft für die Breite der Gesellschaft zu entfalten."
Grünen-Bundesvorsitzende Annalena Baerbock.

"Die Grünen wollen Herrn Kretschmann offenbar im Amt zu seinem eigenen Denkmal erstarren lassen - und er ist bereit dazu. Aber sicher ist: Den Schlafwagen-Wahlkampf, den sich der Ministerpräsident offenbar derzeit vorstellt, wird es mit uns definitiv nicht geben."
CDU-Generalsekretär Manuel Hagel.

"Landesgroßvater gefällt mir nicht. Was soll das für einen Sinn machen? Ich hatte ja schon ein Problem mit Landesvater."
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

"Ich habe zu keinem Zeitpunkt mit einem anderen Gegenkandidaten als Winfried Kretschmann gerechnet. Klar ist: In einer Demokratie hat keiner das Amt gepachtet. Baden-Württemberg steht in zentralen Politikbereichen wie der Klima-, der Wirtschafts- und Sicherheitspolitik vor großen Herausforderungen."
Susanne Eisenmann, CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2021.

"Zu erwarten ist eine Fortsetzung der Lobbypolitik für die Autoindustrie, steigende Kinderarmut, hohe Mieten und fehlende Infrastruktur im ländlichen Raum. Die Politik Kretschmanns ist weder sozial noch ökologisch."
Dirk Spöri, Landessprecher der Linken.


Was die drittstärkste Kraft im Landtag zu sagen hat, hat die BT-Leserschaft nicht zu interessieren und den, der doch Interesse hat, der kann sich ja wo anders informieren. Ich habe Interesse daran, wie die gesamte Opposition die Entscheidung von Kretschmann sieht und daher kopiere ich die im Tragischen Badblatt fehlende Stellungnahme nachstehend ein:

AfD-Fraktionsvorsitzender Bernd Gögel: «Ohne große Emotionen hat die Fraktion der AfD im Landtag von Baden-Württemberg die Ankündigung von Winfried Kretschmann zur Kenntnis genommen, auch für die kommende Legislaturperiode für das Amt des Ministerpräsidenten kandidieren zu wollen. Für die AfD spielt es seit jeher keine Rolle, unter welcher Regie die katastrophale Politik von Bündnis 90/Die Grünen in unserem Bundesland vorangetrieben wird. Unabhängig vom derzeitigen Ministerpräsidenten und zukünftigen Spitzenkandidaten tragen die Grünen maßgebliche Verantwortung für eine vollkommen aus dem Ruder gelaufene Landespolitik, die in ihrem Weltrettungswahn den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg massiv in Gefahr bringt, in Größenordnungen Arbeitsplätze insbesondere im Automobilbau und der Zulieferindustrie aufs Spiel setzt und zu einer weiteren Verarmung weiter Teile der Bevölkerung beiträgt, die schließlich zwangsläufig zu einer Spaltung der Gesellschaft führen muss. Unverhohlen droht Kretschmann den Bürgern und der Wirtschaft mit Zumutungen und Kollateralschäden, die das panische Vorantreiben der sogenannten ‚Transformation‘ zur sogenannten ‚Dekarbonisierung‘ zur Abfederung des angeblich menschgemachten Klimawandels zwangsläufig nach sich ziehen wird, und meint damit verklausuliert eine drastisch gesteigerte Belastung eines Großteils der Bürger durch höhere Verbrauchssteuern und Abgaben beispielsweise für Pendler und Flüge. Die Menschen in Baden-Württemberg vor einer weiteren Zumutung – und zwar einer dritten Amtszeit von Winfried Kretschmann und einer weiteren Regierungsbeteiligung der Grünen, zu bewahren – wird in den kommenden anderthalb Jahren eine der wichtigsten Aufgaben der AfD sein. Wir werden alles in unserem Ermessen Stehende tun, um die Bürger vor dem selbstgefälligen ‚Landesgroßvater‘ zu schützen und umsetzbare Alternativen aufzuzeigen. Allerdings liegt es letztlich in der Verantwortung der Wähler, mit ihrer Stimmabgabe dafür Sorge zu tragen, die Grünen in ihre Schranken zu weisen und damit zu verhindern, dass weitere fünf Jahre in zunehmender parlamentarischer Verkrustung verschenkt werden und dadurch der Anschluss an die globale Entwicklung verschlafen wird. Mit entsprechenden Wahlergebnissen hätte sich eine erneute Regierungsbeteiligung der Öko-Ideologen und die gesamte mediale Aufregung um den zum Biedermann reingewaschenen Alt-Maoisten ohnehin endgültig erledigt.»
Quelle: https://www.goodnews4.de/nachrichten/br ... -gar-nicht

Arminius
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Re: Medienkampagne als beliebtes Indoktrinations-Werkzeug

Beitragvon Arminius » So 15. Sep 2019, 11:20

Die Hetzkampagne gegen "DIE SUV's" ist im vollen Gange. Vor allem Mißgünstige und Neidbesessene sind sehr vorurteilsaffin und voreingenommmen.

All diesen mediengehypten Krawallmachern lege ich jetzt einmal einen ganz einfachen banalen Vergleich vor:
VW Passat der bis 2019 produziert wird wiegt zwischen rund 1470 kg und 1780 kg, je nach Spezifikation, Verbrauch zwischen 5 l/100 km und 7 l/100 km
Ich fahre bis heute einen asiatischen SUV (dessen Marke ich aus Annonymisierungsgründen nicht weiter ausführe), Gewicht zwischen 1470 kg und 1680 kg, Verbrauch zwischen 5,7 l und 7,0 l /100 km (bei permanentem Allradantrieb).

Aus meinem eigenen Verhalten kann ich ableiten, dass ich, wenn der SUV in Gebrauch ist, ich auf der Autobahn durchschnittlich 120 bis 140 km/h fahre, wenn ich in unserem Mittelklasse Zweit-PKW unterwegs bin mindesten 150 km/h, meistens aber zwischen 160 und 180 km/h und mehr fahre.
Der SUV hat eine beruhigende Wirkung. Bei meinen Fahrten zum Arbeitsplatz im SUV komme ich regelmäßig mit unter 6 l aus.

Wo ist also jetzt die Umweltzerstörung meines SUV im Gegensatz zu vielen anderen Mittelklasse PKWs und warum hetzt man dann nicht auch gegen VW Passat, Opel Insignia, oder Peugeot, Renault, Citroen und Fiat Mittelklasse PKWs. Diese ganze Medienhetze aus der links-grünen Ecke ist von A bis Z an Verlogenheit nicht zu überbieten. Sie ist ein Instrument, damit wieder ein Schritt Sozialismus eingeführt wird durch die Hintertür. Künftig geht man zum Autohändler und interessiert sich für ein Auto das einem gefällt. Ist es dann ein SUV, kommt der freundliche Verkäufer auf einen zu und informiert bzw. fragt: " Diese Modellreihe ist lediglich für Förster, Jäger und Landwirte! Gehören Sie zu einem dieser Personenkreise?" Wenn man hier mit "Nein" antwortet und das nicht belegen kann, ist das Wunschauto tabu. Verkappte Bolschewisten in Kreisen der Politmafia schweben solche Zustände in ihren feuchten Träumen vor.

Die in der Öffentlichkeit hat also eine Diskussion geführt zu werden mit Auto oder ohne Auto, und nicht mit SUV oder ohne SUV.

MIKE
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Re: Medienkampagne als beliebtes Indoktrinations-Werkzeug

Beitragvon MIKE » So 15. Sep 2019, 18:14

@Arminius
Man muss nicht zu den "Mißgünstigen", "Neidbessenen", "Vorurteilsaffinen" und "verkappten Bolschewisten" gehören, wenn man sich kritisch mit den SUV-Lenkern auseinandersetzt.
Soll jeder das Auto kaufen oder leasen, das ihm gefällt und in dem er sich wohl fühlt, egal ob 5, 10 oder 27 Liter Verbrauch wie bei dem roten Regierenden Bgm in B. Soll aber jeder dieser Besitzer so ein Vehikel lenken können und gefälligst die Park- und Fahrregeln einhalten. Dann ist alles in Ordnung. Viele dieser SUV- Enthusiasten meinen leider, dass sie den oft viel zu engen Straßen- und Parkraum für sich gepachtet haben. Diese leider zunehmende Rücksichtslosigkeit hat ihren Ursprung in der Arroganz und der absoluten Rücksichtslosigkeit.

Arminius
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Re: Medienkampagne als beliebtes Indoktrinations-Werkzeug

Beitragvon Arminius » So 15. Sep 2019, 20:04

@MIKE
Genau darum geht es. Warum greift man sich ausgerechnet SUV's mit ihren Fahrer heraus und hetzt die Öffentlichkeit gegen sie auf. Das Ganze hat System, weil interessierte Kreise dahinterstehen. Was tun SUV-Fahrer so Schlimmes, dass es notwendig erscheint sich mit diesen so "kritisch" auseinandersetzen zu müssen, dass sie am Nasenring vor aller Öffentlichkeit vorgeführt werden müssen? Welches Fehlverhalten rechtfertigt offenbar eine solche Treibjagd auf SUV-Lenker? Was tun die Schlimmes, was andere nicht tun?

SUV-Lenker sind genauso normale Menschen wie die Fahrer von niedlichen Kleinwagen, biederen Mittelklassewagen, omnipotenten Sportcoupes oder noblen Oberklasselimousinen. Sie sind genauso sehr oder wenig regelkonform wie diese. Sie haben ebensolche Stärken und Schwächen. Sie begehen genau so häufig oder selten die selben Gesetzesübertretungen wie jene oder unterlassen es. Doch warum hetzt niemand gegen diese andere Verkehrsklientel?

Das Einhalten der "Park- und Fahrregeln" sind nicht nur von SUV-Lenkern einzuhalten. Sie werden von allen anderen Besitzern von KFZ's ganz genauso oft gebrochen oder auch nicht. Und, dass viele mit Kleinwagen Motorisierte noch nicht einmal mit diesen vernünftig umgehen können, erschließt sich einem sofort beim Gang durch ein öffentliches Parkhaus, wo die mit den kleinsten Autos am Kriminellsten geparkt haben. Dabei wäre das mit dem Spielzeug so leicht.

Worin äußert sich das "Pachten" von "oft viel zu engen Straßen- und Parkraumes"? Reicht da schon, dass man ganz unbedarft auf der dafür vorgesehenen Fahrspur entlang rollt? Reicht es da schon, dass man sein KFZ auf einer viel zu klein geschnittenen Parkfläche abstellen muss? Nein, gepachtet hat man natürlich nichts, aber im Parkhausfall immerhin gemietet. Ist es die Schuld von SUV-Lenkern, wenn Städteplaner und Parkgaragenbesitzer die angewachsenen Maße von modernen Autos ignorieren. Die Autos wachsen seit Jahrzehnten in Breite, Länge und Höhe. Dem wird nicht Rechnung getragen. So hat der heutige VW Golf die Maße der Mercedes-Benz E-Klasse von 1995 z. T. fast erreicht, teils sogar überschritten. Da ist der Vorwurf der Raffgier und Geldgeilheit der Parkhausbetreiber zu machen, nicht den SUV-Lenkern.

MIKE hat geschrieben: Viele dieser SUV- Enthusiasten meinen leider, dass sie den oft viel zu engen Straßen- und Parkraum für sich gepachtet haben.

Hat das nicht viel weniger mit dem Autotyp als viel mehr mit der Prestige schwangeren Marke (z. B. Mercedes, BMW, Audi, Porsche, Jaguar, Lexus) zu tun?

MIKE hat geschrieben:Diese leider zunehmende Rücksichtslosigkeit hat ihren Ursprung in der Arroganz und der absoluten Rücksichtslosigkeit.

Diese Rücksichtslosigkeit ist Autotypus unabhängig und hängt viel mehr an den Testosteron schwangeren oben genannten Marken. Ist nicht dort Rücksichtslosigkeit und Arroganz flächendeckend beheimatet?

Sich die SUV-Lenker/innen heraus zu picken ist vollkommen unseriös. Morgen sind es dann die Cabrioletfahrer und übermorgen die Sportwagenfahrer.
Und so wird eine Gruppe herausgedeutet die am Seelenunheil der Verkehrswelt schuld sein soll. Und morgen ist die nächste dran, bis alle gegeneinander ausgespielt sind. Einzig seriös wäre es, wenn man alle Autofahrenden in ihrer Gesamtheit an den Pranger stellt. Sonst gar nichts.

Bei allem Respekt @MIKE, aber Deine Argumentation strotzt geradezu von Vorurteilen.

Mistral
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Re: Medienkampagne als beliebtes Indoktrinations-Werkzeug

Beitragvon Mistral » Mo 16. Sep 2019, 09:02

Über das Auto lässt es sich vortrefflich streiten, meistens ist die Karre die man fährt überdimensioniert. Egal ob SUV oder normales – was ist schon normal? – Gefährt. Ich habe mir einmal den Spaß erlaubt und meine jährlichen PKW-Fixkosten meiner Kilometerleistung gegenübergestellt, Ergebnis: mit dem Taxi würde ich günstiger fahren. Ich habe noch nicht einmal die Kosten für die Garage und Wagenpflege eingerechnet, sonst wäre die Rechnung noch grausamer gewesen. Kommen noch größere Reparaturen hinzu, dann rechnet sich mein Auto für mich überhaupt nicht mehr. Bedingt durch den Dieselskandal, dem damit verbundenen Wertverfall der Karosse, der allgemeinen Unsicherheit welchen Antrieb man überhaupt nutzen soll und weil ich mir meine Flexibilität erhalten möchte, fahre ich mein 1,8 Tonnengefährt mit anständigem Bums unter der Haube halt so lange weiter bis es sich überhaupt nicht mehr rechnet, oder auseinander fällt. Mein Auto ist eine Kostenstelle in meiner Bilanz und ob ich mir das leiste oder mehr Steuern bezahle, ist somit für mich unerheblich. Zugegeben, diesen Vorteil hat nicht jeder.

Es gibt noch ganz andere Kostenstellen im allgemeinen Leben, die mehr Lebensraum und Energie benötigen als das heilige Blechle. Schau ich in meinem Leben zurück, so frage ich mich sehr oft, wie vor 50 Jahren eine 5-köpfige Familie mit 100 m² Wohnraum auskommen konnte? Ich beanspruche heute für mich alleine 60 m², die beheizt, beleuchtet und sauber gehalten werden müssen. Staubsauger, Saug-Robby, Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine, Backofen mit Dampfgarer, Induktionskochfeld und Abzugshaube darüber, Brotschneidemaschine, Kühl- und Gefrierschrank, Klimaschrank, Kaffeautomat, Fernseher und Stereoanlage runden das Wohlfühlwohnen ab. Aber braucht man den ganzen Luxus? Kann man sein Brot nicht auch mit einem anständigen Zackenmesser schneiden. Der Filterkaffe hat doch auch geschmeckt und die Wäsche lässt sich ohne Aufwand an der frischen Luft trocknen. Wir leben in einem Überfluss, der wohl das BIP steigert aber unsere Umwelt belastet, denn alles was wir uns durch Technik abnehmen lassen, benötigt Energie und ob die aus der Steckdose oder der Zapfsäule kommt ist unerheblich. So könnte man auch über die Größe des Fernsehers streiten, mit dem wir heute zig Programme rund um die Uhr empfangen können und auf allen Kanälen ein und denselben Quatsch vorgesetzt bekommen. Wir fordern luxuriöse Bequemlichkeit in allen Lebensbereichen und dafür zahlen wir einen Preis. Ob wir den jetzt mit fehlendem und teurem Parkraum in unseren Städten oder einer Gretel-Steuer bezahlen ist ebenfalls unerheblich, wir haben von allem viel zu viel und solange wir nicht abspecken sondern immer noch draufsatteln, solange können wir ungeniert abkassiert werden.

Sten
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Re: Medienkampagne als beliebtes Indoktrinations-Werkzeug

Beitragvon Sten » Mo 16. Sep 2019, 12:34

Das Auto ist Statussymbol wie das eigne Haus und das Boot.
Wer bequem fahren möchte und eine höhere Sitzposition will,
der hat das auch beim Opel Mokka und beim Dacia Duster.
Beide Autos sind um die 4,30 Meter lang und ca. 1,80 Meter breit.
Die Höhe liegt zwischen 1,65 und 1,70 Meter.
Der X5 von BMW und der GLE von Mercedes sind runde 5 Meter lang,
2 Meter breit und zwischen 1,75 und 1,80 Meter hoch.
Ähnliche Maße haben die SUV von Audi und Porsche.
Der große Unterschied liegt im Preis, die Nobelmarken sind rund
3-mal so teuer wie die Brot und Butter Autos.
Die SUV der Nobelmarken brauchen 10 qm Platz im Straßenverkehr,
die billigen Autos nur um die 8 qm und die 2 qm Unterschied merkt man schon.
Wer sein Auto rücksichtslos parkt braucht auch mit einem Smart 2 Parkplätze.
Nach meiner Meinung brauche ich nur einen SUV wenn ich schwere Lasten ziehen muss.
Für alles andere gibt es auch andere Autos die Allrad und eine höhere Sitzposition haben.
Den SUV verteufle ich nicht, wer so was haben will der soll sich das kaufen.
Rücksichtsvoll damit umgehen und das Geld für den Mehrverbrauch haben
und die höheren Preise für Werkstatt, Reifen etc. bezahlen können.
LG Sten


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