Deutschland ist ein reiches Land!

MIKE
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Re: Deutschland ist ein reiches Land!

Beitragvon MIKE » Sa 25. Apr 2020, 05:02

An anderer Stelle habe ich angedeutet, dass man sich siebzehn Jahre auf den NCorona vorbereiten konnte. Die Szenarien, die sich heute abspielen, wurden zuletzt 2012 offiziell beschrieben und gleichzeitig wurde fahrlässig alles unterlassen, um die nun massiv entstandenen Konflikte zu verhindern. Unsere Regierung hat sich sogar noch im Januar 2020 wider besserem Wissen erdreistet, die Gefahren für die Gesellschaft zu bagatellisieren. Ein unverzeihliches Laissez-faire, wie wir es in der gesamten Gesundheitsbranche seit Jahrzehnten bemängeln und hinnehmen, dass wir eine total überlastete Pflege, erhebliche Versorgungsmängel bei der Medikamenten- und der Notfallversorgung haben.

Dieses Chaos dient denselben Mächten, die seit langer Zeit die Fäden der Welt ziehen und ist außerdem nicht einmalig. Beim Crash 1907 stiegen bis Juni 1908 die Unternehmensinsolvenzen in den USA um 50% und die Arbeitslosenquote verdreifachte sich. Die Folge: Massenverelendung und die Erfolgsgeschichte eines J.P. Morgan mit einem gewaltigen Umverteilungsakt. Ende der 1920er-Jahre bis Anfang der 1930er-Jahre taucht wieder ganz vorne derselbe Name auf. Das Muster von 1907 wurde wiederholt.
Es geht immer wieder um eine Gier getriebene Vermögensumverteilung auf Kosten der arbeitenden Menschen. Die Vermutung liegt nahe, dass es diverse Kreise oder Institutionen gibt, die aus den Zusammenbrüchen in der Realwirtschaft gigantische Gewinne erzielen, Mächte , die an einer Depression arbeiten und denen menschliche Verelendung egal ist – augenscheinlich auch mitten im Dorf an der Bushaltestelle vor dem (noch besetzten)katholischen Pfarramt, wo eine Wohnsitzlose vorgestern ihr Nachquartier aufgeschlagen hatte und andere in alten Baucontainern seit Jahren wie Aussätzige ebenfalls mitten Dorf hausen.

Heute interessiert nur der Gewinn und nicht der Umsatz. Der Finanzsektor steht an der Spitze der Ökonomie und bestimmt die Veränderung der Gesellschaft. Wie anders wäre zu erklären, dass Daimler Benz sich bemüßigt fühlt, in diesen Tagen seinen ihm entgangenen Gewinn zu bejammern und Porsche vor Jahren einen höheren Gewinn als Umsatz erzielte?*)

In den letzten 35 Jahren hat sich alles zugunsten des Kapitals verändert. Die meisten Vermögenswerte dieser Welt liegen in den Händen der Finanzmacht und es verdichtet sich alles auf die Frage, ob es sich derzeit um das Finale Umverteilung und einer anschließenden Ein-Welt-Regierung handelt. Und je stärker jetzt der Abschwung ist, desto mehr kann man Konkurrenz ausschalten und desto größer sind die Gewinne der Eingeweihten.
In diesen Zeiten kommt der Virus doch wie gerufen. Er sollte überraschend kommen – und das ist Merkel, Spahn & Co nicht gelungen.
Je stärker die gesundheitliche Gefahr in der Bevölkerung geschürt wird, desto mehr Druck wird erzeugt und um so mehr Massenbetriebsschließungen, Zusammenbrüche von Lieferketten und je dramatischer wird die Staatsverschuldung, die Verschuldung der Bürger also. Mit künftigen Steuern wird wieder getilgt.
Die Machtpyramide wird täglich klarer. Seit den 70er-Jahren gibt es in der Realwirtschaft immer weniger zu verdienen. Daran haben sich offenbar schon die meisten Menschen gewöhnt.

*) Am 07.11.2008 meldete das Handelsblatt, dass der Sportwagenbauer Porsche das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt hat. Der Gewinn (vor Steuern) wurde mit 8,57 Milliarden Euro beziffert und somit war der Gewinn höher als der Umsatz. Ökonomen rieben sich die Augen. Wie kann ein Gewinn größer sein als ein Umsatz? Ist das ökonomisch überhaupt möglich? Es ist möglich und in der heutigen Zeit ist es auch kein Weltwunder. Porsche hat seinen Gewinn an der Börse erzielt. Da das reale Geschäft, der Verkauf von Sportwagen, stagnierte und kein Wachstum generiert werden konnte, hat man sich, über Aktienkäufe und Spekulationen, an andere Firmen beteiligt bzw. sogenannte Finanzmarktprodukte erworben.

Urbadener
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Re: Deutschland ist ein reiches Land!

Beitragvon Urbadener » Sa 2. Mai 2020, 09:37

Deutschland ist nicht nur das reichste Land der Erde, es ist jetzt auch die unbestritten Nr. 1 bei den:

1. ENERGIEKOSTEN
2. LOHN- UND EINKOMMENSTEUERN
3. SOZIALABGABEN

Kein anderes Land schröpft seine Bürger wie es Deutschland tut. Besserung in Sicht? Kaum vorstellbar!

EU-Wiederaufbaufonds - Sumpf der Staatswirtschaft

Die Summen, um die es geht, sind astronomisch und für Friedenszeiten beispiellos. Erst in der vergangenen Woche beschlossen die EU-Regierungschefs auf einer virtuellen Konferenz, nicht nur den Haushalt der Europäischen Union zu vergrößern, sondern auch noch einen sogenannten Wiederaufbau-Fonds aufzulegen – nachdem sie zuvor schon ein Paket in Höhe von 540 Milliarden Euro geschnürt hatten. Ob der neue Fonds 1.000 Milliarden groß oder noch größer sein wird, blieb ebenso offen wie die Frage, wohin wieviel Geld fließen soll und für welchen Zweck. Nur die Richtung ist vorgegeben: von Nord nach Süd.

Die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Hilfsmaßnahmen summieren sich, die Staatsgarantien mit eingerechnet, nach vorläufigen Berechnungen auf 1,2 Billionen Euro. Das wären 35 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 2019. Es wurden auch schon höhere Zahlen genannt – von bis zu zwei Billionen. Damit dürfte die schon jetzt im internationalen Vergleich zu hohe deutsche Staatsquote von 45 auf über 50 Prozent des BIP ansteigen. Viele der Hilfsmaßnahmen sind notwendig und sinnvoll, manche überflüssig, und andere fließen in dunkle und kriminelle Kanäle. Die Streuverluste werden groß sein, aber nicht annähernd so groß wie die im Zuge der maßlosen EU-Umverteilung.
https://jungefreiheit.de/debatte/kommen ... irtschaft/

Mistral
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Re: Deutschland ist ein reiches Land!

Beitragvon Mistral » Di 12. Mai 2020, 14:55

Bernd Raffelhüschen: Einnahmen des Staates brechen noch stärker ein als das BIP

Die Steuereinnahmen des Staates werden durch die Coronakrise noch stärker einbrechen als das Bruttoinlandsprodukt (BIP), das nach Aussage der Bundesregierung um etwa 6,3 Prozent in diesem Jahr schrumpft. „Weil das Steueraufkommen progressiv veranlagt wird, reduzieren sich die staatlichen Steuereinnahmen prozentual noch deutlich stärker“, sagte der renommierte Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen dem Monatsmagazin Tichys Einblick. Doch der Staat müsse nicht nur niedrigere Einnahmen verkraften, sondern mit explodierenden Ausgaben rechnen „für das Kurzarbeitergeld, das Gesundheitssystem, die gigantischen inländischen und europäischen Hilfspakete“. Das werde die Schuldenquote Deutschlands massiv nach oben treiben. „Bei der expliziten Staatsschuld halte ich einen Anstieg auf bis zu 80 oder gar 90 Prozent des BIP für durchaus realistisch, nachdem Deutschland in diesem Jahr erstmals die 60-Prozent-Maastricht-Schuldenstandsquote wieder unterschritten hätte“, so Raffelhüschen.

Um diese riesigen Defizite aufzufangen, rechnet der Finanzwissenschaftler mit steigenden Einkommenssteuern nicht nur für Reiche, sondern für alle Schichten sowie höheren Sozialabgaben. „Kranken- und Pflegeversicherung werden signifikant teurer, auch die Rentenbeiträge steigen.“ Zudem rechnet der Ökonom mit einer „Enteignung der Bürger auf kaltem Weg“. Raffelhüschen: „Bereits seit Jahren schmilzt die Kaufkraft von Deutschlands liebsten Sparformen auf Sparbüchern und bei Versicherungen. Die Nullzinspolitik frisst selbst bei der ausgewiesenen relativ niedrigen Inflation heimlich, still und leise die Kaufkraft. Die härteste Enteignung stellt eine deutlich steigende Inflationsrate bei stagnierender Wirtschaft dar.“

Allerdings sieht Raffelhüschen den Staat bei der Erhöhung von Steuern und Abgaben an einer Akzeptanzgrenze angekommen. „Allein veranlagten Steuerpflichtigen mit Facharbeitereinkommen in der Metall- oder Chemieindustrie verbleiben oft kaum mehr als 40 Prozent von ihrem Arbeitnehmerbruttolohn. Wir können diese Steuer- und Abgabenbelastung nicht weiter erhöhen, weil das zu einem massiven Akzeptanzproblem bei den Bürgern führen wird.“ Zudem würden Verbrauchssteuern wie die Mehrwertsteuer noch einmal 20 Prozent des privaten Konsums wegfressen. Dennoch rechnet der Ökonom damit, dass die Abgabenlast immer weiter steigen wird. „In der langen Frist werden wir bei 60 Prozent landen, wenn wir auf der Ausgabenseite so weitermachen wie bisher.“

Quelle: https://www.tichyseinblick.de/daili-es- ... s-das-bip/

Ich habe den gesamten Bericht aus TE hier eingestellt, damit er nicht verloren geht und ich den Text parat habe, wenn ich mir wieder anhören darf: „Mir geht es gut, so gut ist es mir noch nie gegangen.“

Dieser Satz lässt sich sehr einfach beantworten: „Stimmt, so gut wie heute ist es dir in der Tat noch nie gegangen.“ Das war es dann auch, alles was jetzt noch kommt ist reine Konkursverschleppung.

Sten
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Re: Deutschland ist ein reiches Land!

Beitragvon Sten » Fr 22. Mai 2020, 11:57

Schulden wegen Corona
Unglaublich, wie viel Geld sich Deutsche jetzt leihen

Kreditnehmer in Deutschland leihen sich heute im Durchschnitt mehr Geld als noch vor der Krise: Die durchschnittliche Kredithöhe war im März 7,5 Prozent höher als im Februar.
Aktuell ist der Durchschnittskredit deutlich höher als vor der Corona-Krise. Verbraucher, die im März einen Kredit abgeschlossen haben, nahmen im Schnitt 15 676 Euro auf.
Menschen mit einem Nettoeinkommen zwischen 1000 und 2000 Euro liehen sich im März im Schnitt 12 086 Euro, das sind 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Deutlich stärker stiegen die Summen, die Menschen mit höheren Einkommen von 3000 bis 4000 Euro mit 16 Prozent sowie 4000 bis 5000 Euro mit 17 Prozent beantragten.
Bei den Verdienern mit einem Nettoeinkommen von mehr 5000 Euro war der Anstieg mit 40 Prozent am stärksten. Sie liehen sich im Schnitt 26 864 Euro.
https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wir ... .bild.html

Schon im März Schulden wegen Corona machen?
Was geht dann erst im April oder Mai ab?
LG Sten

MIKE
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Re: Deutschland ist ein reiches Land!

Beitragvon MIKE » Mi 24. Jun 2020, 20:27

11 Milliarden Euro
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung verfügt über ein Budget von rund 11 Milliarden Euro.
Damit werden Projekte in 85 Ländern fördert, wobei Gender Mainstreaming und die Förderung erneuerbarer Energien einen wichtigen Pfeiler deutscher Entwicklungshilfe bilden.
Länder wie China und Indien, die Weltraumprogramme betreiben und über Nuklearwaffen verfügen, werden mit zinsermäßigten Krediten finanziell unterstützt.
70 der geförderten Länder gelten als korrupt.

MIKE
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Re: Deutschland ist ein reiches Land!

Beitragvon MIKE » Mi 24. Jun 2020, 20:27

11 Milliarden Euro
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung verfügt über ein Budget von rund 11 Milliarden Euro.
Damit werden Projekte in 85 Ländern fördert, wobei Gender Mainstreaming und die Förderung erneuerbarer Energien einen wichtigen Pfeiler deutscher Entwicklungshilfe bilden.
Länder wie China und Indien, die Weltraumprogramme betreiben und über Nuklearwaffen verfügen, werden mit zinsermäßigten Krediten finanziell unterstützt.
70 der geförderten Länder gelten als korrupt.

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Re: Deutschland ist ein reiches Land!

Beitragvon Urbadener » Do 2. Jul 2020, 11:41

MIKE hat geschrieben:70 der geförderten Länder gelten als korrupt.

Das passt doch! Da ist sogar noch viel mehr möglich, bei dem Aufschwung den wir gerade erleben.

Es geht aufwärts in Deutschland, das beweist der Anstieg der Staatsverschuldung und der Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist wegen der Folgen der Corona-Krise erneut gestiegen. Im Juni waren 2,853 Millionen Menschen ohne Job, 637.000 mehr als vor einem Jahr.

Die positiven Meldungen überschlagen sich.
Deutscher Einzelhandel nach Corona-Lockerungen mit kräftigem Umsatzplus
Die Lockerungen in der Coronakrise haben den deutschen Einzelhändlern im Mai den stärksten Umsatzanstieg seit mindestens 26 Jahren beschert.
Die Erlöse kletterten zum Vormonat um 13,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Preisbereinigt (real) fiel das Plus mit 13,9 Prozent noch stärker aus und war zugleich der größte Umsatzanstieg seit Beginn der Datenerhebung 1994.


Und wie hat sich der Mai im Vergleich zu 2019 geschlagen? Minus 6,2 %!

Es geht tatsächlich aufwärts! Ich freue mich schon auf die nächsten Jubelarien.

Mistral
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Re: Deutschland ist ein reiches Land!

Beitragvon Mistral » Do 2. Jul 2020, 14:20

Urbadener hat geschrieben:Die positiven Meldungen überschlagen sich.

Nach 70% Umsatzeinbruch beim Einzelhandel im April, sind 13,9% Plus im Mai schon wahnsinnige Zuwachsraten. Wie war das noch mal mit im Hundert und auf Hundert rechnen? 70% Abschlag von 100 ergibt 30 und darauf jetzt die Steigerung von 13,9% ergibt 34,17. Da fehlen ja fast zweidrittel bis 100. Prozentrechnen ist halt nicht Jedermanns Sache.

Mistral
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Re: Deutschland ist ein reiches Land!

Beitragvon Mistral » Sa 4. Jul 2020, 11:40

Nach einer Branchenumfrage der "Textilwirtschaft" lagen die Umsätze im stationären Modehandel in der vergangenen Woche um 21 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Esprit, Tom Tailor, S. Oliver, immer mehr Modefirmen kämpfen ums Überleben. Galeria Karstadt Kaufhof, Zara, die Handelskette Sinn und das Modeunternehmen Hallhuber, der Hosenspezialisten Hiltl und der Taschenhersteller Picard runden das Bild ab. Ein Ende der Krise in der Modebranche ist nicht abzusehen, ganz egal ob Hersteller oder Einzelhandel. Hatte ich bisher den Herbst als den Zeitpunkt der Hiobsbotschaften auf dem Radar, muss ich mich eines Besseren belehren lassen. Alles geht schneller als bisher angenommen. Das gilt auch für andere Branchen, die sich derzeit noch bedeckt halten und auf Besserung hoffen, jedoch heute schon ankündigen was auf uns zukommt:

Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) ist die Pkw-Produktion in Deutschland im ersten Halbjahr 2020 um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Infolge des Markteinbruchs mussten zahlreiche Zulieferer in Deutschland Insolvenz anmelden.


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