CO²: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

MIKE
Beiträge: 493
Registriert: Sa 30. Mär 2019, 16:36

Re: CO²: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

Beitragvon MIKE » Fr 12. Jul 2019, 20:05

2019 07 12
Es geht gar nicht um C02


Der Baden-Badener Bundetagsabgeordnete Kai Whittaker wirbt gemeinsam mit 15 Unions-Bundestagsabgeordneten für ein Papier "Unser Weg zur Grünen Null". Er wirbt für eine Kombination aus Politik-Vorgaben sowie der Steuerung über den Markt - und das für die Verbraucher kostenneutral.
"Nicht Verbote sind unser zentrales Mittel, sondern ein marktwirtschaftliches Prinzip: Wir geben CO 2 einen Preis, schrittweise über alle Sektoren."


Im nächsten Satz kommen die Volksvertreter doch zu den Kosten – wer hätte anderes erwartet?
Man wolle das Pariser Klimaschutzabkommen einhalten, so das Ziel. Der CO 2 -Preis soll sich aus zwei Komponenten zusammensetzen: aus einem festen Sockelbetrag (Festpreis) für die Tonne CO 2 , ergänzt durch einen Marktpreis, der durch den Handel ermittelt werde. Im Gegenzug sollen bestehende Steuern und Abgaben wie Stromsteuer, Energiesteuer, Kfz-Steuer, Luftverkehrabgabe und EEG-Umlage schrittweise gestrichen werden. "Damit schaffen wir unnötige Steuerbürokratie ab", heißt es in dem Konzept.
Der Festpreis für CO 2 soll stetig ansteigen, zusätzlich wird der Marktpreis eingeführt. Beide Preise sollen für alle Sektoren gelten: Industrie, Strom, Wohnen, Landwirtschaft und Verkehr. Damit es sich überall lohne, CO 2 einzusparen. Im Gegenzug sollen die genannten Energiesteuern schrittweise reduziert werden.
Falls der Staat dadurch mehr Steuern einnimmt, soll der Überschuss zurückgegeben werden - um "Bürger und Unternehmen, insbesondere einkommensschwache Haushalte, beim Energiesparen unterstützen", wie es heißt.
Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, wird ein WTO- und europarechtskonformer Steuerausgleich angestrebt. Dabei sollen Exporte von der CO 2 -Bepreisung befreit, Importe dagegen mit einem CO 2 -Preis belegt werden. Dieser Ansatz werde international auf Widerstand stoßen, aber "Klimaziele lassen sich nur mit diplomatischem Geschick und einiger Flexibilität lösen". Das vorgeschlagene Modell sei jedenfalls für alle viel günstiger als jede "Klima-Planwirtschaft".
Der Vorschlag soll in ein Gesamtkonzept der Union einfließen, das die Bundestagsfraktion dann im September beraten wird.

Urbadener
Beiträge: 1329
Registriert: Mo 18. Jan 2016, 06:16

Re: CO²: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

Beitragvon Urbadener » Sa 13. Jul 2019, 05:23

Was heißt hier "grüne Null"? Davon haben wir doch schon viel zu viel!
Ein Nullsummenspiel gibt es in unserem Staat nicht, dafür die Flexibilität dem Bürger immer mehr Geld abzupressen.

MIKE
Beiträge: 493
Registriert: Sa 30. Mär 2019, 16:36

Re: CO²: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

Beitragvon MIKE » Sa 13. Jul 2019, 06:42

@ Urbadener
Das Problem sind diese Nullen, die bei ihrer Bewerbung den Wahlberechtigten
vorgaukeln, sie werden, wenn sie gewählt werden, "sich den Arsch aufreißen"
für ihren Wahlkreis.( DAS IST EIN WÖRTLICHES ZITAT des W. aus der Badner Halle
in Rastatt anlässlich seiner Wahl.)
Das Problem sind diese Nullen, die das glauben und jahrelang dann überhaupt nichts
dazu beitragen, dass es in diesem Wahlkreis vorangeht.
Das Problem sind die Nullen, die es noch nicht einmal interessiert, was in ihrem Wahl-
kreis so abgeht oder nicht.
Das Problem sind diese Nullen, die als Ärzte und Lehrer nachplappern, was ihnen irgend-
welche Lobbyisten ihnen vormachen, als Tatsachen verkaufen und dazu noch die vermeintlich
moralische Keule nutzen.
Das Problem sind die Nullen, die unkritisch täglich "Heimat"zeitungen produzieren und
sogar noch erfolgreich vermarkten.

Was nützt mir, mich über die "große Politik" aufzuregen, wenn ich sehe, dass diese Politik
ihren Ursprung auf unterster Ebene hat,
wo kreuz und quer - wenn überhaupt - lamentiert, aber kaum zur Sache beigetragen wird,
wo grüne Lungen im Siedlungsgebiet dem Mammon zum Opfer fallen und auf Teufel komm raus nachverdichtet werden
wo Krankenhäuser und Krankenhausabteilungen geschlossen werden, ohne dass eine adäquate Alternative angeboten wird.
wo noch nicht einmal die kommunalen Aufsichtsräte wissen, was in den von ihnen zu beaufsichtigenden Anstalten abgeht
wo Landeplätze für Rettungshubschrauber ersatzlos gestrichen oder gleich gar nicht gebaut werden
wo Notärzte verzweifelt Aufnahmekliniken suchen müssen, weil Leitstellen versagen
… ?
Da sagt Uli Gellermann zu Recht "PAPPNASEN" und ich sage [b]"So weit das Auge reicht."[/b]
Das war einmal anders.

Sten
Beiträge: 957
Registriert: So 31. Jan 2016, 10:38

Re: CO²: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

Beitragvon Sten » Sa 13. Jul 2019, 09:02

Noch was zur grünen Null

Kachelmann rüffelt Klimaexpertin Bärbel Höhn

Man kann gar nicht so viel Unsinn dementieren, wie die Grünen jeden Tag verzapfen. Schön, dass es doch einmal einer tut: „Der bekannte Meteorologe Jörg Kachelmann rüffelt auf Twitter die deutsche Grünen-Abgeordnete Bärbel Höhn. Deren Ausführungen, die aktuell kalten Temperaturen seien ein Zeichen dafür, dass der Golfstrom nicht mehr richtig funktioniere, kommentierte Kachelmann launig: „Frau Höhn phantasiert frei von jeglicher Verbindung zur Wissenschaft.“

Kachelmann wurde schon mal fertig gemacht.
Trotzdem macht er den Mund auf. Respekt.
LG Sten

MIKE
Beiträge: 493
Registriert: Sa 30. Mär 2019, 16:36

Re: CO²: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

Beitragvon MIKE » Sa 13. Jul 2019, 10:00

So etwas nannte mal "Zivilcourage".
Heute weiß ja niemand mehr, was das ist.

Urbadener
Beiträge: 1329
Registriert: Mo 18. Jan 2016, 06:16

Re: CO²: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

Beitragvon Urbadener » Sa 13. Jul 2019, 15:15

Zustimmung, das Problem sind die vielen Nullen! Allerdings scheinen die Nullen derzeit überall die laute Mehrheit zu stellen.

Jeder einigermaßen klar denkende Mensch muss doch zumindest zu der Erkenntnis kommen, dass ein Klimawandel nicht nur mit einem Gas das nur zu 0,04% in der Atmosphäre vorhanden ist zu erklären ist. Es werden riesige Gebiete in Südamerika und Asien abgeholzt, das sind Lungen unseres Planeten. Es werden Staudämme gebaut, die den bisherigen Lebensraum exorbitant verändern. Es werden enorme Flächen bei uns versiegelt, weil wir für eine rückläufige Bevölkerung immer mehr Wohnraum brauchen. Es werden weltweit riesige Agrarflächen zum Anbau von Monokulturen umgepflügt, weil wir unbedingt angeblich umweltfreundliche Bioenergie benötigen. Fast der gesamte Globus ist aus dem Gleichgewicht, weil der grüne Mensch die Erde vergewaltig und nicht weil der Co2-Ausstoss zu groß wäre.

Ich bin gespannt ob diese Studien bei uns veröffentlicht werden:

Das Erdmagnetfeld ist schuld – Die Theorie des menschengemachten Klimawandels wurde gerade eindeutig widerlegt

Hier nochmal die Zusammenfassung und eine Schlussfolgerung

Insbesondere niedrige Wolken reflektieren wie ein Sonnenschirm Sonnenstrahlen und entziehen der Erde damit Wärme. Gibt es mehr Wolken, dann ist die Temperatur niedriger als mit wenigen Wolken.Niedrige Wolken entstehen vor allem dann, wenn die kosmische Strahlung tief in die Erdatmosphäre eindringen kann.Die Menge an kosmischer Strahlung, die tief in die Atmosphäre eindringen kann wird bestimmt durch die Stärke des Erdmagnetfeldes. Ist das Magnetfeld stark, dann dringt nur wenig kosmische Strahlung durch. Ist es dagegen schwach, dann dringt viel kosmische Strahlung durch.Das Erdmagnetfeld verändert sich permanent und die Veränderungen des Erdmagnetfeldes korrelieren eindeutig mit der globalen Temperatur.Insgesamt lassen sich quasi alle Temperaturschwankungen mit Hilfe der Magnetfeld-Wolkenbildung-Hypothese („Svensmark Effekt“) erklären, Wolken sind für circa 90% der Veränderungen verantwortlich.Die Hypothese ist so stark, dass sie die gängigen Klimamodelle in ihrer Aussagekraft um Längen schlägt.Der menschliche Einfluss ist im Vergleich zu Veränderungen im Erdmagnetfeld vernachlässigenswert, er liegt bei unter 1%.

https://mannikosblog.blogspot.com/2019/ ... d-die.html


Sollten diese Studien wieder einmal ignoriert werden, wäre noch einmal mehr bewiesen was die Co2-Hype in Wirklichkeit ist: Ein riesiges Geschäft für die Industrie und sonstige davon profitierenden Instutionen, auf dem Rücken der alles bezahlenden Bürger.

Sten
Beiträge: 957
Registriert: So 31. Jan 2016, 10:38

Re: CO²: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

Beitragvon Sten » Sa 13. Jul 2019, 16:26

In Berlin, Brüssel und bei den ganzen linksgrünvegansonstigen Schlauschlümpfen herrscht das Motto:
"Meine Meinung steht fest! Bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen!".
LG Sten

Mistral
Beiträge: 1468
Registriert: Mi 20. Jan 2016, 11:14

Re: CO²: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

Beitragvon Mistral » Mo 15. Jul 2019, 13:39

Sten hat geschrieben:"Meine Meinung steht fest! Bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen!".

Genau das habe ich gedacht, als ich heute auf „goodnews“ den Gastbeitrag von Franz Alt gelesen habe.

Die Sonne schickt uns keine Rechnung
https://www.goodnews4.de/nachrichten/br ... -franz-alt

Der visionäre Beitrag von Franz Alt hat mich zu folgendem Leserbrief veranlasst:

Den Beitrag von Franz Alt kann ich nicht unwidersprochen lassen. So schreibt Herr Alt, dass Saudi-Arabien plant, das größte Solarkraftwerk der Welt mit einer Leistung von 200 Gigawatt zu errichten, das den Strom für etwa einen Cent pro Kilowattstunde produzieren soll, während bei uns der Strom aus der Steckdose zwischen 26 und 30 Cent pro Kilowattstunde kostet.

Warum wir für den Strom bis zu 30 Cent pro Kilowattstunde bezahlen müssen, ist auf der Webseite der Bundesnetzagentur wie folgt nachzulesen:

Der Strompreis, den Sie als Kunde bei Ihrem Lieferanten bezahlen, setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:
• Kosten für die Strombeschaffung (Erzeugung oder Einkauf), den Vertrieb und Gewinnmarge (insgesamt 22,4 %)
• Steuern (22,9 %): diese beinhalten die Mehrwertsteuer (16 %) und die Stromsteuer (6,9 %)
• Nettonetzentgelt inklusive Abrechnung (23,0 %): Das Netznutzungsentgelt
• Messung und Messstellenbetrieb (1,1 %): Entgelte für die Kosten der technisch notwendigen Mess- und Steuereinrichtungen (z.B. Zähler), die Ablesung und das Inkasso
• Abgaben/Umlagen (30,7 %)
Diese Umlagen beinhalten:
• Konzessionsabgabe (5,4 %),
• Umlage nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG-Umlage) (22,7 %),
• Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz KWKG (1,2 %),
• Umlage nach § 19 der Strom-Netzentgeltverordnung (1,2 %) und
• Offshore-Haftungsumlage (0,1 %)
• Umlage für abschaltbare Lasten (0,1 %)

Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/Shared ... ammen.html

An den Strombörsen wird derzeit die Kilowattstunde für etwa 3 Cent (Einkaufspreis der Energieversorger) gehandelt. Nehmen wir einmal den utopischen Fall an, dass durch alleinige alternative Energieerzeugung der Strom von den Energieversorgern für einen Cent pro Kilowattstunde erworben werden könnte, dann würde sich unsere Stromrechnung um maximal zwei Cent pro Kilowattstunde verringern und im gleichen Zuge unsere Versorgungssicherheit jedoch exorbitant verschlechtern, weil in einer windstillen Nacht kein Strom erzeugt werden kann.

Dem Mythos der umweltfreundlichen alternativen Energiegewinnung stehen zwischenzeitlich Studien entgegen, in denen den Windkraftanlagen eine Schuld an der extremen Trockenheit im Nord-Osten unserer Republik mit folgender Begründung zugeschrieben wird.

„Wenn wir einem aktiven System – also nichtfossiler Energie – Energie entziehen, beeinflussen wir die Energieflüsse in dem System, und zwar umso stärker, je mehr wir dort eingreifen“, heißt es in einer Studie der französischen Forschungsorganisation CNRS vom Februar 2014.

Mit ihren Wirbelschleppen verändern Windräder die Luftbewegungen in den unteren Schichten der Atmosphäre. Demzufolge kann es doch nicht nur dem Co²-Ausstoss zuzuschreiben sein, wenn in Regionen wo sich weitläufige Agrarländereien mit geringer Bodenfeuchte aneinanderreihen und die weitaus meisten Windkraftanlagen installiert worden sind, extreme Trockenheit auftritt. Bereits seit etwa zehn Jahren liegen durch Satellitendaten und Modellanalysen internationaler Forschungsinstitute warnende Hinweise auf einen „nicht zu vernachlässigenden“ Einfluss von Windparks auf das regionale Klima und Wettergeschehen vor. Dieser Einschätzung schließen sich die bekannten Meteorologen Mojib Lativ und Sven Plöger an, wollen sich dazu jedoch nicht näher äußern. Warum nicht? Weil uns der Wind keine Rechnung schickt?

In einer Modellstudie in großen Windparks in Texas wurde nachgewiesen, dass die Temperaturen in den Parks innerhalb eines Jahres um 0,72 Grad Celsius höher lagen als in den angrenzenden Gebieten. Wie passt das mit der Hype „stoppt die Klimaerwärmung“ zusammen?

Ist dagegen nicht anzunehmen, dass wenn ein angeblicher geringfügiger Anstieg des Kohlenstoffdioxids (CO2) mit einem Volumenanteil von etwa 0,04 % in der Atmosphäre das Weltklima verändern kann, auch Windparks das lokale Klima verändern können?

In der Vergangenheit wurden schon einmal gravierende Fehler gemacht, als im Rahmen eines „Grünen Plans“ Feldwege gepflastert und selbst die kleinsten Bäche begradigt wurden. Bis irgendwann nicht grüne Experten feststellten, dass die Hochwasser am Niederrhein auf diese grüne Idee zurückzuführen sind. Die daraus resultierende Renaturierung in unserer Region dürfte auch etwas jüngeren Mitbürgern noch in Erinnerung sein.

Aus den vorgenannten Gründen, würde ich es als erwachsener und weltoffener Mensch sehr begrüßen, wenn weniger mit einseitiger Ideologie, dafür mehr mit globaler wissenschaftlicher Kompetenz solch wichtigen Themen unserer Zeit angegangen würden

Urbadener
Beiträge: 1329
Registriert: Mo 18. Jan 2016, 06:16

Re: CO²: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

Beitragvon Urbadener » Mo 15. Jul 2019, 15:59

@ Mistral - Eine angemessene Antwort auf reine Stimmungsmache.

Wie schreibt Franz Alt doch so schön in seinem gute Laune Artikel: „Solarstrom wird Sozialstrom“
Darum freuen sich heute schon alle Bürger auf die Co²-Abgabe, die PI-News die Wasserstoffbombe unter den Steuern nennt. Was uns hier erwartet ist dem verlinkten Bericht zu entnehmen:

CO²-Abgabe: Die Wasserstoffbombe unter den Steuerarten
http://www.pi-news.net/2019/07/co%c2%b2 ... euerarten/

Und was machen die deutschen Volltrottel? Die sehnen sich nach dieser Steuer, damit das arme Klima nicht sterben muss.

Mistral
Beiträge: 1468
Registriert: Mi 20. Jan 2016, 11:14

Re: CO²: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

Beitragvon Mistral » Di 16. Jul 2019, 09:25

Gestern war wohl Franz Alt Tag, goodnews, Heimatzeitung und hart aber fair. Ich würde sagen, das reicht jetzt wieder für ein Weilchen.
In der Heimatzeitung durfte Herr Alt über Wald und Wälder referieren, nachstehnd sein ungekürztes Werk:

Retten uns die Wälder?

Eine Schweizer Studie hat eine Debatte über Umgang mit CO2-Belastung losgetreten
Von Franz Alt
Baden-Baden - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht eine große und überraschende Ankündigung: "Die Politik steht vor der Aufgabe, ein fossiles Zeitalter abzulösen und ein neues Zeitalter zu begründen". Söder stellt einen "neuen Klimafahrplan" vor und kündigt zugleich für die Waldbewirtschaftung in Bayern einen "Paradigmenwechsel" an. Aus einem reinen "Wirtschaftswald" soll ein "Klimawald" werden.
Der Wald sei "unser Erbe", ihn zu erhalten sei die wichtigste Aufgabe. Der bayerische Staatswald soll künftig nicht mehr die Staatskasse füttern, sondern CO2-Speicher sein. 30 Millionen Bäume will Söder in den nächsten fünf Jahren pflanzen lassen.
Plötzlich ist der Wald wieder ein großes Thema. Können wir mit den Wäldern gar das Weltklima retten?
Die neue Wald-Diskussion begann mit einer wissenschaftlichen Studie der ETH Zürich. Darin heißt es: "Wälder können zwei Drittel der menschengemachten CO2-Belastung ausgleichen". Mit dem Pflanzen von Milliarden Bäumen sei die Klimaerhitzung noch aufzuhalten. Die Erde habe noch Platz für 900 Millionen Hektar zusätzlichen Wald, sagen die Züricher Wissenschaftler. Damit stünde ein Gebiet von der Größe der USA zum Aufforsten von Wald zur Verfügung. Wenn diese Wälder einmal herangewachsen seien, dann könnten sie 205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern, das entspreche rund zwei Drittel der 300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, die von Menschen seit Beginn der Industrialisierung in die Atmosphäre emittiert wurden.
Und wo sollen diese Bäume gepflanzt werden? Die Studie schlägt hauptsächlich sechs Länder vor:
In Russland mit 151 Millionen Hektar
In den USA mit 103 Millionen Hektar
In Kanada mit 78 Millionen Hektar
In Australien mit 58 Millionen Hektar
In Brasilien mit knapp 50 Millionen Hektar und
In China mit rund 40 Millionen Hektar.
Skeptiker werden sagen, das sei reine Theorie, zu schön, um wahr zu sein. Machen die genannten Länder überhaupt mit? Diese Frage muss die Politik beantworten, das ist nicht Aufgabe der Wissenschaft. Wissenschaft muss zunächst vorschlagen, was grundsätzlich - und auch theoretisch - möglich ist. Am wichtigsten ist, dass schnell gehandelt wird. Bei der Klimaerhitzung läuft uns die Zeit davon. Bedacht werden muss auch, dass Bäume einige Jahrzehnte wachsen müssen, bis sie ihr Potenzial als Kohlenstoffspeicher ausschöpfen können.
Noch wichtiger als das Pflanzen von Bäumen ist, dass sich die Menschheit rasch verabschiedet vom Verbrennen fossiler Rohstoffe. Wir verbrennen heute an einem Tag so viele Kohle, Gas, Öl und Benzin wie die Natur in einer Million Tagen angesammelt hat. England und Schweden haben bereits beschlossen, schon in wenigen Jahren aus der Kohle auszusteigen, Deutschland will das erst im Jahr 2038. Wissenschaftlicher Fakt ist, dass die CO2-Emissionen rasch reduziert und in wenigen Jahrzehnten auf Null gebracht werden müssen, wenn wir das Schlimmste noch verhindern wollen.
Wichtig ist auch zu bedenken, dass zurzeit weltweit mehr Wald abgeholzt wird, als nachwächst, vor allem in Brasilien, in Zentralafrika und in Südostasien. Das Pflanzen von Milliarden Bäumen allein wird unser Klima nicht unter 1.5 Grad Erwärmung halten können. Aber massives Aufforsten statt bisheriger Kahlschlag wäre ein ganz wichtiger Beitrag, das Klima halbwegs noch erträglich zu halten. Aufforsten und die Begrünung der Wüsten allein sind nicht die Lösung des Klimaproblems, aber sie sind ein wichtiger Teil der Lösung. Bäume schaffen in vielen Regionen ihr eigenes Klima und mildern die Temperaturen.
Die traurige Realität in Europa sieht zurzeit allerdings so aus: Je heißer die Sommer werden und je weniger es regnet, desto mehr brennen die Wälder und desto brutaler schlägt der Borkenkäfer zu. Außerdem ist Wald nicht gleich Wald - die Hitze macht Nadelbäumen viel mehr zu schaffen als den Laubwäldern. In Brandenburg zum Beispiel sind noch immer fast 80 Prozent der Bäume Kiefern. Kluge Förster steuern das Nachwachsen der Wälder. Vielfalt ist im Wald gefragt, nicht Einfalt. Eine intelligente Waldwirtschaft und eine klimagerechte Waldpolitik werden immer wichtiger.



Leider vermisse ich die Begründung, im bestimmt mit guten Gewissen geschriebenen Aufsatz, warum wir ein globales Defizit von round about 480 Millionen Hektar Wald überhaupt haben.
Spontan fällt mir dazu ein, wenn in der westlichen Welt riesige Monokulturen für den Betrieb von Biogasanlage angebaut werden, die zur Nahrungsmittelproduktion oder für Tierfutter verwendet werden könnten, dürfen wir uns doch nicht wundern wenn wir Soja aus Brasilien importieren müssen.

Wenn unseren Treibstoffen unbedingt grüner Biosprit beigemischt werden muss, ist es doch normal, dass der Rohstoff dafür irgendwo angebaut werden muss. Reicht das Rapsöl nicht, wird halt Palmöl aus Asien genommen.

In allen Fällen werden riesige Ackerflächen gebraucht und sind die nicht da, dann wird halt Regenwald gerodet oder abgefackelt. Friedrich von Hayek hat in seinem Beitrag vom 01.05.2019 im Thread „Die Erdzerstörer“ geschrieben: „Hierzu haben die Medien in den letzten Tagen übereinstimmend gemeldet, das im vergangenen Jahr 2018 insgesamt 12 Mio. Hektar Urwald durch Rodung verloren gegangen sind.“ Wären die nicht vernichtet worden, müssten die auch nicht aufgeforstet werden.
Dass ist das was Sozialisten nie begreifen, die Nachfrage regelt nicht nur den Preis, sondern auch die Produktionsbedingungen. Wäre die Nachfrage nach Soja oder Palmöl aus der westlichen Welt nicht in dem bestehenden Umfang da, müsste auch nicht so viel davon produziert werden. Hier sehe ich wieder Parallelen zum „Grünen Plan“ – erst wird was krumm war gerade gemacht, damit man es später wieder verbiegen kann.


Zurück zu „Themen aus der Bundesrepublik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste