Die SPD zwischen Selbstmord und Fronarbeit

Urbadener
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Re: Die SPD zwischen Selbstmord und Fronarbeit

Beitragvon Urbadener » Mo 2. Dez 2019, 09:20

Die SPD hat eine neue Parteispitze, die Genossen hatten die Wahl zwischen zwei Traumpaaren. Bei beiden konkurrierenden Paaren sind die Frauen größer als die Männer und wirken auch entschlossener. Visuell vermitteln mir beide Paare den Eindruck, große Schwester als Beschützer des kleinen Bruders. Der Kleine darf ungestört kläffen, weil die große Schwester bei Bedarf den Kontrahenten aufs Maul haut. Mein Eindruck wurde gestern bestärkt, als die große Schwabenschwester den kleinen Rheinländerbruder ganz fest und keinen Widerspruch duldend um die Schulter fasste. Das Siegerpaar besticht durch einen Charme, der nur bei ganz hartgesottenen Sozialisten eine Gänsehaut erzeugen kann. Das gibt noch ein Fest innerhalb der Genossenrunde, das ich als Unbeteiligter mit Wonne und großem Abstand genießen werde. Das nächste Ziel dürfte meines Erachtens die 5% Hürde sein, die es für diese stolze Partei zu meistern gilt.

Cornelius Scipio
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Re: Die SPD zwischen Selbstmord und Fronarbeit

Beitragvon Cornelius Scipio » Mo 2. Dez 2019, 10:47

Urbadener hat geschrieben: Das nächste Ziel dürfte meines Erachtens die 5% Hürde sein, die es für diese stolze Partei zu meistern gilt.


...bevor sie durch Bedeutungslosigkeit in der Selbstauflösung verschwindet.

Sten
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Re: Die SPD zwischen Selbstmord und Fronarbeit

Beitragvon Sten » Mi 4. Dez 2019, 11:40

Habe gerade auf der Heimfahrt im Radio gehört,
die SPD will jetzt doch in der Koalition bleiben.
Eine Abstimmung über den Ausstieg wird es beim Parteitag nicht geben.
Warum haben die dann so einen Zirkus in den letzten Wochen gemacht?
Kampfabstimmung der zwei Gnomenpärchen! War das nur aus Spass!
Das wird uns bestimmt wieder als Opfer für das Land und Volk verkauft.
Solche Clowns kann man doch nicht wählen.
LG Sten

Mistral
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Re: Die SPD zwischen Selbstmord und Fronarbeit

Beitragvon Mistral » Mi 4. Dez 2019, 14:32

Sten hat geschrieben:Solche Clowns kann man doch nicht wählen.

Zum Thema Groko-Aus ein Kommentar aus unserer gestrigen Heimatzeitung:

Unberechenbare SPD

Für die Wahl des Unworts des Jahres könnte man einen weiteren Vorschlag einreichen: "Nachverhandeln" hätte beste Chancen zur Kür. Das Wort hat jetzt schon so viele Missverständnisse ausgelöst, dass es die große Koalition möglicherweise an ihr Ende führt oder besser gesagt: ihre Protagonisten hineintreibt. Bei der SPD liegen die Nerven so blank, dass die Partei nicht mehr vernünftig agiert. Das designierte Führungsduo Saskia Esken und Norbert-Walter Borjans handelt planlos. Wenn Regierungspartner verlässlich und fair miteinander umgehen, setzen sie sich zusammen, reden über neue Vorhaben und erzielen im Idealfall Einigkeit. Jeder trägt seine Position vor und am Ende findet man einen Kompromiss. Das war bisher schon so in der ungeliebten Koalition -und wäre auch in jeder anderen Koalition so. Reden also - nicht "nachverhandeln". Doch die Unberechenbarkeit der SPD nimmt mit schwindender Wählergunst zu - Faktoren, die sich gegenseitig verstärken. Eine Sehnsucht nach Opposition, in der man die reine Lehre hochhalten kann, hat viele Sozialdemokraten erfasst. Sonderlich attraktiv für Wähler ist so eine Partei nicht. Die Gefahr des "Zerbröselns", die die AfD für SPD und CDU an die Wand malt, besteht tatsächlich. Esken zog das Wort "nachverhandeln" inzwischen zurück, doch es hat schon eine negative Eigendynamik entfacht. Sie und Walter-Borjans wirken wie Getriebene. Die Erwartungen, die sie geweckt haben, können sie nur mit dem großen Knall einlösen, also dem Groko-Aus. Das hieße Selbstmitleid und Selbstfindungskurs statt Regierungsverantwortung. Die SPD, die immer zu Recht ihre historische Rolle und Verantwortung für die Demokratie hochhält, sollte das Ende bedenken. Die AfD frisst Kreide und wartet auf die Ernte.

Regierungsverantwortung ist nicht so wichtig. Viel wichtiger ist es an den Fleischtöpfen zu bleiben!!

Urbadener
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Re: Die SPD zwischen Selbstmord und Fronarbeit

Beitragvon Urbadener » Do 5. Dez 2019, 07:45

Mistral hat geschrieben:Viel wichtiger ist es an den Fleischtöpfen zu bleiben!!

Genau so sieht es auch Gabor Steingart in seinem Morning Briefing, er schreibt:

"Die SPD ist Deutschlands traurigste Partei. Sie ist 156 Jahre alt und weiß nicht, was sie will. Sie weiß nur, was sie nicht will. Aber das ist nicht dasselbe. Drei innerparteiliche Gruppierungen stehen sich im Vorfeld des am Freitag beginnenden Bundesparteitags wie feindliche Heere gegenüber.

Da ist zum einen die „Brigade Kevin“....Es gilt das Leninsche Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Im Deutschen Bundestag hält der Club der sozialdemokratischen Mandatsträger eisern die Stellung. Hier regiert der Pragmatismus.
Für die 152 SPD-Abgeordneten beginnt soziale Gerechtigkeit mit der pünktlichen Überweisung ihrer Diäten. Die Leidenschaft für das Klima ist groß, aber die Freude an der Fahrbereitschaft des Bundestages nicht minder.

Die versprengten Truppen der „Schröderianer“ haben sich derweil in der niedersächsischen Staatskanzlei, sowie im Arbeits- und Finanzministerium verschanzt. In ihren Kreisen reimt sich SPD auf Verantwortung. Angela Merkel wird in dieser Gemeinde pflichtschuldigst bekämpft, aber heimlich bewundert, vor allem für ihren Machtinstinkt.

https://news.gaborsteingart.com/online.php?u=tWCOoCe876


Das S im Parteinamen (der SPD) steht mittlerweile für Schmerztherapie.
Tolle Analyse!!!

Mistral
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Re: Die SPD zwischen Selbstmord und Fronarbeit

Beitragvon Mistral » Do 5. Dez 2019, 11:45

Urbadener hat geschrieben:Das S im Parteinamen (der SPD) steht mittlerweile für Schmerztherapie.
Tolle Analyse!!!


Tichy ist auch nicht schlecht mit seiner Analyse.
https://youtu.be/nE6bC06cQ6A

Sten
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Re: Die SPD zwischen Selbstmord und Fronarbeit

Beitragvon Sten » Do 5. Dez 2019, 13:36

Die ROTEN Bonzen kriegen von allen Seiten Druck:

Der SPD-Politiker und ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin hält das designierte SPD-Führungsduo für überfordert. „Norbert Walter-Borjans hat einige Führungsämter gehabt – Kämmerer in Köln, Finanzminister in Nordrhein-Westfalen. In allen Ämtern hat er sich nicht mit Ruhm bekleckert“, sagte Sarrazin der RTL/n-tv Redaktion.„Diejenigen, die ihn unmittelbar dabei sehen konnten, zum Beispiel seine Beamten, hielten und halten ihn für einen maximalen Versager“, sagte Sarrazin.
Saskia Esken habe ihr höchstes Amt als stellvertretende Vorsitzende des Landeselternbeirats von Baden-Württemberg gehabt, „wo sie es als ihre Aufgabe ansah, den zuständigen sozialdemokratischen Kultusminister maximal zu ärgern.
Er halte die designierten SPD-Vorsitzenden „sowohl von ihrer Erfahrung her, als auch von ihren Einstellungen her, wie von ihren Fähigkeiten her für weit überfordert“.
Sarrazin sieht in der Führung der Partei in den letzten Jahrzehnten „einen ständigen, kontinuierlichen geistigen Abstieg“.
Die Bundestagsfraktion, die mehrheitlich weitermachen wolle, wisse, „dass sie jetzt die neue Führung nicht vorführen darf. Insofern werden einige faule Kompromisse dabei rauskommen. Nach dem Motto: Wir müssen unser Profil schärfen, wir müssen sichtbarer werden, wir wollen noch ein bisschen mehr hier und da haben, aber das wird alles nichts helfen, denn die andere Seite darf ja nicht nachgeben“.

Der macht so lange bis die ihn aus der Partei werfen :lol:
LG Sten

Sten
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Re: Die SPD zwischen Selbstmord und Fronarbeit

Beitragvon Sten » So 8. Dez 2019, 06:30

Forsa: SPD mit neuer Spitze im Sinkflug – Partei auf elf Prozent abgesackt
https://www.epochtimes.de/politik/deuts ... wsticker=1

Aufbruch zum neuen Tiefstand mit Fachpersonal.
LG Sten

Friedrich von Hayek
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Re: Die SPD zwischen Selbstmord und Fronarbeit

Beitragvon Friedrich von Hayek » So 8. Dez 2019, 22:12

Die reale Welt ist zu schwer geworden für die roten Socken. Außer Bürokratie, Vorschriften, Gängelung, Abzocke und Bevormundung haben die keine Rezepte mehr anzubieten. Sie befindet sich im Todeskampf.

MIKE
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Re: Die SPD zwischen Selbstmord und Fronarbeit

Beitragvon MIKE » Mo 9. Dez 2019, 20:45

NZZ - Zitat:
"Die deutschen Sozialdemokraten sind auf dem Weg zur Almosen-Anstalt
Die SPD weiss nach dem Parteitag in Berlin immer noch nicht, ob sie weiterregieren will. Der politische Kurs der Sozialdemokraten wird aber klar: mehr Steuern, mehr Ausgaben, mehr Schulden, mehr Umverteilung.
Benedict Neff, Berlin"
NZZ vom 08.12.2019


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