Kirche und Politik – die heiligen Steigbügelhalter!

Mistral
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Kirche und Politik – die heiligen Steigbügelhalter!

Beitragvon Mistral » Mo 30. Okt 2017, 13:22

Ich habe einige Zeit mit mir gerungen, ob ich den Machenschaften der Kirchen und deren Vereinigungen und Verbände einen gesonderten Thread widmen sollte. Nach dem Lesen des nachstehend verlinkten Berichts, stand mein Entschluss fest: Es ist höchste Zeit zu handeln, denn hinter der katastrophalen Flüchtlingspolitik verbergen sich (heilige) Krisengewinner.

Die Flüchtlingsgewinnler: Caritas und Diakonie
Wer sich wundert, warum sich Kardinal Marx und Bischof Bedford-Strohm vehement für „Flüchtlinge“, aber wenig für ihre verfolgten, mit dem Tod bedrohten Glaubensbrüder einsetzen, dem ist vielleicht nicht bewußt, dass sich Caritas und Diakonie seit Beginn der Flüchtlingskrise im Jahre 2015 eine goldene Nase verdienen. Dürfen Wohlfahrtsverbände solchen Profit machen?
Um dem Leser eine Vorstellung zu geben, um welche Geldsummen es hier geht, möchte ich auszugsweise die Zuschüsse an die Caritas für das Geschäftsjahr 2015 stellvertretend auch für die Diakonie angeben:
1.1 Kirchliche Zuschüsse 11.841.528,39 Euro entspricht 13,29%
1.2 Zuschüsse der EU 1.631.956,47 Euro entspricht 1,83%
1.3 Bundeszuschüsse 67.253.328,47 Euro entspricht 75,48%
1.4 Sonstige Zuschüsse 8.369.017,51 €uro entspricht 9,39%
89.095.830,84 Euro
Hinzu kommen Spenden, Erbschaften, Mitgliedsbeiträge, Erträge aus Vermögen, Vertrieb, Veranstaltungen und durch Auflösung von Passivposten. Es ergibt sich somit auf der Habenseite eine stolze Summe von 158.373.480,13 Euro. [4]


http://vera-lengsfeld.de/2017/10/30/die ... #more-1873

Und das alles im scheinheiligen Dunst der Barmherzigkeit. Wer die gutbezahlte Form der Nächstenliebe nicht akzeptiert und wahrhaben möchte, wird von den kirchlichen Sittenwächtern beider Konfessionen als Nazi oder Dunkeldeutscher gebrandmarkt. So läuft das in unserem Land.

Stella
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Re: Kirche und Politik – die heiligen Steigbügelhalter!

Beitragvon Stella » Do 2. Nov 2017, 20:16

Das sind unglaubliche Beiträge die hier verbreitet werden.
Das glaubt doch kein gutherziger Mensch der mit Freude
seinen Euro in den Klingelbeutel wirft.
Ich muss aber gestehen, dass ich heute auch nicht mehr
alles glaube was der Pfarrer von seiner Kanzel predigt.
Da sind zu viele Widersprüche drin und so habe ich den
Eindruck, der glaubt immer noch dass das die Gemeinde
ihm alles abnimmt was er so spricht.
Durch die mibabs bin ich viel kritischer geworden.
Ob das gut ist wird sich noch zeigen, weil ich mit meinen
Kindern dadurch schon einige unbequeme Diskussionen hatte.
Liebe Grüße Stelle

Urbadener
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Re: Kirche und Politik – die heiligen Steigbügelhalter!

Beitragvon Urbadener » Mo 6. Nov 2017, 09:41

Bei den Kirchen und den dazugehörigen karitativen Verbänden ist es wie bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, sie werden großzügig von den Regierenden gepampert. Schon aus diesem Grund beißt man nicht die Hand die doch so großzügig füttert, im Gegenteil, man leckt sie, wedelt freudig mit dem Schwänzchen und kassiert ab was es abzukassieren gibt.

NUR – und das wird sich in der Zukunft noch verstärken – was auf der einen Seite gönnerhaft verteilt wird, fehlt zwangsläufig auf einer anderen Seite. Subventionen führen immer zu einer Wettbewerbsverzerrung. Genau das spürt derzeit die Kaste der Printmedien, die ihre regierungsfreundliche Ergebenheit mit permanentem Auflagenverlust bezahlt. Während sich die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten über mühelos sprudelnde und nach oben offene Zwangsgebühren freuen dürfen, verweigern immer mehr Bürger den freiwilligen Kauf von irgendwelchen Zeitungen und Journalen. Warum sollte man auch etwas kaufen, dass kritiklos nur dasselbe berichtet was uns bereits aus anderen Kanälen jeden Tag indoktriniert wird?

Die Kirchen sonnen sich derzeit in einer moralischen Überlegenheit, obwohl ihnen scharenweise die Mitglieder davon laufen. Dieser Trend wäre wohl rückläufig, so hat die evangelische Kirche im letzten Jahr nur noch 1,5% ihrer Schäfchen verloren. Nur 1,5% von etwa 23 Millionen sind aber immerhin 445.000 Menschen, die jedes Jahr vom „rechten“ Glauben abfallen. Auch die Spendenbereitschaft der ansonsten so hilfsbereiten Deutschen lässt spürbar nach. So lange diese Rückgänge die Regierenden unbürokratisch mit Steuergeldern ausgleichen können, ist ja alles gut. Ist das irgendwann einmal nicht mehr der Fall, dann werden die aufgeblähten Apparate der Kirchen und ihrer barmherzigen Hilfsorganisationen sehr schnell einen Infarkt erleiden und das kann schneller eintreten als es heute schon absehbar ist.

Urbadener
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Re: Kirche und Politik – die heiligen Steigbügelhalter!

Beitragvon Urbadener » Di 12. Dez 2017, 14:27

Katholiken streichen Adam aus der Bibel!
Adam wird zum Zankapfel: In der neuen Bibelübersetzung wurde Adam durch «Mensch» ersetzt, es gibt plötzlich eine Apostelin, und auch sonst wurde die Heilige Schrift genderkonformer. Konservative Katholiken toben – und sehen ausgerechnet die Rechte der Frauen verraten.
https://www.blickamabend.ch/news/statt- ... 04459.html

Ergänzend möchte der Papst – neben der Neuausrichtung der Bibel – das Vaterunser ändern. Franziskus hatte die Übersetzung des Vaterunser in mehreren Sprachen bemängelt. Die Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung“, wie sie etwa im Deutschen und Italienischen lautet, sei „keine gute Übersetzung“. „Lass mich nicht in Versuchung geraten“, träfe es besser, sagte Franziskus.

Die nächste Änderung, Anpassung oder wie man das sonst noch nennen möchte, wird wohl in der Form sein, dass wir uns beim Gebet nach Mekka verbeugen sollen. Anders lässt sich dieser Blödsinn doch nicht mehr interpretieren.

Mistral
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Re: Kirche und Politik – die heiligen Steigbügelhalter!

Beitragvon Mistral » Do 21. Dez 2017, 07:39

Nachdem sich schon die CSU dafür ausgesprochen hat, dass doch die Kirchen sich um ihre Aufgaben kümmern sollten und sich aus der Politik gefälligst heraushalten sollen, legt nun die AfD nach:

Wenige Tage vor Weihnachten hat die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, die Kirchen ungewöhnlich scharf kritisiert und ihnen Fehler wie zur Nazizeit vorgeworfen.
"Wir wissen mittlerweile, dass die Amtskirchen, egal ob evangelisch oder katholisch, durch und durch politisiert sind", sagte die Bundestagsfraktionsvorsitzende der AfD dem Magazin "Focus"
"Die Trennung von Staat und Kirche wird nicht mehr eingehalten", so Alice Weidel weiter. "Damit spielen weite Teile der Kirchen bis auf wenige Ausnahmen genau die gleiche unrühmliche Rolle, die sie auch im Dritten Reich gespielt haben."
Unter den Nazis hatten sich die Kirchen mit dem Regime arrangiert bis fast hin zur Gleichschaltung, nur vereinzelt und eher individuell wurde Widerstand geleistet.

https://www.gmx.net/magazine/politik/af ... t-32712014

Stella
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Re: Kirche und Politik – die heiligen Steigbügelhalter!

Beitragvon Stella » Di 26. Dez 2017, 12:47

Weihnachten ist doch das Fest der Liebe.
Warum werden dann Taschen und Rucksäcke der
Gläubigen gefilzt, wenn sie einen Gottesdienst besuchen?
In einigen großen Kirchen soll das gemacht werden,
behauptet ein Verwandter von uns.
Stimmt das? Das wäre ja unglaublich.
Liebe Grüße Stella

Urbadener
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Re: Kirche und Politik – die heiligen Steigbügelhalter!

Beitragvon Urbadener » Di 26. Dez 2017, 16:27

Stella hat geschrieben:Warum werden dann Taschen und Rucksäcke der
Gläubigen gefilzt, wenn sie einen Gottesdienst besuchen?
In einigen großen Kirchen soll das gemacht werden,
behauptet ein Verwandter von uns.
Stimmt das?


Kölner Dom kontrolliert Besucher
So sichern Kirchen ihre Gottesdienste an Weihnachten
http://www.rp-online.de/nrw/panorama/he ... -1.7276041

Wenn du das einmal selbst erleben möchtest, dann besuche doch das Straßburger Münster. Zusätzlich patrouillieren auf dem Münsterplatz bewaffnete Soldaten. Warum das so ist? Dazu habe ich eine passende Geschichte gefunden.

„Wir machen uns Sorgen um Euch“: Offener Brief an die jungen Menschen in diesem Land


"Die Kinder der heutigen Zeit haben kaum eine andere Wahl, als das, was um sie herum geschieht, als normal zu empfinden. Sie kennen es nicht anders." In einem Offenen Brief gibt Monika Schneider ihrer Sorge Ausdruck.

Liebe Kinder, ich bin jetzt gerade 53 Jahre alt geworden. Für die, die rechnen können ist damit klar, dass ich 1964 geboren wurde. Das war die Zeit, in der die meisten Fotos noch Schwarzweiß waren und man auf der Straße spielen konnte, weil die Anzahl der Automobile noch recht überschaubar war.
Ich habe die Landung auf dem Mond noch live im Fernsehen gesehen, der Russe war noch der Feind und ein Bonanza-Fahrrad der Oberknaller.
Wir spielten im Wald Krieg, wir fuhren Fahrrad ohne Helm und mussten nach Hause, wenn die Straßenlaternen angingen (was man aber nicht immer im Wald sehen konnte). Die Väter gingen zur Arbeit, die Mütter sorgten sich um Kinder und Haushalt und stolz fuhr man ein Auto, das man seinerzeit nur bar kaufen konnte, weil die Consumer-Kredite noch nicht erfunden und Schulden was Anrüchiges waren.

In der Schule hatten wir zum Teil noch Lehrer, die im zweiten Weltkrieg gedient haben. Die haben den Krieg genauso gesehen, wie man ihn sehen musste und niemand konnte einem klarmachen, wie Scheisse derselbe ist. Der Schulunterricht war noch echt und ziemlich ideologiebefreit und wir haben viel über unser Land, Europa und andere Kulturen gelernt. Sicherlich mehr als Ihr heute. Wir reisten in jungen Jahren mit Interrail quer durch Europa, mussten Währungen wechseln, Grenzen überqueren und haben Menschen aus allen Herren Ländern kennengelernt. Wir sind es noch, die das wahre, das schöne, das vielfältige Europa kennen und lieben.

Als wir klein waren gab es nicht viel, worum wir uns Sorgen machen mussten. Ausser vielleicht, wenn wir Mist gebaut haben und vor unseren Eltern geradestanden mit den Händen hinterm Rücken und gesenktem Kopf. Das gab dann auch schon mal Haue – und dann war auch gut. Das war der Deal.

Liebe Kinder, wir machen uns Sorgen um Euch


Denn viele von Euch haben das Los der späten Geburt gezogen. Ihr wisst nicht mehr, was Freiheit ist und dass man diese verteidigen muss. Ihr wisst nicht mehr, was Stolz auf das Land der Väter ist, was Respekt bedeutet oder wie man einen Bach aufstaut oder Kaulquappen züchtet. Und viele von Euch wissen nicht mal mehr, dass es auch noch was anderes als eine Kanzlerin Merkel geben kann. Wir machen uns Sorgen um Euch, weil Ihr auf die falschen Leute hört. Sie träufeln Euch Gift ins Ohr und setzen Euch Scheuklappen auf, zwingen Euch mit geheuchelter Liebe und der schneidenden Waffe des Toleranzanspruches Ihren Willen auf. Ihr sollt nicht sehen, was wirklich passiert und das ist recht einfach zu bewerkstelligen, weil Ihr es ja kaum anders kennt. Das, was bei uns Entsetzen hervorruft, weil wir es als das erkennen, was es ist, ist für Euch normal. Aber bedenkt bitte:

Polizisten mit Maschinenpistolen auf dem Weihnachtsmarkt sind nicht normal.
Millionen von Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten in unserem Land sind nicht normal.
Jeden Tag zehn Messerattacken sind nicht normal.
Ein Tatort, der eine real existierende Partei in die Ecke rechter Bombenwerfer bringt, ist nicht normal.


Die Zahl der Dinge, die nicht normal sind, ist Legion. Aber Ihr habt Euch dran gewöhnt, Ihr kennt es kaum anders. Und deswegen machen wir uns Sorgen. Ihr versaut Euch gerade Euer Leben und was noch viel schlimmer ist, Ihr versaut Euren Kindern und unseren Kindeskindern das Leben. Und das tut Ihr, indem Ihr auf die falschen Leute hört und nicht auf uns. Die falschen Leute, das sind die Leute, die Leute wie mich als die „Rechten“ bezeichnen und damit Menschen meinen, die nichts anderes im Sinn haben, als das Dritte Reich wieder auferstehen zu lassen. Nichts könnte uns ferner liegen als das. Wir, die wir um 1964 geboren wurden, haben die Verletzungen, die der Krieg angerichtet hatte, noch gesehen. Wir waren umgeben von lebenden Zeitzeugen. Ganz anders als Ihr heute, die Ihr darauf bauen müsst, dass die Geschichtslehrer nicht lügen und die Medien Euch keinen Mist erzählen. Wir machen uns Sorgen um Euch, weil Ihr die Opfer einer seit Jahren laufenden Demagogie seid. Und wir entschuldigen uns bei Euch, weil wir es nicht haben kommen sehen und als wir es sahen, war es zu spät.

Die, die heute vor dem Dritten Reich und den Nazis heutiger Zeit warnen, sind die selben, die heute Eure Nachrichten manipulieren, die Euren Schulunterricht ideologisch prägen und die Euch zu willfährigen Werkzeugen einer Politik machen, an deren Ende nur Krieg stehen kann. Das ist der Krieg untereinander, das ist der Krieg zwischen den europäischen Ländern und der Krieg der einen Religion gegen die andere und der Krieg der Großkonzerne gegen das kleine mittelständische Unternehmen. Ihr hört auf Menschen, die „sozial“ im Namen tragen und das Gegenteil tun. Und wir sind schuld, weil wir nicht aufgepasst haben und es stoppten, als es noch ging.

Viele von uns wählen die AfD. Ja, das tun wir. Und das tun wir in der Hoffnung, unsere Verfehlungen der letzten Jahrzehnte auffangen zu können und ein Europa zu stoppen, das niemand will, der seine Kinder liebt so wie wir Euch lieben. Wir sind nicht böse. Wir sind keine „Nazis“. Wir sind nur Menschen, die die Vergangenheit kennen und die Zukunft sehen. Das kommt wohl mit dem Alter. Hätte ich früher auch nicht so geglaubt, ist aber so. (Ja, gut, nicht bei allen, aber bei vielen.)

Es geht uns nicht darum, die Uhr zurückzudrehen in die Zeit der drei Fernsehkanäle und der Mutti in der Küche und dem Papi bei der Arbeit (wobei da nichts grundsätzlich Falsches daran ist). Es geht uns darum, dass man eine Zukunft gestaltet, die für unsere Kinder und Eure Kinder und dann deren Kinder in Deutschland lebenswert ist. Das Gegenteil ist der Fall.

Glaubt mir bitte eins, liebe Kinder: „Multikulti“, „offene Grenzen“, „bedingungsloses Grundeinkommen“, „Islam ist Frieden“, „Klimawandel bekämpfen“ ein „Vereinigte Staaten von Europa“ und all der andere Blödsinn, ist das exakte Gegenteil einer sicheren Zukunft, in der man gerne leben möchte. Das schwöre ich Euch in die Hand. Lasst Euch nicht erzählen, dass dies hier und heute das beste Deutschland aller Zeiten ist. Das ist es nicht. Wir haben heute echte Armut im Land, wir haben Gewalt bis zum Abwinken und wir haben einer Religion Tür und Tor geöffnet, die uns nicht liebt und der wir zum Opfer fallen werden mit allem, was uns lieb und teuer ist. Wir werden von Menschen regiert, denen dieses Land – und damit auch Ihr – nichts bedeutet. Sie verfolgen eine Ideologie und sie gehen dabei auch ganz problemlos über Eure Leichen. Sie sind die, vor denen man warnen muss.
Ihr müsst nicht auf mich hören. Ihr werdet es wahrscheinlich auch nicht. Aber speichert den Brief an Euch ab und setzt den Kalender in Eurem Handy auf den 18.12.2037. Ich bin dann möglicherweise schon tot und meine letzten Worte werden wohl so etwas sein wie das, was alle alten Menschen so von sich geben, wenn Sie auf dem Sterbebett liegen: „Ich hatte eine gute Kindheit. Aber ich mache mir Sorgen um Euch.“
Vielleicht denke ich aber auch einfach nur „Scheisse, ich wusste es und keiner wollte auf mich hören.“

Vielleicht lebe ich aber auch noch, sitze in einem Sessel und höre draussen das Knattern von Maschinengewehren und Eure Schreie und murmle so was wie „Selber schuld, Ihr seid alle Idioten,“ und dann mache ich mir ein letztes Bier auf. Vielleicht kommt ja auch alles anders und Ihr habt Recht und wir Unrecht. Und während ich das schreibe, muss ich lachen. Denn so wird es nicht kommen. Wir werden Recht behalten, Ihr nicht und das macht uns Sorgen. Passt auf Euch auf. Denn wir sind bald weg, wir Kinder der geburtenstarken Jahrgänge und müssen Euch die Gestaltung der Zukunft überlassen und das ist wirklich besorgniserregend.
http://www.epochtimes.de/politik/deutsc ... tgelesen=1

Urbadener
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Re: Kirche und Politik – die heiligen Steigbügelhalter!

Beitragvon Urbadener » Mo 5. Feb 2018, 14:21

So kann es kommen, wenn sich zum Politisieren noch das Spekulieren hinzukommt:

Investitionen in US-Immobilien - Diözese Eichstätt verzockt wohl Millionen
Die Katholische Kirche erlebt offenbar einen neuen Finanzskandal. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet, hat die bayerische Diözese Eichstätt durch Investitionen in amerikanische Immobilienprojekte schlimmstenfalls bis zu 60 Millionen Dollar verloren. Dies würde einem Sechstel ihres kompletten Anlagevermögens entsprechen. Die Diözese hatte nach Informationen von SZ, NDR und WDR in mehr als 30 Fällen Kredite für Bauvorhaben in den USA vergeben, ohne diese etwa durch eine Grundschuld abzusichern.
https://www.n-tv.de/politik/Dioezese-Ei ... 69621.html

Besonders gelungen ist diese Textpassage:
Im Mittelpunkt soll ein damaliger Angestellter stehen, der sich um die Geldanlagen der Diözese kümmerte. Dieser habe zwei Jahre lang Dutzende Darlehen an US-Firmen vergeben, die mit Immobilienprojekten warben. Sein Ansprechpartner auf US-Seite sei ein Deutscher gewesen, mit dem er seit Jahren bekannt sei. Womöglich wirkten beide Männer zusammen, um die Diözese zu schädigen.

So was soll passieren wenn sich Bischöfe nur noch um Lichtausschalten und störendes Glockenläuten, zum Wohlgefallen der politischen Sponsoren, kümmern. Außerdem was sind denn 60 Millionen Dollar, die Diözese sitzt immer noch auf 300 Millionen Vermögen und wird bei den üppig sprudelnden Steuereinnahmen und sonstigen staatlichen Zuwendungen sicherlich nicht am Hungertuch nagen. Deshalb bin ich schon fast gewillt, getreu der Bibel: „Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin“ (Matthäus 5,39) der Diözese zu empfehlen, nochmals 50 Millionen Dollar nachzuschießen. Der Herr gibt es euch doch im Schlaf!!

Friedrich von Hayek
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Re: Kirche und Politik – die heiligen Steigbügelhalter!

Beitragvon Friedrich von Hayek » Mo 5. Feb 2018, 14:40

Es ist doch eigentümlich, dass diese Kirchenkreise beim Umgang mit Geld und Wertsachen aller Art immer meinen, sie hätten den besseren Draht nach oben, also müsse dadurch ausgerechnet ihnen auch der ultimative Vermögens-Coup gelingen.

Dabei entgeht Ihnen, dass sie auf einen Schlag gleich gegen die ersten drei der sieben "Todsünden"verstoßen:

1. Superbia: Hochmut (Übermut), weil es sich mit fremdem Geld so gut spekulieren lässt und es ja für eine "gute Sache" ist.
2. Avaritia: Geiz (Habgier), um vor den Kirchenobersten gut dazustehen und zu zeigen wie genial man ist (zu höherem berufen).
3. Luxuria : Wolllust (Begehren) nach mehr Reichtum und Ansehen in der Kirchenhierarchie.

Wenn man so viele "Laster" in seiner Garage hat, könnte man getrost auch eine Spedition von Gottes Gnaden aufmachen! Doch wozu anstrengen, wenn einem von Gesellschaft und Staat das Geld ohnehin schon von vorne und hinten reingeschoben wird und sich die Ehrenamtlichen weiter so einfach ausnutzen lassen.

Urbadener
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Re: Kirche und Politik – die heiligen Steigbügelhalter!

Beitragvon Urbadener » Mo 5. Feb 2018, 14:51

So ist es @Friedrich von Hayek, allerdings hat die Diözese einen Trost:

Das Geld ist ja nicht weg, es hat nur ein anderer!!

Immobilien und sonstiges Eigentum sind für gute Christen und damit auch die Kirche absolut tabu, dafür gibt es sogar ein Gebot:
Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.

Daher lässt sich die Immobilien(ver)spekulation als Gottesstrafe erklären. Amen!!


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