Regierungsjournalismus

Cornelius Scipio
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Re: Regierungsjournalismus

Beitragvon Cornelius Scipio » Di 21. Jan 2020, 19:43

Mistral hat geschrieben:Liebe Mainstream-Medien, ihr müsst eure zukünftigen Abonnenten jeden Freitag auf der Straße ansprechen, oder bei Veranstaltungen der Grünen und Grüninnen, oder in den Asylunterkünften. Ein alter weißer Mann möchte den Schrott nicht mehr lesen, den ihr mit euren Schundblättern unter die Leute bringt.


Lieber @Mistral, Deine auf den ersten Blick appetitlich wirkende Idee hat einen gravierenden Fehler: Diese Klientel kann leider gar nicht lesen, nur Bildchen ankucken. Und sie wird es auch gar nie lernen können, da sie sich ja zu viele Stunden mit demonstrieren aufhalten als mit lesen lernen.

Liebe @Stella, ich habe die Verblödungsorgien inzwischen auch schon drastisch eingedampft und mich schwerpunktartig auf eine nicht durch marxistische-leninistische Kulturrevolution verseuchte Informationsbeschaffung im Internet verlegt. Ist viel entspannter und bekömmlicher. Sollen doch die Einschaltquoten, die wahrscheinlich ebenso erstunken und erlogen sind wie der Nachrichtenfake, in den Abgrund tiefen Keller fallen bis niemand mehr einschaltet.

Dann hat die AfD die Steilvorlage ARD und ZDF radikal zu stutzen!

Urbadener
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Re: Regierungsjournalismus

Beitragvon Urbadener » Mi 22. Jan 2020, 13:39

Cornelius Scipio hat geschrieben:Dann hat die AfD die Steilvorlage ARD und ZDF radikal zu stutzen!

AfD-Wähler sollen angeblich „kaum Nachrichtenquellen“ nutzen

„Nicht- und AfD-Wähler sowie Unterstützer von kleinen Parteien, die üblicherweise unter ’sonstige‘ summiert werden, nutzen die wenigsten Nachrichtenquellen“: Zu diesem gewagten Ergebnis kommen Psychologinnen und Psychologen der Universität Ulm, über die das Nachrichtenportal „heise.de“ berichtet – ermittelt anhand einer angeblich repräsentativen Umfrage.
„Jene Teilnehmende, die sich nur offline – Zeitung, TV oder Radio – informieren, zeigten „die höchsten Werte in Gewissenhaftigkeit und den geringsten in Neurotizismus“. Wer also fleißig öffentlich-rechtliche Sender und Mainstream-Printformate konsumiert, hat den angeblich den geringsten Dachschaden. Erstaunlich; denn die Alltagserfahrung zeigt eher das Gegenteil.
Dem gegenüber stehen dann die „sozialen Medien“ mit ihren Blasen. Diese „Newsfeed-Gruppe“ soll angeblich das größte Risiko aufweisen, „in einer Filterblase oder Echokammer gefangen zu werden“ – weil ihre Mitglieder selektiv nur eine Form von Nachrichtenquellen nutzen, in der „auch noch potenziell stark selektierte Informationen“ angeboten würden.

https://www.journalistenwatch.com/2020/ ... d-waehler/

Darum immer schön die Heimatzeitung lesen und abends die öffentlich-rechtlichen Nachrichten konsumieren. So sieht der optimale Bürger aus. Alle anderen sind nur Verschwörungstheoretiker.

Noch etwas Nachschlag gefällig? Das war zu erwarten:

Handelsblatt hetzt gegen Krall

Widerlicher geht kaum. Mit perfiden Zutaten der Zersetzung holt das Handelsblatt zum Schlag gegen Markus Krall aus. Statt Argumenten bedient sich das Blatt abwegiger Assoziationsketten um den Ruf des Ökonomen zu diskreditieren. Stasi-Methoden?

Mit dem aus jeglichem Zusammenhang gerissenen Zitat, dass Krall die Niedrigzinspolitik der EZB als „aus dem Maschinenraum des Völkerselbstmordes“ bezeichnet haben soll, greift Blume tief in die Zersetzungskiste.

Die Formulierung wäre besonders für einen Degussa-Chef heikel. Rechtlich habe das 2010 gegründete Unternehmen zwar nichts mit der 1873 gegründeten „Deutschen Gold- und Silberscheideanstalt“ zu tun, die längst in anderen Unternehmen aufgegangen ist, aber sie trage diesen Namen. Und der Name sei belastend. Schließlich hätte die nicht mehr existierende alte Degussa mit der Lieferung von Zyklon B am Völkermord gegen die Juden beteiligt und das Zahngold der Opfer eingeschmolzen.

Perfider kann man den Holocaust kaum instrumentalisieren – und das, um einen Mann zur Strecke zu bringen, die Stasi hätte gesagt, zu zersetzen.

https://www.mmnews.de/wirtschaft/137400 ... egen-krall

Zum Glück zersetzt sich unsere freie Presse selbst und das jeden Tag, wie deren Auflagenschwund verdeutlicht.

Urbadener
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Re: Regierungsjournalismus

Beitragvon Urbadener » Fr 24. Jan 2020, 07:44

Das mediale Bashing der Chrash-Propheten:

https://youtu.be/TcFX_b5A_Wc

Markus Gärtner befasst sich sehr intensiv mit diesem Thema.

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Re: Regierungsjournalismus

Beitragvon Urbadener » Mo 27. Jan 2020, 11:30

Branstifter sind keine Aktivisten.

https://youtu.be/Z3Jc-zBRMWw

Markus Gärtner spricht Klartext.

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Re: Regierungsjournalismus

Beitragvon Mistral » Mo 27. Jan 2020, 14:30

Urbadener hat geschrieben:Branstifter sind keine Aktivisten.

Das gilt auch für den deutschen Qualitätsjournalismus:

Wahlniederlage für Matteo Salvini bei den italienischen Regionalwahlen in der Emilia Romagna.
Salvinis Autorität ist angekratzt. Salvini droht richtungsweisende Wahlniederlage.
Dämpfer für Salvini. Schlappe für Salvini.

Die deutschen Schmierfinken wissen nicht mehr wie sie sich in ihrer Freude überbieten sollen. Was ist passiert? Salvini hat in letzter Zeit sämtliche Regionalwahlen in Italien gewonnen und jetzt, in der traditionell roten Emilia Romagna, ist ihm das nun halt mal nicht gelungen.

Die von Salvinis Lega Nord unterstützte Kandidatin – Lucia Borgonzoni – konnte nur 43,76% der Wählerstimmen erhalten.
Bei den letzten Wahlen 2014 hatte die Lega Nord 19,4% Stimmen auf sich vereinen können, bei der jetzigen Wahl kam sie auf 32%.

Strahlender Sieger ist das Bündnis um den Sozialist Stefano Bonaccini, das 51,4% der Stimmen erhalten hat, bei den letzten Kommunalwahlen 2014 waren es 49%.

Sämtliche Zahlen beziehen sich auf das vorläufige Wahlergebnis.

Die Zahlen sind eindeutig, der Sozialismus triumphiert in der Emilia Romagna, wie er das die letzten Jahrzehnte immer getan hat. Leider blendet unsere Presse eine Tatsache komplett aus, denn das was der Lega Nord in der Emilia Romagna gelungen ist, ist in etwa so, wie wenn die AfD bei einer Landtagswahl in Nordrhein-Westfahlen runde 32% der Stimmen erhalten würde. Warum jetzt ein Zugewinn von über 13% der Wählerstimmen auf nun 32% ein Fiasko für die Lega Nord und Matteo Salvini sein sollen, das hätte ich doch gerne einmal etwas genauer erklärt. Die deutschen Sozialisten könnten ihr Glück wahrlich nicht fassen, wenn sie nur die Hälfte von dem was Salvini gelungen ist auch bei Landtags- und Bundestagswahlen zulegen könnten. Darum schwadroniert weiter ihr links-grün verstrahlten Journalisten und freut euch auf die Parlamentswahlen in Italien, denn danach werdet ihr mit Sicherheit allen Grund zum Jubeln haben.

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Re: Regierungsjournalismus

Beitragvon Urbadener » Do 30. Jan 2020, 05:57

Max Erdinger schenkt den Mainstreammedien anständig ein.

https://www.journalistenwatch.com/2020/ ... ng-medien/

Lesenswert.

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Re: Regierungsjournalismus

Beitragvon Urbadener » Mo 17. Feb 2020, 13:26

Auf die deutsche Presse ist Verlass. Anstatt sich den innerdeutschen Problemen zu widmen, wird wieder einmal Donald Trump durch den Kakao gezogen. Nach dem Motto, Leichen pflastern seinen Weg, titelt heute die Frankfurter Rundschau:

Präsident Donald Trump ist nicht das größte Problem der USA
Donald Trump ist eine Katastrophe für die USA, aber er ist nicht das größte Problem. Eine Analyse.
https://www.fr.de/politik/usa-praesiden ... ket-newtab

Wer sich das „Geschmiere“ antun möchte, bitteschön. Allerdings sollte dabei nicht vergessen werden, in den Vereinigten Staaten haben unsere Schreibhengste kein Wahlrecht, das steht nur den Amerikanern zu, wie es auch in England nur den Briten zugestanden hat. Darum können unsere Journalisten schreiben was sie wollen, es kommt immer anders als sie es gerne hätten. Meines Erachtens hat Donald Trump wesentlich größere Chancen wiedergewählt zu werden, als es die derzeitige GroKo bei uns hat. Wir werden es mit Sicherheit erleben.

Bleiben wir bei den noch warmen politischen Leichen und zwar bei denen in unserem Land. Bundesverfassungsschutzpräsident abgemerkelt, weil er die Wahrheit sagte. Pressesprecher der Werteunion als Krebsgeschwür aus der CDU operiert. Beauftragter für die östlichen Bundesländer zum Rücktritt gezwungen. Als dessen Nachfolger wurde ein Speichellecker namens Wanderwitz (der Name ist Programm) ernannt. CDU-Parteivorsitzende zum Handtuch werfen veranlasst. Einen in einem demokratischen Verfahren gewählten Ministerpräsidenten eines Bundeslandes aus dem Amt erpresst.

Haben diese Themen nicht genügend Brisanz, sollte doch wenigsten hinterfragt werden, warum wir ständig den Euro retten müssen, für unsere Guthaben keine Zinsen mehr erhalten, die Renten ständig in den Keller rutschen und die Lebensarbeitszeit erhöht werden muss? Warum werden unsere Grenzen nicht geschlossen, warum werden Straftäter nicht ausgewiesen und unsere innere Sicherheit zunehmend zerbröselt? Warum müssen wir jedes Jahr höhere Stromkosten bezahlen und dafür eine wackelige Energieversorgung akzeptieren?

Warum widmen sich unsere Herren Journalisten nicht diesen Themen? Eine Systempresse darf das nicht! Sie muss von den tatsächlichen Problemen ablenken und das Volk dumm halten. Dafür zahlen sogar noch sehr viele Leute sehr viel Geld.

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Re: Regierungsjournalismus

Beitragvon Mistral » Mo 17. Feb 2020, 14:16

Urbadener hat geschrieben:Bleiben wir bei den noch warmen politischen Leichen

Darf ich noch eine neue Leiche hinzufügen?

CDU-Politiker lässt Vorstandsposten nach Aussage zur AfD ruhen
Der CDU-Fraktionsvize in Sachsen-Anhalt, Lars-Jörn Zimmer, gibt seinen Posten im Vorstand vorerst auf. Er hatte erklärt, eine CDU-Minderheitsregierung sei denkbar. Man könne nicht die 25 Prozent der Wähler, die AfD gewählt haben, einfach ignorieren.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... ruhen.html

Einer mehr, der geschasst wird, weil er nicht voll auf Linie liegt.
Der Bürger soll wohl direkt kapieren, dass das nix mehr wird mit der Merkel-Demokratie. Diese wurde extra von Merkel in eine Diktatur der legitimen Meinungen transformiert. Alle nicht mehr legitimierten Meinungen werden verfolgt, die Träger der Meinungen aus ihren Berufen und Positionen geworfen und über die finanzierte Antifa einer medial-realen Hetzjagd unterworfen, die bis zu Morddrohungen gegenüber Angehörigen geht.

WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt meint, die CDU braucht jetzt einen mutigen Neuanfang – und muss ihren moralischen Kompass wieder einstellen. Ein Auszug:

"Eigentlich wäre es für die Union Zeit, sich in der Opposition zu erneuern. Die Merkel-Jahre haben die Partei nicht nur an deren Rändern bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Die CDU hat sich weniger überregiert als im steten Verantwortungsrausch selbst verloren.

Der Kompass der Partei liegt in Trümmern, grundsätzliche Fragen sind ungeklärt, die Führung lahmt, und mit dem Flügelquark (Werte-Union, Union der Mitte) beginnt das Sektierertum der Linken Einzug zu halten in eine Volkspartei, deren Verdienste für das Land unermesslich sind: Wohlstand, Stabilität und Modernität des Landes verdankt die Bundesrepublik vor allem der CDU. Damit ist es spätestens seit 2015 Schluss.

Angela Merkel hat alle innerparteilichen Widersacher erledigt. In der vergangenen Woche nun hat sie eisig und brutal die stets unterschätzte AKK abserviert: mit Machtwörtern, die so nur sie, aber nicht ihre Nachfolgerin sprechen konnte."


Alles im grünen Bereich, es läuft wie es laufen muss. Wir müssen nur Geduld haben.

MIKE
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Re: Regierungsjournalismus

Beitragvon MIKE » Mo 17. Feb 2020, 15:28

Mistral hat geschrieben:Einer mehr, der geschasst wird, weil er nicht voll auf Linie liegt.


Jeder Tag, den Angela Merkel weiter regiert, ist ein schlechter Tag für die Demokratie
und für Europa und jeder Tag, an dem sich die Mainstreammedien als ihre Herolde verdingen, ist enorm klimaschädlich, wird doch viel zu viel Altpapier produziert, zu viel Strom verbraucht und unnütz zu viel Arbeitskraft verschleudert.

Die inzwischen offiziell Geächteten Prof. Werner Patzelt (CDU, Werteunion) und Hans Georg Maaßen (CDU, Werteunion) brachten es auf den Punkt (s. Panorma am 13.02.2020):

Maaßen:
„Es war eine demokratische Entscheidung, die mit der Mehrheit der Stimmen des Thüringer Landtags zum Ministerpräsidenten gewählt worden ist. Ich teile dieses Entsetzen und die moralische Entrüstung nicht. Ich teile sie deswegen nicht, weil es letztendlich bei Wahlen nicht darauf ankommt, wozu man gewählt wird, sondern wer gewählt wird.“

Patzelt:
„Ich halte es für undemokratisch, ein Volk so lange wählen zu lassen, bis ein Parlament zustande kommt, mit dem die politische Klasse bequem umzugehen vermag.“

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Re: Regierungsjournalismus

Beitragvon Urbadener » Mo 17. Feb 2020, 16:22

MIKE hat geschrieben:Jeder Tag, den Angela Merkel weiter regiert, ist ein schlechter Tag für die Demokratie

Zeitgleich schreibt unser in der Türkei längere Zeit weggesperrte Türke mit zusätzlichem deutschen Pass - Deniz Yücel - bei der „Welt:

Wenn Angela Merkel die Regierungsverantwortung abgibt, hinterlässt sie Deutschland liberaler, weltoffener, gerechter.“

Das kann schon sein, denn nach Ansicht dieses Kümmeldeutschen sollte aus Deutschland ein Kartoffelacker werden.
Auf jedem Acker geht es derzeit liberaler, weltoffener und gerechter zu, als in unserer politischen Landschaft.

Roland Tichy schreibt sehr passend zur Situation im neuen Deutschland:

Das Neue Deutschland von Angela Merkel zeigt sein Gesicht: In nur einer Woche wird die Verfassung abgeräumt und der Raum des Politischen eingegrenzt - Recht hat nur, wer Links ist. Oder wird jetzt auch Merkel abgeräumt?
https://www.tichyseinblick.de/tichys-ei ... ndert-hat/


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